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Der Konsolenkrieg



Fürwahr ist dieser Kleinkrieg zwischen Gates-Anhängern, innovativen sowie gewaltverliebten Japan-Anhängern eines der größte Probleme, mit der sich die Politik früher oder später beschäftigen muss, ansonsten wird ein Weltkrieg verheerenden Ausmaßen geschehen, wobei USA-Treue fluchend ihre fehlerbehaftete Konsole als Waffe missbrauchen, Japan im Landesinneren sowieso eine Mauer errichtet, wobei ein Bereich “NJ” und der andre “SL” heißen wird, und erstere mit Fernbedienungen gegen die beiden andren Parteien ziehen wird. “SL” besitzt einen wirkungsvollen Bumerang aus Hartplastik, der sogar mit Force Feedback ausgerüstet ist, um vor Feinden zu warnen.
Warum wird es so weit kommen? Diese Frage, lieber Leser, ist recht einfach zu erklären, doch beginnen wir von Anfang an:
Bill Gates steckte in Schwierigkeiten: Nachdem seine Frau ihn verlassen, sein Haus angezündet und ein paar Milliarden von seinem Vermögen eingestrichen hatte, war der gute Mann nicht nur ein Fall für einen Psychotherapeuten in einem guten Sanatorium, sondern wirtschaftlich beinahe bankrott. Die Windows-Versionen verkauften sich nicht mehr, Gates hat mit seiner “Extraportion Fehlerzugabe” durchaus ein wenig übertrieben, Folge: Apple wurde das erfolgreichste Unternehmen des Jahrzehnts, die Mitarbeiter verdienten etwa das Hundertfache als selbige von Microsoft. Jeder andere wäre nun zum Waffenhändler seines Vertrauens gegangen, hätte sich eine ordentliche Waffe geleistet, zur Freiheitsstatue nach New York gefahren und sich mit einem lauten Knall sowie dem Satz “Scheißwelt! Womit habe ich das verdient?” endgültig verabschiedet. Aber wir hatten es hier mit Gates zu tun, einem qualifikationslosen Ex-erfolgreich-Unternehmer, der nicht so schnell das Handtuch geworfen hat. Vorerst nicht. Es gab ja noch die X-Box-1080-Zocker.

Die Videospielbranche: Seit dem Jahr 2050 besaß jeder mindestens drei Konsolen, meist auch mehrere Exemplare einer Konsole, seitdem das Fernsehprogramm so schlecht wurde, dass die verantwortlichen Produzenten ihre Sender auflösten, sich zusammen taten und berieten, dass sie als Landwirte besser bedient sind. Der verzweifelte, willenlose Medienabhängige brauchte natürlich ein neues Medium, und was war besser als eine Konsole? Antwort: Natürlich nichts. Den Komfort, den quengelnden Kindern und der liebeskranken Ehefrau Controller in die Hand drücken zu können, anschließend die Konsole einzuschalten, um dann vor lauter Lachen wegen der tollpatschigen Versuche der Familienmitglieder, ein Spiel zu versuchen, amüsiert mit Freunden ungestört eine Kneipentour zu veranstalten, ließ sich der kluge Mann nicht nehmen.
Mister Gates hatte nur zwei Probleme: Fernost – Nintendo und Sony. Diese waren weitaus erfolgreicher auf diesem Gebiet, auch im Handheldbereich, in der Bill mit seiner “Windows-Mini” kläglich gescheitert war. Es gab nur eine Möglichkeit: Japan musste dem Erdboden gleich gemacht werden. Da die letzten Langstreckenatomraketen leider für eine überaus gefährliche Kakerlake verschossen wurden, hatte der Arme nun auch kein Geld für solches Spielzeug mehr.
Aber merke: Unterschätze nie einen Computer-Freak. Gates entwickelte im Alleingang das Spiel “War Against The Goddamned East” (was im Übrigen eine Grafik beinhaltete, bei der zwei Pixel das ganze Geschehen bildeten), das sich unerwartet gut verkaufte. Verhältnismäßig zumindest. Den paar hundert Microsoft-Fanatikern stellten sich gut und gerne eine halbe Milliarde Nintendo-Jüngern und anderthalb Milliarden Sony-Anbetern gegenüber.
Doch was war der Sinn von diesem abstrusen Spiel?
Nun, die Wissenschaft im Jahre 7000 vom Planeten 1337 ist sich noch heute uneinig, aber folgende Theorie scheint durchaus realistisch zu sein:
Der von Hoffnung erfüllte X-Boxler (juhuu, wieder ein neues Spiel seit 30 Jahren!) legte die Disk erwartungsvoll ein, nur um ein paar Sekunden später wie hypnotisiert auf den Bildschirm zu gaffen, weil von Gates höchstpersönlich eine Aufnahme aufgezeichnet war, die in etwa den Inhalt umfasste, Fernost zu vernichten. Damit der geneigte Zocker natürlich dem Glauben schenkte, um diese Anweisung auch in die Tat umzusetzen, öffnete sich bei der Konsole eine versteckte Buchse, bei der ein von Gates Wissenschaftlern konzipiertes Gas ausströmte, das den Zocker-X-Boxius gefügig machte.

Derart motiviert zogen die Billy-Fans hinaus in die Welt, mit nichts anderem als eine X-Box unter dem Arm, um Japan mit einer unvorstellbaren Fehlerquote ihrer Hardware zu zerstören. Endgültig. Nieder mit der Tyrannei der fehlerlosen Spiele! Nieder mit Spielspaß!
Ein Slogan, der sogar in den Geschichtsbüchern steht und wie folgt kommentiert wird mit einer Illustration, die schreiende Fanatiker mit X-Box-Spielen aus dem letzten Jahrhundert zeigt: “Der gemeine Gates-Anhänger auf dem Vormarsch in den Untergang.”

Nun ja, Waffen waren bereit gestellt, die Moral gestärkt, aber ein Problem gab es dennoch: der Ozean. Laut Augenzeugenberichten sollen viele Boxler wie Lemminge in das Meer gestürzt, durch Zufall an Japans Küste geschwappt worden sein, nur um von einem heran fliegenden Bumerang eines Sony-Priesters erschlagen zu werden.
Schließlich schaffte es aber knapp die Hälfte, unbeschadet Japan zu erreichen, und gleich den ersten Ort namens “PS 2” im “SL”-Areal einzunehmen.
Die Sony-Lakaien waren entrüstet, ihr Konzern übernahm aber nichts, da die aktuelle Frage, die momentan im Vorstand kursierte, ob es sinnvoll sei, das gesamte Sonnensystem aufzukaufen, um mit gewaltigen Mietforderungen noch mehr Reichtümer zu ernten, wichtiger war. Die Unternehmensleiter hatten mittlerweile so viel Geld, dass kein Papiervorrat in der gesamten Galaxis ausgereicht hätte, es zu drucken.

Zurück zu dem gemeinen Gates-Fan. Dieser hat sich gewaltig ins Fäustchen gelacht, so viele PS-10000-Exemplare vernichtet, wie er konnte, und eine Flagge mit einem groß, grün und fett gedruckten “X” in der eingenommen Stadt gehisst.

“Resident Evil“-Kenner wussten, dass dies erst der Anfang vom Ende war. Viele kamen überein, dass Gates eine Art des “T”-Virus entwickelt hatte (was sich später genauer als “X-Virus“ herausstellte), um sich zu rächen. So war es auch nicht Zufall, dass Sony-Anhänger scharenweise zu Gates überliefen; gar ganze Metropolen hissten die Flagge mit dem “X”.
Typisch für die Infizierten des X-Virus war ein leerer Blick, ständig mit Geifer versehene Mundwinkel und seltsame Aussagen, die sie ständig wiederholten:
“Muss das X verbreiten”, “Nieder mit Sony und Nintendo!” oder “Bill Gates ist mein Hirte, ich bin das Schaf” etc.
Das Sony-Lager sah hilflos zu, wie immer mehr Landstriche vom “X” überrannt wurden. Wo anfangs noch ein gezielter Wurf mit dem legendären Bumerang-Controller auf den Kopf geholfen hatte, den Infizierten wieder zu Verstand zu bringen, brachte später nicht einmal der Schuss mit einer “Blue-Ray-Gun” etwas.
Während also der Vorstand des Konzerns gar nichts von diesem Problem wusste und sich einen schönen Tag auf dem Mars machte, schrumpfte deren Anhängerschaft mehr und mehr, bis ein kläglicher Rest flüchtete und in Europa auf Asyl hoffte.
Gates jedoch befand sich unter der Golden Gate Bridge, wo er es sich schon richtig gemütlich gemacht hatte. Die Nachricht, dass Sony in Japan besiegt wurde, erreichte die ganze Welt. Die NJ bunkerten sich unterdessen immer mehr ein, die Fernbedienungen wurden auf maximale Vernichtung eingestellt.
Man könnte ja annehmen, dass so eine schöne große Mauer Eindringlinge abhält. Das stört jedoch die X-Infizierten nicht im Geringsten: Wozu ist der Kopf noch gut, wenn das Gehirn sowieso nur noch dahindümpelt? Für nichts. Mit dem sprichwörtlichen Kopf gegen die Wand wurde der schützende Wall eingerissen und der “X-Virus” fiel ein. Im Gegensatz zum Sony-Vorstand befand sich selbiger von Nintendo noch in Japan, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Fernbedienungen schalteten zwar wortwörtlich die Feinde aus, aber die Übermacht war zu groß, bald war auch das NJ-Gebiet im Besitz von Gates.
Doch als sich der Nintendo-Vorstand zu einem abgelegenen Landstrich zurückzog, um das Seppuku durchzuführen, näherte sich ein Asteroid der Erde. Er hatte gerade nichts Besseres zu tun und so entschloss er sich, der Erde entgegenzustürzen. Der Ritus war bereits im vollen Gange, als der Himmelskörper mit unheimlicher Präzision auf die Beteiligten stürzte. Nach einem leisen Zischen war nun auch auf kuriose Art und Weise Nintendo in den Boden gestampft.

Allmählich bekam auch der Sony-Vorstand Wind von den Geschehnissen. Nachdem sie letztendlich doch das ganze Sonnensystem aufgekauft haben und horrende Grundstückspreise verlangten, berieten sie sich jetzt, was zu tun sei in dieser Lage der Gates-Herrschaft.
Sohy Ishda schlug eine geniale - nach der Ansicht des Vorstands - Lösung vor:
Man zündete den gebunkerten Atomwaffenvorrat, der gigatonnenweise überall verstreut in der Tiefsee der Mutter Erde befand, um die Welt zu vernichten. Dies wäre sowieso nicht weiter tragisch, weil tagtäglich neue Katastrophen aufkamen, wie etwa die Tatsache, dass der derzeitige Präsident der USA die Atmosphäre mithilfe einer Blähung zerstört hatte oder dass Volksmusik zum momentanen (und einzigen) Mainstream der Musikwelt angehört, weil der Methusalemkomplott so weit vorangeschritten war, dass der jüngste Mensch etwa 60 Jahre alt war.
Und auf dem Mars? Ein Paradies. Sah man von dieser monotonen roten Landschaft ab, die so manchen verrückt machte, war der Mars ein ideales Wohngebiet. Genug Menschen waren da, Sony hätte ALLES hergestellt und ein gewaltiges Monopol aufgebaut, weil die Konkurrenz von der Erde vernichtet gewesen wäre.
Sehr verlockend - es gab da nur ein Problem: Wenn die Erde zu dem Zeitpunkt zerstört wurde, in dem Mars und Erde sich am nahesten sind, würde der Mars aus seiner Umlaufbahn geschleudert werden und im All umhertreiben. Doch was soll’s - wie heißt es so schön? Kein Spaß ohne Risiko.
Pünktlich zu der Friedensnobelpreisverleihung, bei dem besagter amerikanischer Präsident für seine Aktion “Unterstützung für japanische Asylanten” geehrt wurde, explodierte der blaue Planet, wobei natürlich die Folge bestand, dass alle Bewohner des Planeten starben. Keine große Sache - dumm nur, dass tatsächlich der Mars mit den Gesteinsüberresten der Erde kollidierte und langsam, aber sicher gen Jupiter trudelte.

Aber so ist das nun mal in der Konsolenbranche - die eigene Firma ist die beste und die Konkurrenz nur lästiger Abschaum und muss vernichtet werden.
Ich LIEBE diese Story^^ Die is auch unter gsz. Ich find die sogar noch besser als "Wach auf mein sohn ein fieser Felsen wil unser kuhkaff plätten"^^
Zitat:“Bill Gates ist mein Hirte, ich bin das Schaf”
Lolkloppe Woher kennen wir das nur...CrazyOk

Ich wünschte ich könnte sowas schreiben.
Tjaja...

Wenns doch nur in der Konsolenbranche so wäre ^^"
So ist es leider überall - und es nervt Grummel

Aber wie heißt es so schön: Qualität macht den Unterschied Lachen

Wenn die Konsolen top sind und die Spiele nichts taugen, dann brauch man sich das Ding nicht anschaffen :/

Wirtschaftlich gesehen, zumindest.
(17.09.2009 18:11)Exitus schrieb: [ -> ]Bill Gates ist mein Hirte, ich bin das Schaf

Ich dachte ich seh nicht recht, als ich das gelesn habe. Lachen
Woher hast du nur diese tollen Ideen? Gib mir bitte davon ein paar ab. Crazy
als ich diesen Text fertig hatte musste ich plötzlich an den Cola-Krieg denken (Ja es gibt in wirklich: Der Cola-Krieg).
(17.09.2009 18:11)Exitus schrieb: [ -> ]
Der Konsolenkrieg

“Muss das X verbreiten”, “Nieder mit Sony und Nintendo!” oder “Bill Gates ist mein Hirte, ich bin das Schaf” etc.

Was dir alles einfällt Lachen Die Geschichte gefällt mir Zwinker Besonders der Satz mit Bill Gates den Hirten und seine Schäfchen xD
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