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Normale Version: Schubladendenken und übertriebene Erwartungshaltungen
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Nach langer Zeit wieder eine Textproduktion von mir, diesmal ist sie ein Kommentar. Tut mir leid, dass ich so lange nichts Neues schrieb, aber mir war erstens nicht danach und zweitens hatte ich keine guten Ideen. Zurzeit sind noch eine Kurzgeschichte und das zweite Kapitel von Abgrund in der Mache, ich weiß aber nicht, wann ich diese veröffentliche. Nun, viel Spaß mit dem folgenden Text!



Schubladendenken und übertriebene Erwartungshaltungen


Man macht es sich schon einfach als Durchschnittszocker, wenn man sich von Videospielmagazinen diktieren lässt, welche Genres existieren und welche Spiele in welche Schublade passen müssen. Passen diese nicht ganz in eine bestimmte Kategorie, so gelten sie als minderwertig, weil Kriterien, "die einfach ein Spiel eines bestimmten Genres haben muss", nicht erfüllt werden. Es liefe letzten Endes darauf hinaus, selbst nachzudenken, eine Tätigkeit, der viele bereits seit Jahren nicht mehr nachgehen; wozu auch: Schubladendenken und die niemals neutrale Meinung der Videospielredakteure, einer der großen Übel auf diesem Planeten, erleichtern das Bilden des eigenen Standpunkte geradezu ungemein. Besonders schwer haben es Spiele, die Teil einer etablierten Reihe sind und von einem namhaften Unternehmen programmiert werden; Änderungen des Spielablaufs und der -mechanik werden nicht nur übel genommen, sondern sind für die meisten Grund genug, aus völliger Verblendung und Ignoranz auf Biegen und Brechen das vorliegende Stück Software mit zumeist irrationalen und deswegen absurden Argumenten in Grund und Boden zu stampfen. Man könnte also durchaus die allgemein gültige Behauptung aufstellen, dass der typische Zocker konservativer als der Vatikan ist und sich wohl heute noch für Folter gegen -- in ihren Augen -- "Verbrechen an die gesamte Videospielreihe" ausspricht. Nun, man muss auch Namen nennen, und dazu nehme ich am besten zwei aktuelle Titel:

Final Fantasy XIII. Genauso gut hätte ich "alle Final-Fantasy-Teile ab VIII" schreiben können; das Spielen von Final Fantasy VII bewirkt anscheinend eine Verkümmerung der grauen Zellen, anders kann ich mir mittlerweile die daraus resultierende Kritik an jedem Folgetitel nicht mehr erklären. Das größte Ärgernis scheint zu sein, dass Cloud und Sephiroth, ein introvertierter, emotional schwach wirkender Elitesoldat und eine wahnsinnige Tötungsmaschine, zumindest genau diese Charakterformen, keinen Folgeauftritt mehr verzeichnen können. Squall aus VIII etwa wird als "Emo" bezeichnet, völlig ungeachtet seiner Charakterentwicklung, und Tidus als quirlige Nervensäge, der für den typischen Mit-Cloud-würde-ich-am-liebsten-ins-Bett-Menschen wohl zu viele Charakterfacetten aufweist. Gefiel den FF-VII-Jüngern schon das "blöde" Draw-System in VIII nicht, so war das Sphärobrett in X der Anfang aller Welten Ende, denn man hatte ganz plötzlich freie Entscheidungswahl bei der Charakterentwicklung und war nicht mehr am simplen Stufenaufstieg gebunden. Klar, dass das so manchen Hirnzwerg geistig überforderte, denn diese fordern immer wieder aufs Neue die Wiedereinführung des Materia-Systems, das Optimum der Ausrüstungshandhabe in Rollenspielen, zumindest in ihren Augen. Der aktuelle Sündenpfuhl SquareEnix‘ ist Final Fantasy XIII. Nicht nur wurde es gewagt, auf ein alternatives Stufensystem wie dem Sphärobrett zurückzugreifen, nein, es gibt obendrein noch wenige Städte! Und da hört es für viele, die sich selbst wahrscheinlich als „eingefleischte Rollenspieler“ bezeichnen, auf, das Schubladendenken greift erneut. Ist das denn noch ein Rollenspiel? Egal, wie das Spiel auch insgesamt wirken mag, das Fehlen von für den Großteil als absolute Pflicht angesehene Elementen macht das ganze Spiel schlechter, auch wenn man es an sich vermutlich nicht einmal kennt, denn derzeit geben die allermeisten westlichen „eingefleischten Rollenspieler“ nur den Quark aus Japan wieder, also nicht ihre eigene Meinung. Oft, so scheint mir, gefällt genau denjenigen der neueste Teil der Serie nicht, die sich bereits mit X nicht anfreunden konnten, und fast immer wird das Spiel an einzelnen Punkten aufgehängt und ausgebuht; ob das Gesamtbild stimmig ist, erfährt man so gut wie gar nicht. Hauptsache, man kann mit dem Strom mitlaufen und bei den Hasstiraden mit einstimmen. Wer weiß, vielleicht ist das Spiel wirklich so schlecht, wie vielerorts behauptet wird, doch solange man das Spiel selbst nicht kennt, gibt es keinerlei Grund, sich darüber auszulassen.

Mass Effect 2 hat genau das gleiche Problem. Bioware hat viele Schwächen des Erstlings ausgemerzt, sprich das völlig unübersichtliche und oft überladene Inventar entfernt, die Kämpfe dynamischer, taktischer und abwechslungsreicher gestaltet und das sehr ermüdende und monotone Erkunden der einzelnen Planeten durch einen schnell durchführbaren Scanvorgang ersetzt. Nun haben Zwangscholeriker das Problem, dass sie sich mit einem Hybriden aus Rollenspiel und Shooter konfrontiert sehen, der in sich stimmig ist, aber nicht so recht in eine Schublade passen will. Lächerliche Argumente wie „Rollenspiele sind erst dann Rollenspiele, wenn man 90 % aller Kämpfe mit Worten lösen kann“, „Ohne richtigem Inventar kommt kein Rollenspiel aus“ oder „Mass Effect 2 ist kein Mass Effect, weil man keine wüsten Planetenoberflächen völlig frei erkunden kann“ sind verbreitet und stellen die Intelligenz des Schreibers eindrucksvoll zur Schau. Besonders gefällt mir der erstgenannte Punkt; dieser Mensch muss es wirklich schwer haben mit den allermeisten Rollenspielen, vor allem mit fernöstlichen. Dass in Mass Effect 2 ein Science-Fiction-Universum glaubhaft dargestellt wird, das sogar den bereits sehr umfangreichen Kodex des Vorgängers noch einmal um ein gutes Stück erweiterte und somit weitere interessante Fakten über das Leben in diesem Universum liefert, erwähnen die Kritiker nicht. Stark wettert ein ganz bestimmter Redakteur eines ebenso bestimmen Onlinevideospielmagazins, der, komme, was da wolle, auf Gedeih und Verderb gegen Spiele hetzt, vor allem gegen diejenigen mit großen Namen. Das wäre nun nicht weiter tragisch, wenn nicht so viele Leser ohne Kenntnisse des Spiels grundlos zustimmten und damit ihren Götzen weiterhin anbeteten. Ein gutes Beispiel dafür war auch der Test zu Gothic 3, der einen weiteren Abgrund menschlichen Fanatismus‘ enthüllte – das Mitläufertum blüht.

Nun wird nicht nur gegen Spiele im Besonderen, sondern auch gegen solche im Allgemeinen gehetzt, und damit meine ich nicht die hanebüchene und einzig und allein für den Wahlstimmenfang von Politikern angefangene „Killerspieldebatte“. Wer von uns hat folgende Aussage noch nicht vernommen: „Hach ja … die Spiele heutzutage sind alle so einfach, früher war alles besser, weil der Schwierigkeitsgrad noch Blut und Schweiß forderte.“ Abgesehen von der Genauigkeit dieser Aussage (Welche Spiele genau? Welche Videospielära ist gemeint?) stimmt sie schlicht und ergreifend nicht. Es gab, gibt und wird immer einfache und schwere Spiele geben. Punkt. Falls einem ein aktuelles Spiel zu einfach ist, sollte man den nächsthöheren Schwierigkeitsgrad wählen, und kann erst dann meckern, wenn man sich selbst auf dem allerhöchsten noch unterfordert fühlt. Mit „die heutigen Spiele“ sind wohl Gelegenheitsspielertitel gemeint oder solche, die nicht die Möglichkeit eines wählbaren Schwierigkeitsgrad anbieten. Zugegeben, diese kann man öfters mit Leichtigkeit durchspielen, aber die gab es selbst in der 8- und 16-Bit-Ära; daran trägt erneut das Mitläufertum Schuld. Einer gibt seine eigene Meinung zum Ausdruck, hunderte andere stimmen ihm zu, um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen oder weil sie sich für genauso elitär halten. Das nächste Mal, wenn jemand über den Schwierigkeitsgrad heutiger Spiele klagt, sollte man ihn fragen, welches er meint, welche Abschnitte er außen vorließ und welchen Schwierigkeitsgrad er wählte. Ich vermute, das wäre für die meisten äußerst peinlich.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich die Mehrheit der Zocker ihr Schubladendenken und den Hang zum Mitläufertum dringend abgewöhnen und lernen müssen, eine eigene Meinung zu bilden. Es ist schade, aber nicht verwunderlich, dass sich engstirniges Denken so breit gemacht hat, denn letzten Endes spiegelt das nur unsere Gesellschaft als Ganzes wider. Mensch, habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Nun, um dem Mitläufertum mal zu fröhnen: Toller Text, hat mir gut gefallen.
Ein ernster Text, der das Problem aber durchaus auf den Punkt bringt. Jedenfalls meiner Meinung nach Zwinker

Ehrlich, seh ich eigentlich ziemlich genauso. Ein Fakt ist zumeist eben diese Erwartungshaltung. Manche Spieler wollen bei bestimmten Titeln eben gewisse Details. Wenn diese nicht da sind und der Zocker dadurch großen Spielspaß einbüßen würde, wäre es ja okay, wenn auf das Spiel verzichtet. Dazu sind Spieltests ja da, um auch so was zu schildern. Dass aber nun so viel ausgelassen wird (stimmiges Gesamtbild, Details, die den nun mal leider so gar nicht objektiven Tester nicht interessieren, und auch noch vermeintlich unwichtige Sachen), ergibt mit der Massenbeeinflussbarkeit ein recht negatives Ergebnis. Viele Spieletester sind meiner Meinung nach auch nicht wirklich qualifiziert dafür. Und besonders schlimm sind eben diese Hasstiradenanhänger, die gern mal was im Eifer des Gefechts weglassen, weil sonst die Hetze gar nicht mehr aufgeht ... oder weil ihnen gar nicht bewusst war, dass da ja tatsächlich was Positives gewesen war ... was natürlich eh völlig unnütz integriert worden ist, da die "wichtigen" Hauptfaktoren ja fehlen oder zumindestens verbockt wurden.
Spieletests sind dazu da, einem bei der Entscheidung zu helfen, das Spiel zu erwerben oder nicht. Keinesfalls sollten sie die Meinung bilden, was letztendlich ja auch gar keine ist.

Zum Thema FF7: Mal ehrlich, so göttlich ist das Spiel nicht. Die Figuren sehen gewöhnungsbedürftig aus, die Musik ist auch nicht besser als in späteren Spielen (auch wenn es ein paar wirklich gute Stücke gibt), die Geschichte wird durch eine verworrene und unvollständige Inszenierung kaputt gemacht, und das Materiasystem ist zwar schön, aber nicht ultimativ. Der Schwierigkeitsgrad im Pflichtspiel ist eigentlich eher leicht (wenn man sich nicht zu blöde anstellt), und von der Charakterpräsentation fang ich gar nicht erst an, nur dass sie am meisten unter der mageren Inszenierung der Geschichte leidet. FF8 und FF9 können beide, auf ihre Weise, locker mit dem Spiel mithalten, FF8 ist meiner Meinung nach besser, aber das ist eben nur meine Meinung.

Generell kommt es oft vor bei mir, dass ich mich durchaus täuschen lassen von Spielkommentaren, die entweder zu viel versprechen oder unnötig niedermachen. Schade eigentlich, ich würde ja gerne andere Meinungen beachten, aber zu oft musste ich merken, dass es für die Katz ist, sodass ich mir lieber (mitunter mühsam) selber die Meinung bilde.
Respekt Exitus, ein sehr schöner Text der zur heutigen "Zocker-Zeit" passt Ok

Das mit den Genres kann ich nur zustimmen.
Beliebsteste Kathegorien wären ja ~ laut Einteilung~ Adventures & Rollenspiele.
Die einen schwören darauf, dass es nichts besseres gibt als diese Spielereihen und die anderen sind manchmal recht skeptisch, weil die oft "hereingefallen" sind, wie sie so schön sagen.
Andere Spiele, welche dann auch anderer Genres angehören, werden weniger beachtet. Echt schade, wenn man bedenkt, dass diese Einstellung einem schon die Erwartungen zu neuen Spielen des "geliebten" Genres extrem hochschraubt.

Diesen Magazinen traue ich schon lange nicht mehr. Ich sehe mir zwar gewisse Kriterien an, ja, aber ich schenke diesen nicht sofort Glauben, egal ob das Spiel negativ oder positiv gewertet wurde.
Manchmal sammle ich sogar viele Bewertungen von Spielern zusammen, damit ich die verschiedenen Meinungen sehen kann. Das trägt zu einem kleinen Teil meiner Entscheidung bei, ob ich mir dieses Spiel kaufe oder nicht.
Aber genau da ist der Knackpunkt!
Als Käufer hat man die Angst, ein Spiel nicht mehr loszuwerden, wenn es einem nicht gefällt und es letztendlich als "Geldverschwendung" zu betrachten.

Jetzt stellt sich mir gleich die Frage:
Kann ein Spiel wirklich SO schlecht sein?
Gibt es wirklich NICHTS positives daran?

Noch dazu kommt, dass ich persönlich ganz anders an meine Auswahl von Spielen herangehe. Mir ist es wichtiger, wie ein Spiel durchdacht wurde - nur leider findet man diese Information nicht wirklich in so manchen Kommentaren :/ Daher gilt es zwischen den Zeilen zu lesen.


Ach ja: Ich hoffe doch, dass man als Durchschnittszocker mit der gleichen Meining wie andere Spieler, nicht gleich als "Verblendeter Mensch mit Schubladendenken und keiner eigener Meinung" bezeichnet wird o_0""""
Das fände ich ein wenig zu arg, besonders, wenn man das Spiel besitzt oO
(10.02.2010 14:53)Marisa schrieb: [ -> ]Ach ja: Ich hoffe doch, dass man als Durchschnittszocker mit der gleichen Meining wie andere Spieler, nicht gleich als "Verblendeter Mensch mit Schubladendenken und keiner eigener Meinung" bezeichnet wird o_0""""
Das fände ich ein wenig zu arg, besonders, wenn man das Spiel besitzt oO
Hab ich so auch nicht geschrieben. Zwinker

Seltsam, ich habe eigentlich erwartet, von den meisten hier in der Luft zerfetzt zu werden. Na, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Lachen
(10.02.2010 19:36)Exitus schrieb: [ -> ]
(10.02.2010 14:53)Marisa schrieb: [ -> ]Ach ja: Ich hoffe doch, dass man als Durchschnittszocker mit der gleichen Meining wie andere Spieler, nicht gleich als "Verblendeter Mensch mit Schubladendenken und keiner eigener Meinung" bezeichnet wird o_0""""
Das fände ich ein wenig zu arg, besonders, wenn man das Spiel besitzt oO
Hab ich so auch nicht geschrieben. Zwinker

Seltsam, ich habe eigentlich erwartet, von den meisten hier in der Luft zerfetzt zu werden. Na, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Lachen

Warum glaubst du das? Ist doch wahr, was du geschrieben hast. Wenn dich jem in der Luft zervetzen würde, dann nr, weil er mit der Wahrheit nicht klar kommt. Und da gibt es hier ja wohl eher wenig. Oder sie zeigen es nicht.Schleimer
Prinzipiell muss man eigentlich sagen, dass jeder Videospieltest objektiv betrachtet ad absurdum ist. Es kann kein Videospielredakteur der Welt einem Menschen "aufschwatzen", wieviel Prozent Spaß man am Spiel hat, da das persönliche Empfinden von einem Zocker zum nächsten variiert. Des Weiteren lässt sich so etwas mit Sicherheit nicht an anhand einer zahlenmäßigen Wertung festmachen. "An diesem Spiel werdet ihr leider nur 70% Spaß haben" - für wen halten sich diese Schwachmaten? Meine Brüder haben bestimmt 2 Jahre lang immer wieder NBA Hangtime für N64 gespielt und sie hatten einen Mordsspaß damit und das zum Trotz der 48%, die das fachkundige Magazin N-Zone dafür vergab.

Ich muss mich auch immer über das "Schubladendenken" der Redakteure wundern, die bei ihren Lesern von "eingefleischten Genrefans" (eine schon übertriebenst oft verwendete Floskel, die darüber hinaus bei den kommentierten Videos der beigelegten Heft-DVD immer heftigst übelst klingt) ausgehen. Ich wette darauf, dass sich annähernd jeder Zocker als erstes Gedanken über die Thematik eines Spiels macht. Quasi: Worum geht es in dem Spiel eigentlich. Danach lässt sich sagen, ob einen das Spiel anspricht und nicht, ob man Erfahrungspunkte sammelt oder ein Inventar hat.

@Exitus: Meiner Meinung nach hast du mit deinem Text sehr ins Schwarze getroffen und es gibt für mich keinen Grund dich "in der Luft zu zerfetzen" (auch wenn ich es könnte, muahahahahahahaha...haha...ha...hust...räusper...Crazy ). Ich würde sogar einen Punkt deines Textes weiterführen. Denn es ist wahr, jedes Final Fantasy nach VII kam scheinbar nicht mehr an den göttlichen Teil rund um Cloud ran. Ein Problem, mit dem sich auch die Mario-Reihe seit Super Mario 64 und auch die Zelda-Reihe seit The Legend of Zelda - Orcarina of Time rumplagt. Auch jene beiden Spiele scheinen von ihren Nachfolgern unerreicht. Dabei muss man doch einfach folgendes sagen: Damals mit dem Einstieg in die dritte Dimension haben natürlich die ersten Spiele die damaligen Redaktuere so begeistert, dass das Überraschungsmoment den nachfolgenden Spiele nicht mehr zur Verfügung stand.

Was sollen die Entwickler denn machen? Eine vierte Dimension erfinden?
Mal so viel zur Prozentwertung: Hab NFS Underground 1 und 2 fürn GB. Und was soll ich sagen? NFS1 find ich deutlich besser, obwohl NFS2 in der Fachpresse deutlich besser abgeschnitten hat (83% statt 70%).

Klar ist auch, dass jeder Spieler eine andere Auffasung von Spielen hat, so wird manch ein Mädchen mehr Spaß an einem Barbiespiel mit 30% Testwertung finden als an einem ernsten Strategiespiel mit 90% Wertung. Ich persönlich sehe die Zahlen auch kaum mehr als Wertungszahlen für das Spiel.

Da muss einfach jeder selbst wissen, was er gerne zockt, und wenn möglich anspielen. Klar, wenn man nach Bauchgefühl kauft hat man immer mal ein Spiel dabei, das man nicht mag, aber andererseits findet man dann auch mal unter 10 € - Spielen den ein oder anderen Schmöker an dem man doch etwas Zeit verbringt.
Sehr schöner Kommentar, wie gewohnt auf höchstem Niveau Smile
Hast schon recht, selbst ein sehr seriöses PC-Magazin wie die GameStar, kann letztendlich bei Spieletests nur eingeschränkt urteilen. Als ich den Text hier gelesen habe, ist mir wieder bewußt geworden, wie sehr ich mich doch auch durch solche Tests, insbesondere dann durch die Endwertung, beinflussen lasse.
Tja, um dem Entgegen zu wirken, wäre es natürlich ratsam, jeden für sich in Frage kommenden Titel selbst anzuspielen und sich dann ein eigenes Urteil zu bilden. Bei mir spielt aber vor allem das Geld eine Rolle, dass ich genau das nicht machen kann. Ich hab einfach nicht das Geld zur Verfügung, um mir 10 Spiele im Monat zu holen, sodass ich schon gucken muss, bei welchem Spiel ich denn nun am meisten Spaß habe und greif dementsprechend auf die Tests von GameStar u.a zurück.
Meinen Vorrednern kann ich ohne Bedenken zustimmen, dass Spiele jedem unterschiedlich viel Spaß bringen und das trotz niedrigen Wertungen der Fachpresse.

Wie gesagt, schöner Text und es macht echt immer Spaß die zu lesen, also bitte mehr davon :P
(10.02.2010 19:36)Exitus schrieb: [ -> ]
(10.02.2010 14:53)Marisa schrieb: [ -> ]Ach ja: Ich hoffe doch, dass man als Durchschnittszocker mit der gleichen Meining wie andere Spieler, nicht gleich als "Verblendeter Mensch mit Schubladendenken und keiner eigener Meinung" bezeichnet wird o_0""""
Das fände ich ein wenig zu arg, besonders, wenn man das Spiel besitzt oO
Hab ich so auch nicht geschrieben. Zwinker

Seltsam, ich habe eigentlich erwartet, von den meisten hier in der Luft zerfetzt zu werden. Na, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Lachen

Das würde niemand wagen, da du unser Forengott bist Crazy
Spass beiseite, dein Text ist wiedermal unheimlich gut geschrieben
, macht mir immer Spaß, deine gesellschaftskritischen
"Kurzromane" zu lesen Smile
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