Golden Sun Board

Normale Version: Die Rationalität, der Sinn und der Mensch
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Die Rationalität, der Sinn und der Mensch
oder
Finde den Widerspruch!



Der Mensch nennt die Fähigkeit des Denkens, das individuelle Sein und auch verschiedene Gefühle sein Eigen, doch wenn wir uns näher damit auseinanderzusetzen – welche Konsequenzen beherbergen all diese Aspekte?

Man stelle sich ein kleines gemütliches Gässchen vor. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint auf einen herab, ein laue Brise kommt auf; all das während man nichts Böses ahnend im eben jenen, malerischen Gässchen spazieren geht. Wirft man einen Blick voraus, sieht man ein glitzerndes, gar prunkvolles Meer, dessen kleine dezente Wellen sachte und ohne große Hast auf den prachtvollen Sandstrand ebenso mit einer beruhigenden Langsamkeit zerfließen. Man lächelt – es ist ein Lächeln der Zufriedenheit, des Glücks und so schreitet man auch dem Strand entgegen. Kaum ist man auf diesem angelangt, mag man seinen Augen nicht trauen: Eine vollbusige, schlanke junge Frau im knappen Bikini watet anmutig aus dem Meer, direkt auf einem zu. Die Männlichkeit meldet sich zu Wort, erreicht ihren Höhepunkt, als das Prachtexemplar einer Frau noch näher kommt und dicht vor einem steht. Man schließt die Augen, glaubt, sich im Himmel zu befinden, als …

… man einen heftigen und nicht minder deftigen Schlag an der Wange zu spüren bekommt.
„Na Sie verfluchter Halbmacho, macht’s Spaß, kleinen Kindern den Spaß zu verderben? Wenn ich Sie mir mal so ansehe, keimt in mir sowieso der Verdacht auf, dass Sie außer Weibereien den ganzen Tag lang untätig sind. Welcher Idiot trägt denn ultraweite Jogginghosen und Unterhemden?“
Während – und vor allem weil – die junge Frau gerade Luft holt, um weiter auszuholen, wirft man doch mal einen Blick nach unten und siehe da: Ein kleiner Junge, gerade in der Phase zwischen Unglaube und Flennen, schaut ehrfürchtig zu einem herauf, bzw. an dem haarigen Bein, dessen unteres Ende mit beinah unglaublicher Präzision und nur einem Schritt stilvoll eine Schneise der Verwüstung in einer Sandburg angerichtet hat. Auch nachdem diese Erkenntnis nun erst einmal registriert (und gleich danach wieder als unwichtig erklärt und gelöscht wurde) wurde, versucht man, sich noch einmal das Gesagte des Gegenübers zu vergegenwärtigen. Die erwähnten Punkte stimmen zwar, aber eigentlich … ja, eigentlich dachte man immer, das sei so bequem. Was ist also los?

Die Antwort: Jeder von uns nimmt die Welt anders wahr. So wie jeder Mensch verschiedene Hoffnungen hegt, ganz eigenen Träumen nachgeht und seinen ganz individuellen Geschmack hat, so ergeben sich „verschiedene Wahrheiten“ – pro Mensch eine. In jener Situation wurden wir Zeuge eines Zusammentreffens verschiedener Wahrheiten: die der eher oder wenigen unschuldigen unbefangen Bequemlichkeit und der des direkten und kritischen Auftretens.

Es sind vielleicht diese Menschen, die von außen ganz harmlos und unscheinbar wirken, die an folgenden Szenarien schuld sind:

Kommen wir als Allererstes zu etwas völligem Alltäglichen – Schuhe. „Das leidige Frauenthema“, mögen jetzt viele denken, aber ich komme aus einem ganz anderen Grund darauf zu sprechen. Warum, warum nur hat der Mensch Schuhe mit Klettverschluss erfunden, wenn diejenigen, die diese Dinger tragen als Kleinkinder, die zu blöd fürs Schnürsenkelbinden sind, gelten? Eine Einstellung, die ich persönlich nicht im Geringsten nachvollziehen kann. Meines Erachtens ein gutes Beispiel, in denen der menschliche Verstand wohl nur sehr begrenzt arbeitet.

Seien wir mal ehrlich: Welche Nachteile hat Klettverschluss? Mir fällt nur einer ein: nach drei Jahren etwa segnen die Noppen das Zeitliche; wenn man dann allerdings Schnürsenkel in Betracht zieht, hat man die wohl in diesem Zeitraum bereits dreimal ausgewechselt. Verfolgen wir den Gedanken noch weiter: was genau bringen uns Schnürsenkel?

• Der Knoten löst sich immer exakt dann, wenn man’s am wenigsten braucht.
• Egal, wie fest man den Knoten bindet oder wie viele man flechtet – sie halten nicht!
• Irgendwann wird man es leid, zu binden. Das Ergebnis sind verdreckte Bänder, die nicht gerade ansehnlich wirken.
• Nach einiger Zeit darf man sich vermutlich neue Senkel kaufen, weil die Dinger im Vergleich zum Klettverschluss nur eine sehr begrenzte Lebensdauer haben.

Und jetzt wüsste ich gern, aus welchem Grund Klettverschluss so verpönt ist. Er ist praktisch, hat eine längere Lebensdauer, verdreckt nicht, entsprechende Schuhe hat man schnell angezogen – trotzdem wird er immer mehr verdrängt.
Wie gesagt – ein gutes Beispiel, in dem die menschliche Intelligenz völlig versagt.

Wo wir doch schon bei Intelligenz sind, wie sieht es eigentlich mit Nachdenken aus? Dazu werfen wir einen Blick auf die Musikindustrie, besser gesagt auf ein paar Talente aus Berlin. Ich bin mir sicher, dass jeder weiß, wen ich meine – denken denn diese Kerle überhaupt nach, was sie da aus sich herauspressen? Und vor allem … sind sich deren Anhänger überhaupt im Klaren, welchen Unsinn sie ihren Ohren aussetzen? Ich bezweifle es. Frauendiskriminierende Texte, die weiblichen Zuhörern gefallen – und das in Zeiten der Emanzipation. Lächerlich?

Nun … ja. Aber ich finde ja, dass es noch sehr viel schlimmer kommt. Man sehe sich doch moderne Gedichte an, diese Erscheinungsformen, die sich kein bisschen reimen. Was soll das eigentlich sein? Irgendwas Sinnloses kann jeder schreiben, manche verpacken es ganz hübsch (oder versuchen es zumindest) und verdienen ihr Geld damit, aber die neuartige Form der Dichtung ist … ja … „dämlich“ fiele mir als Erstes ein. „Unkreativ“ noch, „Zeit-, Speicherplatz- bzw. Papierverschwendung“ auch – der Sinn will sich mir jedoch nicht so recht erschließen. Wenn unsere Dichterväter wüssten, was viele von uns tagtäglich verbrechen, stünden die Toten wieder auf und das Tor zur Hölle öffnete sich.

Ein Mysterium für sich sind auch bestimmte Markenprodukte, um nicht zu sagen der allseits bekannte, verhasste als auch beliebte iPod. Die Existenzberichtigung dieser Marke habe ich auch noch nicht so ganz verstanden – die Verarbeitungsqualität ist nun wirklich nichts Besonderes, die Batterielaufzeit ist der der Konkurrenzprodukte unterlegen, iTunes-Pflicht, die Datentransferrate kreucht nur so dahin, dennoch erfreut sich die Marke großer Beliebtheit. Als ob das nicht genug wäre, kann man seit einiger Zeit das iPhone für eine Wagenladung Asche erwerben. Da ich von Geburt an ein sehr neugieriger Mensch bin, habe ich mich ein wenig über die Verarbeitung des neuartigen Mobiltelefons informiert und siehe da: sehr hochwertig sei das verarbeitete Material ja nicht und, um ehrlich zu sein, ich habe nichts anderes erwartet.

Ich kaufte mir vor einem Jahr einen iPod Video mit 80 GB Speicherkapazität; ich habe lange darauf gespart. Was passiert? Nach einem Monat verabschiedet sich die Haltenfunktion und macht Urlaub im Nirvana. Gut, dass ich infolge einer Weihnachtserstattungsaktion bei Amazon das Gerät gegen den vollen Kaufpreis eintauschen konnte. Schlecht, dass die theoretische Meinungsfreiheit wieder ein Opfer forderte: meine Produktbewertung. Im Grunde stand nur drin, was ich bereits im vorherigen Absatz erwähnt habe; der nächste Rezensent zweifelt an meinem IQ, nach einer Woche wird mein Kommentar gelöscht. Großartig.

Wie von mir bereits erwähnt, gibt es natürlich verschiedene Wahrheiten – also Ansichten – und jedes Individuum empfindet anders. Marken vermitteln mir kurioserweise den Eindruck, eine eigene Wahrheit zu sein, die andere Wahrheiten in sich verschlingt, nein, assimiliert. Diese Tatsache scheint jedoch nicht besonders viele zu stören, wie sollte man sich sonst den sensationellen Erfolg der „trendsetter“-Marken erklären.

Ein weiteres brisantes Thema ist der Krieg. Krieg wird immer um etwas geführt, in der heutigen Zeit bevorzugt Erdöl. Nicht nur, dass wir in bestimmten Bereichen diesen Stoff ersetzen könnten, wir schlagen uns auch noch gegenseitig die Köpfe darum ein. Die Menschheit ist schon wahrlich eine seltsame Lebensform: wir setzen Material (Geld) über die Selbsterhaltung – aus sonst welchem Grund soll man sich für die Erhaltung des Erdöls und –gas in Bereichen, in denen Substitutionsgut verwendet werden könnte, einsetzen? Mit Rationalität hat das nun bei weitem nichts mehr zu tun, denn wenn erst mal die natürlichen Ressourcen verbraucht sind, sehen wir alt aus.

Falls es wirklich einen Gott geben sollte, er säße irgendwo und sähe uns bei unserer Tollerei zu. Vermutlich könnte er sich kaum halten vor Lachen, welch‘ seltsame Schöpfung er Leben eingehaucht hat. Unterhaltungsfernsehen überflüssig.
Zitat:Falls es wirklich einen Gott geben sollte, er säße irgendwo und sähe uns bei unserer Tollerei zu. Vermutlich könnte er sich kaum halten vor Lachen, welch‘ seltsame Schöpfung er Leben eingehaucht hat. Unterhaltungsfernsehen überflüssig.

Hahaha, ich schmeiss mich wegLolkloppe
Wenn du weiter so gute Sachen machst können wir bald sagen : Unterhaltungsfernsehen überflüssig^^ Deine Storys reichen da komplett zur Unterhaltung aus^^
Exitus verzeih mir, dass ich deinen Text zerstückeln muss ^^""

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Der Mensch nennt die Fähigkeit des Denkens, das individuelle Sein und auch verschiedene Gefühle sein Eigen, doch wenn wir uns näher damit auseinanderzusetzen – welche Konsequenzen beherbergen all diese Aspekte?

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Tatsache ist, es gehört einfach zum Leben dazu und jeder entscheidet für sich, wie er damit umgeht, nicht? ^^
Ist ja nicht so, dass man heutzutage nichts hinterfragen kann ;D

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Man stelle sich ein kleines gemütliches Gässchen vor. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint auf einen herab, ein laue Brise kommt auf; all das während man nichts Böses ahnend im eben jenen, malerischen Gässchen spazieren geht. Wirft man einen Blick voraus, sieht man ein glitzerndes, gar prunkvolles Meer, dessen kleine dezente Wellen sachte und ohne große Hast auf den prachtvollen Sandstrand ebenso mit einer beruhigenden Langsamkeit zerfließen. Man lächelt – es ist ein Lächeln der Zufriedenheit, des Glücks und so schreitet man auch dem Strand entgegen. Kaum ist man auf diesem angelangt, mag man seinen Augen nicht trauen: Eine vollbusige, schlanke junge Frau im knappen Bikini watet anmutig aus dem Meer, direkt auf einem zu. Die Männlichkeit meldet sich zu Wort, erreicht ihren Höhepunkt, als das Prachtexemplar einer Frau noch näher kommt und dicht vor einem steht. Man schließt die Augen, glaubt, sich im Himmel zu befinden, als …

… man einen heftigen und nicht minder deftigen Schlag an der Wange zu spüren bekommt.
„Na Sie verfluchter Halbmacho, macht’s Spaß, kleinen Kindern den Spaß zu verderben? Wenn ich Sie mir mal so ansehe, keimt in mir sowieso der Verdacht auf, dass Sie außer Weibereien den ganzen Tag lang untätig sind. Welcher Idiot trägt denn ultraweite Jogginghosen und Unterhemden?“
Während – und vor allem weil – die junge Frau gerade Luft holt, um weiter auszuholen, wirft man doch mal einen Blick nach unten und siehe da: Ein kleiner Junge, gerade in der Phase zwischen Unglaube und Flennen, schaut ehrfürchtig zu einem herauf, bzw. an dem haarigen Bein, dessen unteres Ende mit beinah unglaublicher Präzision und nur einem Schritt stilvoll eine Schneise der Verwüstung in einer Sandburg angerichtet hat. Auch nachdem diese Erkenntnis nun erst einmal registriert (und gleich danach wieder als unwichtig erklärt und gelöscht wurde) wurde, versucht man, sich noch einmal das Gesagte des Gegenübers zu vergegenwärtigen. Die erwähnten Punkte stimmen zwar, aber eigentlich … ja, eigentlich dachte man immer, das sei so bequem. Was ist also los?

Okay... es gibt die Sorte Mensch, die einfach nichts so richtig bekümmern kann und quietschvergnügt einen Tag zum nächsten hineinleben - ohne groß sich Gedanken über irgendetwas zu machen, versteht sich. Gehirn ausschalten und Action! Selbst wenn es heißt von einem Fettnapf zum anderen treten zu müssen xD"

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Die Antwort: Jeder von uns nimmt die Welt anders wahr. So wie jeder Mensch verschiedene Hoffnungen hegt, ganz eigenen Träumen nachgeht und seinen ganz individuellen Geschmack hat, so ergeben sich „verschiedene Wahrheiten“ – pro Mensch eine. In jener Situation wurden wir Zeuge eines Zusammentreffens verschiedener Wahrheiten: die der eher oder wenigen unschuldigen unbefangen Bequemlichkeit und der des direkten und kritischen Auftretens.

Rischtisch Lachen

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Es sind vielleicht diese Menschen, die von außen ganz harmlos und unscheinbar wirken, die an folgenden Szenarien schuld sind:

Schuld...? Hm... :/

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Kommen wir als Allererstes zu etwas völligem Alltäglichen – Schuhe. „Das leidige Frauenthema“, mögen jetzt viele denken, aber ich komme aus einem ganz anderen Grund darauf zu sprechen. Warum, warum nur hat der Mensch Schuhe mit Klettverschluss erfunden, wenn diejenigen, die diese Dinger tragen als Kleinkinder, die zu blöd fürs Schnürsenkelbinden sind, gelten? Eine Einstellung, die ich persönlich nicht im Geringsten nachvollziehen kann. Meines Erachtens ein gutes Beispiel, in denen der menschliche Verstand wohl nur sehr begrenzt arbeitet.

Seien wir mal ehrlich: Welche Nachteile hat Klettverschluss? Mir fällt nur einer ein: nach drei Jahren etwa segnen die Noppen das Zeitliche; wenn man dann allerdings Schnürsenkel in Betracht zieht, hat man die wohl in diesem Zeitraum bereits dreimal ausgewechselt. Verfolgen wir den Gedanken noch weiter: was genau bringen uns Schnürsenkel?

• Der Knoten löst sich immer exakt dann, wenn man’s am wenigsten braucht.
• Egal, wie fest man den Knoten bindet oder wie viele man flechtet – sie halten nicht!
• Irgendwann wird man es leid, zu binden. Das Ergebnis sind verdreckte Bänder, die nicht gerade ansehnlich wirken.
• Nach einiger Zeit darf man sich vermutlich neue Senkel kaufen, weil die Dinger im Vergleich zum Klettverschluss nur eine sehr begrenzte Lebensdauer haben.

Und jetzt wüsste ich gern, aus welchem Grund Klettverschluss so verpönt ist. Er ist praktisch, hat eine längere Lebensdauer, verdreckt nicht, entsprechende Schuhe hat man schnell angezogen – trotzdem wird er immer mehr verdrängt.
Wie gesagt – ein gutes Beispiel, in dem die menschliche Intelligenz völlig versagt.

Ironie lässt grüßen! xD
Ist der Klettverschluss einmal dreckig, verstaubt, was-weis-ich, klettet er nicht mehr. Wäscht man die Schuhe, klettet er erst recht nicht mehr xD
3 Jahre haltbar? Ich kringel mich gerade xDDD
Herrlich! :´D Ich glaub, ich hatte da immer was falsch gemacht Zwinker

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Wo wir doch schon bei Intelligenz sind, wie sieht es eigentlich mit Nachdenken aus? Dazu werfen wir einen Blick auf die Musikindustrie, besser gesagt auf ein paar Talente aus Berlin. Ich bin mir sicher, dass jeder weiß, wen ich meine – denken denn diese Kerle überhaupt nach, was sie da aus sich herauspressen? Und vor allem … sind sich deren Anhänger überhaupt im Klaren, welchen Unsinn sie ihren Ohren aussetzen? Ich bezweifle es. Frauendiskriminierende Texte, die weiblichen Zuhörern gefallen – und das in Zeiten der Emanzipation. Lächerlich?

*zustimmend nick*

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Nun … ja. Aber ich finde ja, dass es noch sehr viel schlimmer kommt. Man sehe sich doch moderne Gedichte an, diese Erscheinungsformen, die sich kein bisschen reimen. Was soll das eigentlich sein? Irgendwas Sinnloses kann jeder schreiben, manche verpacken es ganz hübsch (oder versuchen es zumindest) und verdienen ihr Geld damit, aber die neuartige Form der Dichtung ist … ja … „dämlich“ fiele mir als Erstes ein. „Unkreativ“ noch, „Zeit-, Speicherplatz- bzw. Papierverschwendung“ auch – der Sinn will sich mir jedoch nicht so recht erschließen. Wenn unsere Dichterväter wüssten, was viele von uns tagtäglich verbrechen, stünden die Toten wieder auf und das Tor zur Hölle öffnete sich.

Uno momento oO! Das trifft nicht auf alle Jungdichter zu.
Aber es stimmt, was ich manchmal in der Buchhandlung gesehen habe und "Dichtung der Neuzeit" nennt, ist schlichtweg s-c-h-r-o-t-t Suspekt

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Ein Mysterium für sich sind auch bestimmte Markenprodukte, um nicht zu sagen der allseits bekannte, verhasste als auch beliebte iPod. Die Existenzberichtigung dieser Marke habe ich auch noch nicht so ganz verstanden – die Verarbeitungsqualität ist nun wirklich nichts Besonderes, die Batterielaufzeit ist der der Konkurrenzprodukte unterlegen, iTunes-Pflicht, die Datentransferrate kreucht nur so dahin, dennoch erfreut sich die Marke großer Beliebtheit. Als ob das nicht genug wäre, kann man seit einiger Zeit das iPhone für eine Wagenladung Asche erwerben. Da ich von Geburt an ein sehr neugieriger Mensch bin, habe ich mich ein wenig über die Verarbeitung des neuartigen Mobiltelefons informiert und siehe da: sehr hochwertig sei das verarbeitete Material ja nicht und, um ehrlich zu sein, ich habe nichts anderes erwartet.

Ich kaufte mir vor einem Jahr einen iPod Video mit 80 GB Speicherkapazität; ich habe lange darauf gespart. Was passiert? Nach einem Monat verabschiedet sich die Haltenfunktion und macht Urlaub im Nirvana. Gut, dass ich infolge einer Weihnachtserstattungsaktion bei Amazon das Gerät gegen den vollen Kaufpreis eintauschen konnte. Schlecht, dass die theoretische Meinungsfreiheit wieder ein Opfer forderte: meine Produktbewertung. Im Grunde stand nur drin, was ich bereits im vorherigen Absatz erwähnt habe; der nächste Rezensent zweifelt an meinem IQ, nach einer Woche wird mein Kommentar gelöscht. Großartig.

Mainstream? Oh ja Lachen
Ist ne tolle Sache sich da verleiten zu lassen *hust*

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Wie von mir bereits erwähnt, gibt es natürlich verschiedene Wahrheiten – also Ansichten – und jedes Individuum empfindet anders. Marken vermitteln mir kurioserweise den Eindruck, eine eigene Wahrheit zu sein, die andere Wahrheiten in sich verschlingt, nein, assimiliert. Diese Tatsache scheint jedoch nicht besonders viele zu stören, wie sollte man sich sonst den sensationellen Erfolg der „trendsetter“-Marken erklären.

*zustimmend nick*

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Ein weiteres brisantes Thema ist der Krieg. Krieg wird immer um etwas geführt, in der heutigen Zeit bevorzugt Erdöl. Nicht nur, dass wir in bestimmten Bereichen diesen Stoff ersetzen könnten, wir schlagen uns auch noch gegenseitig die Köpfe darum ein. Die Menschheit ist schon wahrlich eine seltsame Lebensform: wir setzen Material (Geld) über die Selbsterhaltung – aus sonst welchem Grund soll man sich für die Erhaltung des Erdöls und –gas in Bereichen, in denen Substitutionsgut verwendet werden könnte, einsetzen? Mit Rationalität hat das nun bei weitem nichts mehr zu tun, denn wenn erst mal die natürlichen Ressourcen verbraucht sind, sehen wir alt aus.
Gegen wir mal weiter: die Ozonschicht. Statt nach einer sinnvollen Lösung zu suchen, das Ozon an den Löchern irgendwie künstlich wiederherzustellen, müssen wir irgendwelche komischen Maßnahmen ergreifen, die wirklich rein gar nichts dazu beiträgt, was zu ändern oO Naja...

(17.09.2009 18:14)Exitus schrieb: [ -> ]Falls es wirklich einen Gott geben sollte, er säße irgendwo und sähe uns bei unserer Tollerei zu. Vermutlich könnte er sich kaum halten vor Lachen, welch‘ seltsame Schöpfung er Leben eingehaucht hat. Unterhaltungsfernsehen überflüssig.
*lach* Lolkloppe
Referenz-URLs