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Kingdom Hearts: Worlds Reunion Force - Die Golden Sun Saga
#1
Hier mal ein Teil einer FF von mir!
Eigentlich ist es ein Multicrossover mit Schwerpunkt auf Kingdom Hearts und eigenen Elementen, jedoch ist ein längerer Teil Golden Sun vorbehalten, den ich hier reinschreibe.
Natürlich kommt auch der Link zur kompletten Story dazu. Es ist bisher nur ein kleiner Teil, denn mit dem GS-Part hab ich erst heute angefangen und werfe ihn hier sozusagen als "Appetithappen" hin.
Wenn es euch gefällt, stell ich die anderen Parts auch noch rein.
Dazu muss ich sagen: Die Story ist schon zwei Jahre als und die ersten Kapitel sind, meiner Meinung nach sehr schlecht. Die späteren aber besser, haltet durch xD

Die komplette Story auf Myfanfiction:

http://www.myfanfiction.de/texte/kingdom...86645.html


Der Golden Sun Part nur für euch Ok :

Die Welt Weyard: Eine große, flache Welt, auf einem umhertreibenden Kometenbruchstück, bevölkert von unzähligen wundersamen Geschöpfen.
Die Gaia-Wasserfälle rauschen an den Rändern Weyards herab, hinein in das Nichts unter dem Kometen.
Blühendes Land, eiskalte Landschaften und brennende Wüsten bedecken die Oberfläche der Kontinente, ein Ort vielfältige Lebens....
Und doch.....
Die Welt treibt auf ihr Ende zu, schleichend....kaum bemerkbar...
doch schon bald werden die Bewohner Weyards sich entscheiden müssen, ob sie ihre Welt retten oder den sicheren Untergang herbeiführen wollen...



Der Seegang war gut, die Sonne schien und weiße Schäfchenwolken waren am Himmel über der östlichen See zu erkennen.
Das alte Schiff mit dem Drachenkopf fuhr an der Grenze des Kontinentes Gondowan entlang. An dessen Südspitze, der sie sich näherten, gab es einen Weg zu ihrem Ziel, der westlichen See.
Durch eine gigantische Flutwelle vor kurzem hatte sich der Kontinent Indra zwischen Gondowan und den anderen Kontinent Osenia geschoben und die Schifffahrtwege blockiert. Doch eine kleine Schneise existierte wohl noch.
Die Besatzung des Schiffes bestand aus Ivan, einem kleinen Jungen mit blonden Haaren, der einen grünen Umhang und einen hölzernen Stab bei sich hatte.
Mia, eine junge Frau mit türkisfarbenen Haaren, in eine weiße Robe gekleidet stand am Bug des Schiffes und hielt einen weißen Stab, mit einem Ankh-Symbol an der Spitze.
Ein weiteres Mitglied war der kräftig gebaute Garet, ein siebzehnjähriger Jugendlicher mit spitzen, rotbraunen Haaren, der ein enges, rotes Oberteil trug.
Auf seinem Rücken hing eine Breitaxt und die Hände steckten in fingerlosen Stulpen.
Der Steuermann war ein Junge im selben Alter, mit blonden, stachligen Haaren, der, zusätzlich zu seiner blauen Tunika noch einen unverwechselbaren, langen und gelben Schal trug.
Isaac trug ein Breitschwert auf dem Rücken, mit silberner Klinge und einer braun gefärbten Blutrinne.
Dieses kostbare Schwert hatte er auf seiner Reise errungen und liebevoll, nach seiner besonderen Kraft "Gaia-Klinge" genannt.

Einem Außenstehenden mochten diese vier wie ahnungslose Jugendliche erscheinen.... doch hinter ihnen steckte weit mehr, als man denken mochte.
Sie waren Adepten, besondere Menschen, erfüllt von den vier Elementen der Welt Weyard.
Isaac, ein Venus-Adept gebot über die Kraft der Erde und der Pflanzen.
Garet war ein Mars-Adept und gebot daher über die Macht des Feuers.
Ivan war mit dem Wind im Bunde, ein Jupiter-Adept und Angehöriger eines lange verschwundenen Volkes...
Mia war eine Wächterin ihres Clans hoch im Norden, eine Merkur-Adeptin und somit Herrin des Wassers.
Und die vier hatten eine Mission: Den Untergang der Welt zu verhindern, den eine Gruppe Unruhestifter herbeizuführen suchte....

Diese Gruppe versuchte, die vier elementaren Leuchttürme, die auf Weyard verstreut waren, zu entzünden. Doch das durfte niemals geschehen.
Als die Welt vor vielen tausend Jahren noch von der allmächtigen Alchemie erfüllt gewesen war, hatte diese enorma Macht beinahe den Untergang herbeigeführt, weshalb diese Kraft versiegelt worden war und zwar in eben jenen Türmen.
Doch nun wollten ihre Feinde die Leuchtfeuer entfachen und die Alchemie wieder freisetzen!
Saturos und Menardi, die beiden Angehörigen des bösartigen Mars-Stamms im Norden hatten auf der Venus Turmspitze ihr Leben lassen müssen, doch ihre Verbündeten waren entkommen, womit nun bereits zwei Leuchtfeuer brannten!
Felix und Cosma, weitere Adepten hatten die beiden Krieger unterstützt, außerdem hatten sie Isaacs und Garets Freundin Jenna und ihren Lehrmeister Kraden entführt....
Dann war da noch Mias Cousin Alex, der die Fäden hinter Saturos und Menardi gezogen hatte....

"Glaubt ihr, wir kommen vor der westlichen See nochmal in ein Dorf?" fragte Garet laut, um das Wellenrauschen zu übertönen.
"Warte, ich sehe nach!" bot Mia an und zog eine Karte aus ihrem Rucksack.
"Lass es, Mia!" gebot Ivan und lehnte sich gegen die Reling des Drachenbootes. "Garet will sich nur wieder den Bauch vollschlagen!"
"Garnicht wahr!" rief dieser, doch sah dabei recht ertappt aus.
"Garets Bauch hin oder her." kam es von Isaac. "Wir brauchen neue Vorräte....."
"Dann ist's ja gut, denn wir kommen tatsächlich nochmal an einer kleineren Stadt vorbei!" prahlte Mia und deutete mit den Zeigefinger auf einen Punkt am südlichsten Ende Gondowans. "Eine Hafenstadt namens Sheppa, nicht sehr groß..."
"Aber groß genug, um auf einer Weltkarte verzeichnet zu sein." verbesserte sie Ivan, gut gelaunt und sah wieder zur weit entfernten Küste hin.
"Hurraaa!" jubelte Garet und machte Luftsprünge vor Glück. "Endlich nochmal richtig reinhauen!"
"Sag ich doch....." Ivan grinste verschmitzt, beim Anblick des, sich freuenden Gefährten.
"Fresssack...." murmelte Mia, doch musste ebenso schmunzeln.

Langsam näherte sich ihr Schiff der Küste, das Abendrot zeigte sich über der Gebirgskette im Inneren Gondowans und verriet das baldige Eintreffen der Nacht.
"Da drüben sind die Lichter von Sheppa!" rief Mia aufgeregt und deutete auf eine Reihe heller Lichter, ganz in der Nähe, hinter einer großen Klippe.
"Endlich, ich bin totmüde..." murmelte Garet und zur Bestätigung gähnte er einmal ausgiebig...
"Das wird eine ruhige Nacht...." sagte auch Isaac erleichtert und ließ sich schlapp und seelig grinsend am Steuerrad herabhängen....
Sie wurden aus ihrer Ruhe gerissen, als ein lautes Tosen zu vernehmen war.
Sie wandten den Blick in alle Richtungen, bis Ivan auf der Wasseroberfläche die Reflektion eines hell leuchtenden Objekts beobachtete, das aus dem Himmel geflogen kam.
"Da oben!" schrie er, als ein starker Wind ihm durch die Haare fuhr.
Unter den Blicken der vier Adepten flog die Lichtkugel auf die Küste zu und landete weit dahinter mit einem ohrenbetäubenden Knall und einer großen Lichtexplosion.....
"Was....war das bloß?" fragte Mia fassungslos.
"Ein...Meteor?"
"Einer, der leuchtet?" fragte Isaac skeptisch.
"War ja nur eine Idee...." brummte Garet.
"Wirklich....unglaublich......"
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
Antworten
#2
So, die Fortsetzung des ersten Golden Sun - Kapitels, namens "Böses Erwachen". Ich hoffe, er gefällt euch und ich habe die Figuren so dargestellt, wie man sie sich vorstellt:

Die Herberge im Hafenviertel Sheppas war an diesem Abend gut besucht. Im Pub, über den diese Herberge verfügte, berieten die vier Adepten sich über ihr weiteres Vorgehen.
Natürlich war der leuchtende Meteor, der über die Stadt hinweggezischt war, an diesem Abend das Hauptthema unter den Besuchern.
Einige Abenteurergruppen waren unter ihnen, die die Einschlagsstelle schon am nächsten Morgen besuchen wollten, sehen, was sich dort befand und ob man es zu Geld verarbeiten konnte....
"Was meint ihr? Sollen wir auch einmal hin?" fragte Ivan neugierig und nippte an seinem Glas Orangensaft.
"Ausgeschlossen!" beschloss Mia. "Wir verfolgen Felix und die anderen, klar? Je eher wir den nächsten Leuchtturm erreichen, desto eher holen wir sie ein! Wir können hier nicht herumtrödeln!"
"Ach, was soll's?" fragte Garet gleichgültig und kippte einen großen Schluck Bier herunter. "Sieh's doch mal so, Mia! Man braucht die Elementarsterne um die Leuchtfeuer zu entfachen! Selbst wenn Felix also den Jupiterturm aktiviert, den Marsstern haben wir! Das letzte Leuchtfeuer muss also warten, bis wir da sind! Wir finden ihn so oder so."
"Garet, du bist und bleibst ein Hornochse!" sagte Mia.
"Aber je eher wir Felix und die anderen finden, desto besser stehen die Chancen....." murmelte Isaac nachdenklich. "Stell dir vor, wenn sie uns kurz vor dem Mars-Leuchtturm noch den Stern abnehmen können...."
"Najaaa....." Garet schien nicht mehr ganz so überzeugt.
"Abgesehen davon, Garet..." begann Ivan. "Ist die Sache nicht ganz so einfach. Mit jedem Leuchtturm, der aktiviert wird, wird das Gleichgewicht der Mächte erschüttert! Venus und Merkur stehen sich neutral gegenüber, deshalb sind die Auswirkungen noch nicht so groß, aber wenn Jupiter und Merkur eine Symbiose eingehen, wird es viel kälter werden!"
"Dann könnte theoretisch nur noch der Mars-Leuchtturm das Gleichgewicht wiederherstellen und genau den dürfen wir ja nicht aktivieren..."
"Also kommt der Weltuntergang schon, wenn sie den Jupiter-Leuchtturm entfachen??" fragte Garet schockiert.
"So weit würde ich nicht gehen..." sagte Ivan. "Aber das Leben würde auf jeden Fall etwas unangenehmer werden....aber seht es mal so!"
Die drei spitzten die Ohren.
"Felix ist doch mit Kraden unterwegs oder?"
"Jaa...." stimmte Isaac zu. "Und?"
"Nun, ganz einfach! In Indra sagte man uns, dass Felix uns noch nicht weit voraus sein kann und er muss diese Route hier genommen haben. Und wenn dieser Kraden nur halb so neugierig ist, wie ihr sagtet, wird er doch darauf bestehen, den Krater des Meteors zu untersuchen oder?"
"Also könnten wir sie dort treffen!" erkannte Garet triumphierend.
"Ich weiß ja nicht...." murmelte Isaac skeptisch. "Bist du sicher?"
"Halloooo!" Garet verpasste seinem Freund eine freundschaftliche Kopfnuss. "Wir reden hier von Kraden! Den kann nichtmal Felix aufhalten, wenn er was wissen will!"
Isaac seufzte geschlagen. "Also gut.....also besuchen wir morgen die Einschlagstelle des Meteors......."


Der Marsch über die Hügel Sheppas war angenehm. Keine Monster unterwegs und Sonnenschein, so stellte man sich einen Spaziergang vor.
Jedoch wich dieses beschauliche Bild einer Szenerie des Jammers, als sie ihr Ziel erreichten.
Vor ihnen erstreckte sich ein riesiges Loch, das der Himmelskörper in die Felder gerissen hatte, mindestens 50 Meter tief und steil abfallend.
Viele Schaulustige hatten sich bereits um den Krater versammelt doch in keinem erkannten sie bekannte Gesichter....
"Na toll, der ganze Trip umsonst..." sagte Isaac ungehalten. "Wir haben kostbare Zeit verloren!"
"Jetzt reg dich mal ab!" beschwichtigte ihn Garet.
"Wo wir schonmal hier sind, können wir uns das Ding auch mal ansehen." pflichtete Ivan dem Rothaarigen bei.
"Aber wie kommen wir da runter?" fragte Mia. "Die ganzen Schaulustigen lassen einen nichtmal in die Nähe des Kraterrandes kommen...."
"Hehe, was denkt ihr, wozu wir einen Venus-Adepten bei haben?" prahlte Garet und klopfte dem unwilligen Isaac auf die Schulter.
"Ah!" rief dieser empört und funkelte Garet unwillig an. "Wegen diesem Ding so ein Aufruhr....wir verlieren wertvolle Zeit, Leute!"
"Ach komm schon! Jetzt sind wir hier und das könnte durchaus interessant sein!" bettelte Ivan mit Hundeblick und Isaac ließ sich seufzend auf eine Zurschaustellung seiner Kräfte ein.
Er erzeugte eine steinerne Treppe, die tief in die Erde führte.
"Kommt, ich kann die Treppe erst erweitern, wenn wir näher am Ende sind... Erdkräfte sind nicht unendlich weitreichend."
Mit diesen Worten ging er hinein in den Tunnel, gefolgt von seinen Freunden.

Tageslicht tauchte vor ihnen auf, als Isaac die letzte Gesteinsschicht hinwegriss und sie sich am Rande des Loches befanden.
"Die haben wohl die Treppe entdeckt..." sagte Garet schmunzelnd, als er in den Tunnel hinein horchte, aus dem aufgeregte Stimmen drangen.
Wortlos riss Isaac das Gestein wieder an seinen Platz. Das würde die neugierigen Nasen aufhalten.
"Also, wo ist nun das Objekt unserer Begierde?" fragte Ivan neugierig und sah sich in der Umgebung um, in der immernoch dichter Staub umherwirbelte....
"Zieht euch lieber ein Tuch vor den Mund, sonst kriegt man hier überhaupt keine Luft..." keuchte Isaac überrascht und riss sich den Schal vor's Gesicht.
"Da drüben!" rief Garet aufgeregt und deutete auf eine leuchtende Stelle, mitten im Gewimmel des Staubs, weit hinten...
"Dann mal los und passt auf, wo ihr hintretet! Der Boden ist ziemlich uneben!" mahnte Mia und folgte Ivan, dessen Forscherdrang ihn als erstes zu dem Meteor trieb....

Der "Meteor" war kein Meteor... es war eine kleine, in sanftem Grün schimmernde Kugel, auf der ein archaisches Symbol eingraviert war.... Sie leuchtete so hell, dass es fast schon blendete....
"Was....ist das nur?" fragte Mia beeindruckt. "Sie kann nicht natürlich entstanden sein!"
"Aber sie kam doch aus dem All oder?"
"Wer weiß? Vielleicht auch nicht?" mutmaßte Isaac und bemerkte erschrocken, wie Ivan die Hände nach dem magischen Objekt ausstreckte.
"Ivan, nein!"
Doch bevor der Angesprochene auf ihn hören konnte, wurde das Leuchten mit einem Male so grell, dass sie sich die Hände vor das Gesicht reißen mussten.
So bemerkte allerdings niemand, wie aus ihr zwei Beine und zwei Arme sprossen, sowie ein Kopf mit braunen, spitzen Haaren.
Als Körper fertig war und mit einer grünen, mit dem Symbol verzierten Tunika versehen war, verblasste das Licht....
Der Junge mit den braunen Haaren fiel zu Boden, bewusstlos.....
"Ach du heilige....." hauchte Garet fassungslos, der die Arme zuerst herunter genommen hatte. "Leute, seht euch das an! Das gibt's nicht!"
Nach und nach trauten sich auch die anderen, ihre Augen wieder zu öffnen und keiner der vier konnte sich einen Reim auf das machen, was da gerade geschehen war.....
"Wer....ist das?" fragte Mia beunruhigt und ging neben dem Kopf des Jungen, der so alt sein musste, wie sie, auf die Knie und tastete nach seinem Puls...
"Er lebt....ich denke, dass er nur bewusstlos ist...."
"Sowas erlebt man wirklich nicht alle Tage..." gab Isaac skeptisch zu.
"Sollten wir ihn nicht fort schaffen?" schlug Ivan vor und erntete empörte Blicke von den anderen dreien.
"Wir kennen ihn doch garnicht! Wir können ihn nicht einfach mit auf's Schiff nehmen! Was, wenn er ein Alien oder so ist?" fragte Garet aufgebracht, doch Ivan winkte diesen Einwand mit einer stummen Geste ab.
"Red nicht immer so einen Kokolores, Garet! Er ist ein Mensch, das sieht man doch!"
"Und es geht ihm nicht gut!" Mia sprang ihrem kleinen Freund zu Hilfe. "Ich kann ihn hier doch nicht liegen lassen!"
"Also schön, wir nehmen ihn vorerst mit!" rief Isaac schnell, um Ausschreitungen zu verhindern.
"Wir legen ihn in eine Koje und wenn er aufwacht, kann er uns alles erzählen. Dann kann er ja sehen, wo er hin will..."
"Ist alles, was ich wollte!" feixte Ivan und warf Garet einen verschmitzten Blick zu.
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#3
So, hier kommt der dritte und letzte Teil des ersten Aktes.

Im nächsten Kapitel macht sich die Bande dann zum Jupiter-Leuchtturm auf!
Rezensionen erwünscht! Will ja sehen, ob's euch gefällt.




Sie lagen nun bereits einen Tag im Hafen von Sheppa vor Anker und Garet verlor langsam die Nerven.
"Mann, wann wacht diese Schlafmütze endlich auf???" rief er wütend und lief an Deck auf und ab, während Ivan kleine Kringel in die Luft malte und gelangweilt auf dem Kopf der Drachen-Galleonsfigur.
Isaac und Mia kamen aus dem Innenraum des Schiffes heraus, sahen beide reichlich entnervt aus und setzten sich zu den beiden.
"Was Neues?" fragte ivan, nach Neuigkeiten lechzend.
"Nein, nichts...." antwortete Mia leise und stützte ihren Kopf auf ihre Hände auf. "Er redet im Schlaf. Immer Dasselbe: Xion, Tsuya, Nein oh nein und Arc..."
"Keine Schimmer, was das heißen soll...." ergänzte Isaac resigniert.
"So, wie er spricht hat er eine Menge hinter sich." sagte Mia weiterhin. "Ich bin nicht sicher, ob..."
Ivan und Garet unterbrachen sie unabsichtlich, als sie beide perplex Richtung Eingang deuteten.
Isaac und Mia drehten sich schnell um, nur um den rätselhaften Burschen mit der braunen Mähne dort stehen zu sehen, an den Türrahmen gestützt und sich den Kopf haltend, als habe er Schmerzen....
"D-Du bist wach??" rief Isaac fassungslos und zum ersten Mal sah der Junge auf.
"Wo....Wo bin ich?" fragte er mit schwacher Stimme, die so klang, als habe er sie lange nicht mehr gebraucht.
Sofort war Mia bei ihm und stützte ihn. "Du solltest noch nicht aufstehen!!"
Der Fremde sah ihr mit mattem Gesichtsausdruck ins Gesicht. "Sag schon....wo....wo bin ich?"
"In Sheppa." antwortete Isaac ihm, doch da rauschte Ivan bereits an ihm vorbei. "Woher kommst du? Bist du von Weyard?? Wie heißt du?"
"Weyard?" fragte der Junge. "Was ist Weyard? Und ich heiße Ryan...."
Die vier warfen sich nervöse Blicke zu..... Entweder er litt unter totaler Amnesie oder er kam tatsächlich nicht von dieser Welt....
"Weyard ist diese Welt." erklärte Mia ihm geduldig. "Du stehst darauf!"
"Die....Welt heißt also Weyard....." wiederholte er und nickte schwach. "Also gut...."
"Und woher bist du??" fragte Ivan neugierig weiter. "Etwa aus dem legendären Anemos im Himmel?"
"Ivan, jetzt lass ihn doch mal zu Atem kommen!" Garet hielt den aufdringlichen Zwerg zurück und gab dem Fremden namens Ryan die Gelegenheit, zu sprechen.
"Ich komme aus.....ach, das würdet ihr mir eh nicht glauben..."
"Versuch's einfach....Klingt fair, nachdem wir dich einen Tag lang verpflegt haben." Isaac verschränkte argwöhnisch die Arme, während der Junge seufzte.
"Also schön....." murmelte er und setzte sich, an den Türrahmen gelehnt, auf den Boden. "Eigentlich darf ich mit Außenstehenden nicht über meine Herkunft sprechen, aber ich schätze, ich habe momentan einfach keine Wahl....ich komme von einer Welt namens Erde, unvorstellbar weit weg von hier."
"Ich wusste es!!" rief Ivan aufgeregt, doch bevor er weiter sprechen konnte, hatten ihn Isaac und Garet bereits zum Schweigen gemahnt.

In der nächsten Stunde erzählte Ryan den Vieren die unglaublichsten Geschichten, von den Weltenwächtern, die über ähnliche Elementarkräfte verfügten, wie die Adepten Weyards, doch viel breiter gefächert, vom Arc, der Organisation, dessen Anführer Ryan gewesen war, von einem mächtigen Feind namens Sphäros und schließlich seiner beabsichtigten Rückkehr in seinen Körper.
Unter den staunenden Blicken der Adepten, sagte er weiter: "Aber...irgendwas muss schief gelaufen sein....als....als ich in meinen Körper zurückkehren wollte, habe ich eine finstere Präsenz gespürt....ich...ich weiß nicht genau, ich glaube, es war...mein Schatten...."
"Der, der durchgedreht ist?" fragte Garet hastig und Ryan nickte.
"Er muss diese kleine Pause abgepasst haben....ich weiß nicht, was danach geschehen ist....aber jetzt bin ich hier....mit diesem Ding...." Er hielt die kleine, güne Kugel den anderen entgegen.
"Das ist ein Weltenwächterorb." kommentierte er. "Sie verleihen uns ihre Kräfte....dieser trägt das Zeichen des Lebens, es ist einer der großen Orbs, die die Realität selbst verkörpern. Meine Freunde müssen ihn gesucht haben, um mich wieder zu erwecken..."
"Aus ihm ist gestern dein Körper entstanden." sagte Mia behutsam und hatte immernoch eine Hand auf Ryans Schulter gelegt.
"Sie wird einen Körper für meinen Geist erschaffen haben, damit ich mich bewegen kann...bis dahin war ich in der Kugel gefangen." sagte er nachdenklich. "Das erklärt, wieso ich über keine meiner alten Kräfte mehr verfüge....ich habe vorhin, als ich aufgewacht bin, versucht, einen Vortex in meine Welt zu öffnen, aber ich habe es nicht gekonnt...alle Kräfte sind weg....."
Er streckte prüfend seine Hand aus, doch keine Waffe erschien darin, wie er es gewohnt war...
Er seufzte resigniert.....
"Und...gibt es keine Möglichkeit, in deine Welt zurückzukehren?" fragte Isaac erstaunt und doch mitfühlend.
"Ich wüsste keine..." antwortete Ryan. "Aber....vielleicht doch, kann ja alles sein..."
"Er kann doch solange mit uns reisen!" schlug Garet plötzlich vor und schnell waren alle Köpfe ihm zugewandt.
"Meinst du?"
"Naja, die Chancen stehen für ihn doch besser, wenn er bei uns ist oder?" sagte er. "Wir kommen immerhin ziemlich viel 'rum, da wird sich doch ein Weg finden lassen oder seht ihr das anders?"
"Nun......"
"Das wäre toll." sagte Ryan dankbar und lächelte matt, immernoch geschwächt durch die lange Reise und durch den neuen Körper.
"Also schön, ich hab nichts dagegen." sagte Isaac, Mia und Ivan nickten bestätigend.
Damit stand es fest. Der Alien würde die Vier auf ihrer gefahrvollen Reise erst einmal begleiten.
Ryan stand lächelnd auf und reichte ihnen nacheinander die Hand, doch Garet wies sie ab.
"Das machen wir hier ganz anders, Junge." meinte er grinsend und streckte die Hand aus, in die Mitte ihres Kreises. Die anderen drei legten ihre Hände auf die seine und warteten nun nur noch auf Ryan.
Dieser legte auch seine dazu, froh über die rasche Aufnahme in den Kreis der vier Freunde und über diesen Gruß, der ihn so sehr an die kameradschaftlichen Reihen der Weltenwächter erinnerte.....
"Auf gute Zusammenarbeit!"


Das lemurianische Schiff mit dem Drachenkopf preschte durch hohe Wellenkämme, während der Wind die Segel aufblähte und die Sonne ihnen auf den Schädel brannte.
Ein Tag war seit Ryans Erwache vergangen. Die südliche Spitze Gondowands hatten sie passiert und befanden sich nun mitten in der westlichen See, wobei sie darauf achteten, immer in Sichtweite der Küste zu bleiben, um in diesem unbekannten Terrain nicht die Orientierung zu verlieren.
Ryan hatte sich in dieser Zeit interessiert mit den Karten von Weyard beschäftigt und äußerte sich verwundert über die Beschaffenheit des Kometen.
Ivan hatte ihn entgeistert angestarrt, als er dem Haufen eröffnet hatte, dass viele Welten rund seien, wie eine Orange!
Was ihn bei dieser Betrachtung besonders interessierte, war die Frage, woher denn bitte das ganze Wasser kam, das in Massen über die Gaia-Fälle stürzte, denn irgendwann hätte es doch eigentlich mal ausgehen müssen.
Darauf hatte ihm jedoch niemand eine Antwort geben können...

"Und dorthin sind wir unterwegs." sagte Mia, die dem, noch geschwächten Ryan keine Sekunde von der Seite wich und deutete mit dem Zeigefinger auf einen kleinen Kontinent, direkt westlich von Gondowan.
"Das ist Atteka, dort steht der Jupiter-Leuchtturm."
Ryan sah auf. "Glaubt ihr denn, dass dieser Felix noch versuchen wird, die Türme anzuzünden? Habt ihr nicht gesagt, er sei vom Venus-Turm herabgestürzt?"
"Als wir in der östlichen See gekreuzt sind, haben wir immer wieder Geschichten über ihn und seine Gruppe gehört." sagte Isaac, der am Steuer stand. "Eine Fünfergruppe, bestehend aus ihm, Cosma, unserer Freundin Jenna und dem Gelehrten Kraden....dann war da noch dieser blauhaarige Typ dabei...sicher Alex...."
"Glaubst du wirklich, Felix würde sich auf diesen widerlichen Typen einlassen?" fragte Garet, etwas ungläubig.
"Auf Saturos und Menardi hatte er sich auch eingelassen." antwortete Ivan für Isaac, was Garet einlenken ließ.
Ryan kombinierte. "Also hat die andere Gruppe auch Adepten jedes Elementes? Und dieser Alex scheint wohl ein recht mächtiger Vertreter des Elementes Wasser zu sein."
"Er kann Sachen, von denen ich nichtmal wusste, dass das geht!" rief Garet zur Bestätigung.
Mia nickte. "Ich weiß nicht, wie er an dieses Wissen gelangt sein kann...."
Ryan lachte abfällig. "Nun, jetzt bin ich ja da! Da wird er sich warm anziehen müssen!"
"Oh jaa, ein Junge ohne Psynergie-Kräfte wird eine große Hilfe sein!"
"Ich kann kämpfen, Garet." sagte Ryan kühl. "Auch mit dem Schwert, wenn ihr mir eines besorgen könntet. Dich würde ich jedenfalls locker in die Tasche stecken."
"Ohoooo!"
"Wie auch immer!" rief Mia laut, um den Streit zu unterbrechen und fuhr fort. "Wenn wir Atteka erreicht haben, müssen wir die Südspitze umschiffen und am östlichen Rand entlang. Da ist ein Flusslauf, der recht weit in den Kontinent hinein führt. Von da aus kommen wir zu Fuß schnell voran."
"Dann können wir Felix ja noch einholen, bevor er den Turm erreicht!" rief Mia hoffnungsvoll, doch Isaac blieb skeptisch.
"Er hat einen recht großen Vorsprung.... ich hoffe, ihr habt Recht..."
Während die vier weiter debattierten, nutzte Ryan den Moment, in dem er mal nicht Mias Aufmerksamkeit "genoss" und begab sich zum Bug des Schiffes....
Nachdenklich ließ er den Blick über die Wellen schweifen.
Die Gedanken waren bei seinen Freunden zu Hause.... So viel hatten sie auf sich genommen... der Kampf gegen Sphäros...die Suche nach einem Weg, ihn zurückzuholen...und nun hatte sich seine wahnsinnige, finstere Hälfte seines Körpers bemächtigt.....
Wie es ihnen wohl ging? Und ob seine Freunde noch lebten?
Verzweiflung machte sich in seinem Körper breit....
Wie sollte er nur jemals einen Weg zurück finden? Er saß in dieser rätselhaften Welt fest und würde ohne seine Kräfte einen Kampf ausfechten, der nicht sein eigener war...
"Ich brauch jetzt wirklich verdammt viel Glück......"


Ende von Akt 1
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
Antworten
#4
Hallooo, liebe Leser!
Nach langer Pause (*hust*) mal wieder ein Kapitelbruchstück, diesmal aus dem zweiten Kapitel der GS-Saga, welches den unglaublich kreativen Namen "Der Jupiter-Leuchtturm" trägt.
Von diesem ist jedoch in diesem Teil noch nicht wirklich die Rede, aber seht selbst:


~~Der Jupiter-Leutturm~~
-Part 1-

Seit einer halben Stunde stocherte Ryan mit dem Ruder im Dunkeln herum.
Hin und wieder stieß er mit dem langen Pfahl gegen die Felswand, was ein klackendes, widerhallendes Geräusch erzeugte, welches durch das Echo vielfach reflektiert wurde.
Vor ihm, so wusste er, tat Garet dasselbe, während Isaac und Ivan auf der linken Seite des Schiffes saßen und ihrerseits mit ihren Rudern den Rumpf von den Felsen fernhielten.
Die Laternen boten nur dürftige Sicht in dem steinernen Tunnel, den sie durchquerten, weshalb die Jungs, zusätzlich zu Mia, die das Steuer übernahm, den Koloss einigermaßen unbeschadet hindurchstochern mussten.
"Wie lang ist dieser verdammte Tunnel eigentlich?" hörte Ryan Garet weiter vorne fluchen.
"Die Rede war von zwei bis drei Meilen." antwortete ihm Isaac.
"Gefühlte Zehn..." fügte Ryan hinzu, was ihm von den anderen einen kurzen Lacher einbrachte.
"Mal ehrlich, gibt es keinen bequemeren Weg nach Contigo?" maulte Garet weiter.
"Momentan nicht..." erwiderte Ivan. "Die Leute in der Siedlung an der Flussmündung heute morgen haben gesagt, dass sich vor der Bucht von Contigo große Riffe aufgetürmt haben, gleich nach dem Erdbeben."
"Verdammter Venusturm......" Garet knurrte vor sich hin. "Ich meine, mal ehrlich! Wie lange wurde dieser Tunnel schon nicht mehr benutzt?"
"Hör endlich auf, zu nörgeln!" brummte Ryan missmutig. "Ich hör schon seit Tagen nichts anderes von dir! Entweder, es ist zu heiß oder zu kalt, zu nass, zu trocken...eben war's dir noch zu hell!"
Daraufhin wurde Garet natürlich erst recht böse. "Erzähl du mir nicht, was ich tun soll, klar? Du hast mir garnichts zu sagen, du...du Alien!"
"Leute!" rief Isaac beschwichtigend. "Könnt ihr euch mal benehmen?"
"Ich hab's nicht nötig, mich von einem Hohlkopf wie dir herumkommandieren zu lassen, klar?" rief nun Ryan wieder und schon bald war der Streit wieder im Gange.
Die drei anderen hatten dieses Theater in den letzten Tagen häufiger mitgemacht (aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass sich Cain mit so ziemlich jedem Feuerkrieger anlegt) und würden es wohl noch einige Male mitmachen, denn Ryan und Garet hatten es aufeinander abgesehen.
Es hatte damit begonnen, dass Garet ihm, mehr aus Unwissenheit, denn Bösartigkeit seine Portion weggefuttert hatte und Ryan ihm das seitdem vorhielt. Dabei ging er nicht etwa so scherzhaft, gar zierlich vor, wie etwa Mia oder Ivan, welche beide in ihren Witzen noch etwas Feingefühl verbargen, nein. Er nutzte für die Bestrafung des Frevels seine typische Cain-Manier, was widerum Garet ihm sehr übel nahm.
Isaac hatte die Rolle des Vermittlers bereits aufgegeben, als das bedrohliche Geschaukel des Schiffes ihm dann doch zu viel wurde.
Doch seine geplante Standpauke wurde bereits im Keim erstickt, denn in diesem Moment schrie Mia: "Ryan, pass auf!"
Ein Krachen, gefolgt von einem lauten Platschen verriet ihnen, dass Ryans Ruder gebrochen sein musste und eine darauffolgende Erschütterung des ganzen Kahns riss sie von den Füßen.
"Was ist passiert??" fragte Ivan erschrocken, während Isaacs Stöhnen zu hören war. "Alles in Ordnung?"
"....Kopf angeschlagen..." murmelte dieser. "Und bei euch?"
"Bin in Ordnung...."
"Ich auch." antwortete Ryan. "Mist.....das tut mir Leid, Leute....."
"Garet?" fragte Mia vorsichtig. "Wo bist du??"
Als keine Antwort kam, schnappte sich jeder hastig eine der Laternen. "Verdammt, der ist uns runtergefallen!" rief Ryan entsetzt. "Wenn er sich den Kopf angeschlagen hat und ohnmächtig ist!!"
"Hey!!! Ryan, bist du...???"
Zu spät: Der Junge sprang über Bord, um im finsteren Wasser nach seinem Mitstreiter zu suchen....
"Könnt ihr was sehen?" fragte Ivan kreidebleich und schwenkte die Laterne über den Rand des Schiffes, um irgendetwas erkennen zu können.
Leider hatten die gemeinsamen Versuche der drei, die beiden über Bord Gegangenen zu finden keinen nennenswerten Effekt und Mia machte sich bereits stillschweigend Vorwürfe, nichts unternommen zu haben.
Plötzlich kam das erleichternde Platschen und sie hörten Ryan dort unten rufen: "Ich....Ich hab ihn! Ich glaub, er ist bewusstlos! Zieht uns hoch!"
"Gott sei Dank!" rief Ivan erleichtert und sah Isaac zu, der ein Stück aus der Tunnelwand absplittern ließ, es unter die beiden Schiffbrüchigen lenkte und sie damit hoch zog.
"D-Danke...." Ryan zitterte heftig, das Wasser in dieser Finsternis war eiskalt.
WÄhrend also Ivan los eilte, um Decken für die beiden zu holen, deckte Isaac im Schein der Laterne das Loch in der Bordwand mit dem Matsch ab, den er aus dem Brocken formte, damit das Schiff nicht vor der nächsten Stadt unterging.
"Jetzt aber bloß raus aus dieser Todesfalle..." murmelte er und wies Mia an, den Antriebsmechanismus des Schiffes wieder in Gang zu setzen.
Begleitet von einem befreienden Gefühl der Erleichterung hielten sie auf den Ausgang der Passage zu....

Aus dem letzten Loch pfeifend erreichte das uralte Schiff den kleinen Hafen in der Stadt namens Contigo, die inmitten großer, malerischer Canyons lag.
Die Passage war in einen großen Fluss gemündet, der aus den Bergen ins Meer floss und nun befanden sie sich in einer großen Bucht, in der sich der Hafen befand.
Garet hatte sich von dem Sturz hervorragend erholt und hatte, laut Mia keine Verletzungen davongetragen, was Ryan in dem Moment merkte, als der Rothaarige ihm, unschuldig lächelnd ein Bein stellte, als dieser die Rampe herunter gehen wollte.
Die Folge war, dass der Junge mit einem lauten Schrei ins Hafenbecken stürzte, was Garet mit einem lauten Lachen quittierte, wobei er sich von Mia und den anderen zornige Blicke einfing.
"Hey, das war nur die Retourkutsche!" grinste er und stolzierte selbstgefällig in das Gassengewirr des Hafens....
"Na warte...." knurrte Ryan, als er wieder an Land kletterte. "Das bereust du noch, Freundchen..."

Schnell hatte sich eine Herberge gefunden, die die drei aufnehmen wollte. Die Einheimischen erinnerten Ryan sehr an die Einwohner Mexico-Citys in seiner eigenen, von ihrem Verhalten her und auch von ihrer Kultur.
Das war ihm bereits aufgefallen, als er die Karte studiert hatte. Die Weltkarte von Weyard glich der der Erde in einigen wichtigen Details, so sah der Kontinent Gondowan beispielsweise aus, wie das Afrika seiner eigenen Welt, während Angara, der Kontinent im Norden ein Ebenbild Europas und Asiens war.
Atteka, der Kontinent, auf dem sie sich jetzt befanden, sah zwar nicht so aus, nahm aber offenbar die Stelle Südamerikas ein.
Das konnte doch kein Zufall sein...
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Garet laut verkündete, er würde sich eben kurz erleichtern.
Kaum war der Hüne aus dem Schankraum getreten, packte Ryan, diabolisch grinsend einen kleinen Beutel mit braunem Pulver aus seiner Tasche und streute es langsam in Garets Bier.
"Bist du irre??? Was ist da drin??" keifte Isaac entsetzt.
"Doch wohl hoffentlich kein Gift???" fragte Mia, nicht minder erschrocken.
"Keine Panik!" beschwichtigte Ryan sie grinsend. "Ist ungefährlich! Ein kleiner Schluckauf, mehr nicht! Ich vergifte doch niemanden, haltet ihr mich für irre??"
Als Garet wiederkam und in wenigen Zügen den Krug leerte, als hätte er seit Monaten nichts mehr zu trinken bekommen, verkniff sich der Schelm das Grinsen und erwartete die Wirkung... es kam kein Schluckauf, dafür rannte der Rotschopf jedoch bald erneut zum Klo, ziemlich hastig und laut stöhnend...
"Ach ja....hab ich vergessen, zu erwähnen, dass das Mittelchen eine leicht abführende Wirkung hat?" fragte Ryan und konnte sein Gelächter nicht mehr zurückhalten.
Nach anfänglichem Zögern stimmte zumindest auch Ivan mit ein, während Isaac und Mia nur resigniert den Kopf schüttelten.
"Wie im Kindergarten...."
"Ich geh ins Bett....."
Isaac warf Geld auf den Tisch. "Warte auf mich, ich komme mit. Sagt Garet, wenn....er von seinem Geschäft wiederkommt...dass wir uns morgen umhören. Vielleicht ist Felix noch nicht hier, aber morgen wollen wir auf jeden Fall mal zum Leutturm."
"Verstanden, Chef!" grinsten die beiden und lachten noch eine ganze Weile weiter.
Als Ryan sich jedoch später mit seinem kleinen Freund zu Bett begeben wollte, hörte er vom Schankraum aus Garets Stimme, die ihm hinterher rief: "Na warte! Irgendwann musst auch DU schlafen! Und dann bin ich da!!"
"Versuch's doch..." grinste er schadenfroh.
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#5
Sooo und weil ich heute so gut drauf bin, folgt auch gleich der zweite Teil. Viel Spaß mit:

~~Der Jupiter-Leuchtturm~~
-Part 2-

Der nächste Tag begann Ryans Meinung nach viel zu früh, als Isaac ihn weckte, indem er ein Kissen nach ihm warf. "In fünf Minuten unten! Beeil dich, wir müssen los!"
Den Ernst in Isaacs Stimme richtig deutend beeilte er sich mit dem Ankleiden und lief, drei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe in den Schankraum hinunter.
"Bin da!!"
Das erste, was ihm entgegenschlug, war lautes Gelächter seiner Freunde und der anderen Gäste im Raum...
"Was...ist denn?" fragte er verwundert und ahnte doch bereits längst, was los war... "Oh nein..."
"Garet!!" rief Mia, halb empört, halb belustigt und bedeutete Ryan, einmal in den Spiegel hinter dem Tresen zu sehen....
Hatte dieser verdammte Kerl ihm doch tatsächlich ein Geisha-Gesicht gemalt, komplett in weiß, mit roten, schmalen Lippen und blau geschminkten Augen!
"Das...kriegst du wieder...." knurrte er mit einem herausfordernden Grinsen, als ihm Mia überraschend mit einem Schwall Wasser das Gesicht säuberte.
Prustend wischte er es sich trocken, wollte sich bereits beschweren, als Isaac ihn anfuhr: "Könnt ihr den Kinderkram mal lassen? Wir haben ein Problem!"
Die vier hörten ihm zu. "Ich hab mich in der Stadt umgehört, ob die Leute Felix und die anderen gesehen haben. Sie sind schon gestern morgen, bevor wir hier hergekommen sind, abgereist. Sie haben dieselbe Passage genommen wie wir und sind zu Fuß weiter zum Leuchtturm."
"Dann haben die einen Tag Vorsprung??" fragten die drei Jungs im Chor und ihr Anführer nickte bestätigend. "Bisher ist ja offensichtlich nichts passiert, also haben wir wohl noch Zeit. Wenn wir uns beeilen, sind wir schnell am Leuchtturm."
"Ich kann es kaum erwarten..." seufzte Ivan. "Aber....ich hab auch schlechte Neuigkeiten..."
"Erzähl." ermutigte ihn Mia und er setzte zur Antwort an. "Ich war heute im Hafen und hab die Arbeiter gefragt, wie es um unser Schiff steht."
"Und?" wollten die drei wissen und tauschten bereits unbehagliche Blicke.
"Sie sagen, wir hätte Glück gehabt, überhaupt hierher gekommen zu sein! Das Schiff war schon unglaublich alt, als wir es in Lalivero damals übernommen haben und das Loch im Rumpf hat die Schäden nur noch verstärkt...Weiter kommen wir damit ganz sicher nicht mehr..."
Das saß. Betroffen ließ Isaac sich zu Boden sinken und Mia wendete den Blick ab.
"Dann sitzen wir hier fest..." murmelte sie besorgt.
Isaac nickte nur.
Doch Ryan unterbrach die Stille. "Hey! Kann mir mal einer sagen, wieso ihr so schlecht drauf seid?"
Bevor Garet zu einer wütenden Antwort ansetzen konnte, sprach er einfach weiter. "Wir halten diese Leute doch sowieso am Jupiter-Leuchtturm auf! Was brauchen wir da noch ein Schiff? Chartert eben auf 'ner Fähre, die euch zurück nach Angara bringt! Jetzt kommt endlich, wir müssen los! Oder habt ihr euch die Sache schon wieder anders überlegt??"
Die vier Adepten tauschten kurze Blicke, ehe Garet, sehr zur Verwirrung aller sagte: "Nun....schätze, er hat Recht...."
Nachdem dieser Brocken, nämlich Garets Bereitschaft, Ryan irgendwie Recht zu geben, verdaut war, stand Isaac wieder auf. "Ja! Wir halten sie einfach auf, bevor sie den Leuchtturm entzünden! Dann brauchen wir das Schiff auch nicht mehr!!"
"Nun....so einfach wird es zwar nicht, aber...." meinte Mia, schüchtern lächelnd, doch Garet schnitt ihr das Wort ab. "Und ob das einfach wird! Wir treten Felix kräftig in seinen arroganten Hintern und bringen den Marsstern und den Jupiterstern wieder zurück nach Hause!"
"Wenn wir hier allerdings jetzt weiter herumstehen und uns lobpreisen, wird das nichts." sagte Ivan und zog damit die Aufmerksamkeit der Gefährten wieder auf das Geschehen. "Also los, wir müssen noch ein gutes Stück Weg hinter uns bringen!"
Der Windadept lief voraus, über den großen Marktplatz von Contigo, in dessen Mitte sich ein uraltes Symbol, im Boden eingaviert befand.
Contigo war eine uralte Stadt, das letzte, was von dem legendären Volk von "Anemos" noch übrig war, die einst, im Zeitalter der Alchemie, noch auf Weyard geweilt hatten. Angeblich hatten sie ihre Stadt damals in den Himmel geflogen, die zum Mond geworden war...
Als Ryan den anderen durch die Pfade folgte, die an alten Ruinen vorbeiführten und dem großen Krater, an dem einst die Stadt gestanden haben sollte, bewunderte er die Lebewesen dieser Welt, die so großartige Magie bewirken konnten.
Die Leuchttürme, fliegende Städte, Psynergie.... das alles erschien ihm so bekannt, so vertraut... und gleichzeitig so fremd...
Er musste ihre Geheimnisse ergründen, die Geheimnisse der Welt Weyard. Er wusste einfach, dass sie ihm helfen konnten... sie mussten!
Mit diesem Gedanken, seiner einzigen Hoffnung folgte er seinen neuen Freunden in das Innere des Canyons, wo der sagenumwobene Jupiter-Leuchtturm sich befand.... endlich würde er eines dieser kolossalen Bauwerke mit eigenen Augen sehen...


Der Teil des Canyons, in dem der Turm erbaut worden war, war nicht mehr halb so farbenfroh, wie der Rest.
Im Gegenteil, die Felsen waren, in einem tristen Lila, kaum von der Sonne beschienen.
Die Schlucht, in der das Fundament des Turmes ruhte, war von einem dichten Dschungel bewachsen, der ebenso dunkel und trist wirkte, wie der Fels, während die unmittelbare Umgebung des Gebäudes aus hohem Gras bestand, das vom heftigen Wind hier unten umherwirbelte.
Ein gewundener, zerklüfteter Steinpfad führte von unten hinauf zum Eingang, welcher offen stand und über keine Türflügel verfügte.
"Unglaublich....." Ryan hatte den Kopf tief in den Nacken gelegt und starrte, zutiefst beeindruckt an der Außenwand empor. "Einfach unglaublich...sowas Schönes hab ich noch niemals gesehen...."
Der Stein, aus dem der Turm befand war spiegelglatt und leuchtete violett, der Eingang wurde von zwei, verschnörkelten Säulen flankiert, sowie kunstvoll gearbeiteten Statuetten geflügelter Frauen.
"Der sieht aber anders aus, als die beiden ersten Türme..." stellte Ivan fest und deutete mit dem Zeigefinger hinauf. "Seht mal!"
Er hatte recht: Im Gegensatz zum Merkur- und Venus-Turm besaß dieser hier zwei Seitentürme, die auf halber Höhe aus dem Hauptgebäude herausragten und separate Spitzen bildeten.
"Wie die's geschafft haben, dass das Ding nicht einstürzt, ist mir echt ein Rätsel...."
Ryans Schatzsucherinstinkt erwachte schlagartig. "Kommt schon, Leute!! Wir müssen uns beeilen!! Ich will unbedingt da hoch!" Mit diesen Worten rannte er auch schon voraus, hinein in den Turm.
"Ryan, warte!! Da drinnen wimmelt es von Fallen!!"
"Mir egahaaal!"
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#6
So, Leute, heute kommt der dritte Teil des zweiten Kapitels, in dem die Bande endlich den Leuchtturm erreicht und gleich am ersten Rätsel verzweifelt.
Unter anderem klärt sich die Frage, wie Isaacs Gruppe denn bitte sehr ohne die Aeolis-Jade auf den Turm gekommen ist! xD

Ach und noch was.... ich schätz, ich werde nach dem zweiten Kapitel auch schon wieder aufhören... so beliebt scheint das Ganze ja nicht zu sein und umsonst will ich jetzt auch nicht schreiben...
wie auch immer, für die Interessierten:

~~Der Jupiter-Leuchtturm~~
-Part 3-

Die Architektur war innen genauso unglaublich, wie außen, wie Ryan erkannte. Die drei langgezogenen Eingangshallen waren geschmückt mit Bildergeschichten aus alter Zeit, die sich meterweit über die Wände hinzogen und jeder Raum war hell erleuchtet, auch, wenn nicht erkennbar war, wo die Lichtquelle lag.
"Es ist einfach unglaublich schön...." murmelte Ryan ehrfürchtig. Selbst Isaac und die anderen ließen beeindruckt den Blick über die Malereien schweifen, die wirkten, als seien sie erst vor kurzem entstanden, obwohl sie doch bereits zwei dieser wundersamen Bauwerke von innen gesehen hatten.
"Es ist wirklich jedes Mal ein Erlebnis..." murmelte Garet, während Ryan bereute, dass er keine Kamera dabei hatte.
Die alten Schriften mussten doch untersucht werden! Jeder Archäologe hätte hier mehr zu forschen, als sonst wo im Kosmos.
"Ivan, wie fühlst du dich?" fragte Isaac den Jüngeren lächelnd, als sie auf eine Treppe zuhielten, die in höhere Gefilde führte.
Dieser lächelte erheitert. "Gut! Sehr gut sogar! Jetzt weiß ich, wie ihr beide euch gefühlt habt, als wir in den anderen Türmen waren! Ich fühle mich wirklich, als könnte ich Berge ausreißen!"
"Wieso? Was hat er denn?" fragte Ryan verwundert. Mia erklärte es ihm. "Da die Leuchttürme erfüllt sind mit der Psynergie der jeweiligen Elemente, stärken sie die Psynergie der betreffenden Adepten und der Adepten, die mit dem Element in einer symbiotischen Beziehung stehen. Mich zum Beispiel stärkt Jupiter auch, wenn auch nicht ganz so stark, wie Ivan."
"Also...ist Merkur in einer symbiotischen Beziehung mit Jupiter?" schloss Ryan. "Demnach sind Venus und Mars auch symbiotisch."
"Korrekt." antwortete Isaac. "Mars und Merkur, sowie Venus und Jupiter hingegen wirken sich entgegen, weshalb es mir....gerade leider nicht so gut geht..."
Tatsächlich war er etwas blasser als sonst...
"Und Jupiter und Mars? Oder Merkus und Venus?"
"Neutral." sagte Mia. "Die haben keinen nennenswerten Effekt aufeinander."
"Das ist wirklich faszinierend...."

Der Optimismus, den manch einer in der Gruppe vielleicht beim Betreten des Turmes gespürt hatte, schwand rasch, denn im nächsten Raum erkannten sie erst, wie viel mechanische Power wirklich in dem Koloss ruhte...
Die Halle, in der sie sich befanden, war riesig und rund, in der Mitte des Bodens und der Decke klaffte ein, ebenso rundes Loch und wenn man genau hinsah, erkannte man einen dünnen Lichtstrahl, der kontinuierlich von unten nach oben schoss.
Ryan beugte sich über den Rand des Loches und sah nach oben. "Tageslicht....das muss direkt zur Spitze führen.....das wird aber'n weiter Weg...."
"Dann nehmen wir doch lieber die Treppe oder?" grinste Garet provokant und deutete auf selbige...
"Äh, ja....gute Idee....aber wie kommen wir da ran?" fragte er verdutzt, denn mal ganz nebenbei fiel ihm auf, dass zwischen ihnen und der Treppe eine Wand aus großen Blöcken stand... der einzige Weg wäre über das Loch....aber fliegen konnte hier schließlich keiner....
Mia hatte den entscheidenden Einfall. "Glaubt ihr, diese leuchtende Bodenplatte könnte eventuell helfen?"
"Wäre mir jedenfalls neu, wenn die Erbauer die nur aus Spaß hier hin gesetzt hätten..." murmelte Isaac und fuhr mit der flachen Hand darüber. "Ivan, komm mal her und sieh dir das an!"
Der Kleine tat, wie geheißen und kniete sich neben den anderen auf den Boden, sah sich das leuchtende Bodenbild an und...musste resignieren...
"Ich hab keine Ahnung, was ich machen soll...." murmelte er niedergeschlagen...
"Brauchen wir hier eine bestimmte Psynergie?" fragte Garet. "Scheint mir jedenfalls so..."
"Ich schlage vor, wir benutzen den Enthüller und sehen nach, ob wir was übersehen haben." sagte Ryan.
Der "Enthüller" war eine besondere Psynergie, über die nur Ivan verfügte. Sie erlaubte es ihm, Illusionen zu durchschauen und die Wahrheit zu sehen. In der Vergangenheit war es ihm so schon oft gelungen, versteckte Türen zu öffnen.
".....Schaden kann es wohl nicht....aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Weg hinauf hier hindurch führt..." Ivan seufzte verzweifelt. "Wir sitzen fest..."
"Hey, jetzt mal langsam, wir...." setzte Mia an, doch stockte verdattert, als ihr Blick auf Ryan fiel. "Ähm...Ryan?"
"Hm? Was ist?"
"Deine....deine Tasche..." Sie deutete nervös auf die Tasche, die er an der Hüfte trug und die nun violett leuchtete.
"Waah!!" schrie er, als auch er es bemerkt hatte, zog sich hastig den Gürtel ab und warf die Tasche weit von sich, bis sie an einer der Wände aufkam und zu Boden fiel.
Etwa rollte heraus, eine kleine Kugel, die in einem grellen Violett schien.
"D-Der Lebensorb??" fragte Ryan erschrocken. "Was....was soll das??"
Unter den Augen der fünf staunenden Gefährten schwebte die Kugel zu ihnen herüber, während Bilder vor ihren geistigen Auge erschienen...
ein schwach schimmernder Pfad über den Abgrund, ein blondes Mädchen, das diesen luftigen Pfad entlang schritt und auf irgendeine Art und Weise an Ivan erinnerte... ein alter Mann, ein rothaariges, junges Mädchen, zusammen mit einem jungen Mann in grünem Umhang und einem blauhaarigen Mann mit Stirnband...
Als die Vision verblasste, keuchte Isaac laut auf. "Das....das waren Felix und Jenna! Und...und Kraden....."
"Cosma war auch dabei." sagte Garet und hielt sich den schmerzenden Kopf. "Aber wer da die Blaumähne??"
"Ist doch egal....sie waren schon hier...." keuchte Ivan und sah hinüber zum Abgrund... "Nanu? Was...ist das denn?"
Der Orb schwebte über dem Loch und darunter waren jene durchsichtigen Plattformen zu sehen, wie sie ihnen in der Vision gezeigt worden waren...
"....Wahnsinn...." ´hauchte Garet ungläubig... "Hättest du uns das erzählt..."
"Das ist mir auch neu, glaub's mir...." murmelte Ryan, nicht weniger überrascht... "Dass er Elementarkräfte kopieren kann..... ich komme aus dem Staunen bei diesem Ding nicht raus...."
"Darum sollten wir uns später kümmern." sagte Isaac, auch wenn er sich sichtlich Gedanken machte...
Die anderen nickten einstimmig. "Was immer das war, nehmen wir es einfach als Hilfestellung hin."
Nacheinander wagten sie sich über den Abgrund, darauf hoffend, dass die Brücke nicht in genau dem Moment zusammenbrechen würde, in dem sie darüber gingen...
Als sie drüben angekommen waren, seufzten sie erleichtert, hatten sie doch einige ernsthafte Zweifel geplagt.
"Wir...sind wirklich drüben...." seufzte Ivan erleichtert... "Ich lebe noch..."
"Mir zittern die Knie..." gab auch Mia zu und sah zur Treppe herauf, die sich tief in das Innere des Turmes bohrte....
"Wir müssen weiter...."

"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#7
So, hier jetzt mal ein etwas längerer Part.
Wer hätte nur gedacht, dass es so lange dauert, Originaldialoge aufzuschreiben? @_@
Das Kapitel nimmt auch kein Ende...

~~Der Jupiter-Leuchtturm~~
-Part 4-


Stockwerk um Stockwerk wurde sich emporgekämpft, doch immernoch kam ihnen kein Zeichen von Felix' Gruppe in Sicht. Mehr als einmal musste der Lebensorb Irrpfade erzeugen, ohne die sie niemals weiter gekommen wären.
"Wir müssen bald oben sein!" rief Ivan erregt und steuerte schnell auf das Ende der Treppe zu, wo sich helles Tageslicht den Weg in das Innere bahnte...
Was folgte, war eine Enttäuschung...
"Wir....sind auf einam Außenpfad." stellte Mia verblüfft fest und sah sich auf dem breiten Weg an der Außenwand des Jupiter-Turmes um, der sich eine kurze Strecke nach links erstreckte, nur um dort zu einer weiteren Tür zu führen.
"Wie groß ist dieser verdammte Turm denn noch??" beschwerte sich Garet und hatte ausnahmsweise einmal Ryans Zustimmung, der entnervt an die Kante heran trat und seinen Frust herausseufzte...
"Aber 'ne schöne Aussicht hat man hier..."
"Vergiss die Aussicht!" Isaac trieb die Gruppe weiter. "Wir müssen uns beeilen! Sie können das Leuchtfeuer jeden Moment entzünden!"
"Ist ja gut, ist ja gut!" rief Ryan, dem von der Höhe doch leicht schwindlig wurde...
Er trat vom Rand zurück und lief, zusammen mit Mia und Garet voraus, auf die andere Seite, der Tür entgegen....
Da passierte es: Bevor einer der drei auch nur realisiert hatte, was gerade im Begriff war, zu geschehen, war das laute Rattern von Zahnrädern zu hören.
Geistesgegenwärtig schrie Ryan: "Wir müssen hier runter!!"
Doch da war es bereits zu spät: Unter ihnen tat sich der Boden auf und er und Mia stürzten in die Tiefe unter dem Pfad!
Garet sprang todesmutig herbei, um wenigstens Mia noch festhalten zu können, doch als er ihren Arm ergriffen hatte, riss ihr Gewicht ihn mit sich in den Abgrund.
Er konnte sich gerade noch an einem vorspringenden Stück Wand festhalten, wobei es bedrohlich in seinem Arm knackte.
"Ryaaan!!" schrie er entsetzt, denn der Gefährte hatte nicht so viel Glück. Schreiend stürzte der Junge in die Tiefe und war schon bald außer Reichweite......
"Mia!" rief er nun, denn das Mädchen war glücklicherweise zur Gänze auf jenem Vorsprung gelandet.
"Mia!!! Garet!!" hörten sie die beiden Jungen von oben rufen.
"Halte durch, Mia! Keine Sorge, Garet!" rief Isaac panisch. "Es wird alles gut!!"
"Mach dir keine Sorgen um mich!" rief sie. "Mir geht es gut...aber Garet..."
Sie kniete sich zu ihm herunter und hielt verbissen seinen Arm fest.
"Garet, was ist los?? Warum hälst du dich nur mit einem Arm fest?"
Keuchend klammerte sich der Krieger an den Fels. "Ich....ich weiß nicht...." stöhnte er. "Ich...Ich glaube, ich habe mir bei dem Sturz den Arm verletzt...er ist total taub und ich kann ihn nicht bewegen!"
"Du hättest nicht versuchen sollen, uns zu retten, als wir gestürzt sind!" rief sie vorwurfsvoll und zerrte an seinem Ärmel, schüttelte wild den Kopf, als würde sie hoffen, nur dadurch aus diesem schlimmen Traum zu erwachen!
"Oh....Mia, gib dir nicht selbst die Schuld...." keuchte er angestrengt. "Niemals hätte ich dich im Stich gelassen...oder die Quasselstrippe...."
Unter lautem Stöhnen und unter Aufbietung all seiner Kräfte zog er sich, mit ihrer Hilfe ein Stück höher.
Sie ließ erschöpft von ihm ab. "Es hat keinen Sinn....ich kann dich einfach nicht hochziehen, Garet!" rief sie, zerrte verzweifelt am Arm und seinem Oberkörper. "Ich bin nicht stark genug!!"
Schnell wand sie den Kopf hinauf zu den beiden handlungsunfähigen Begleitern, die gelähmt waren vor Angst um ihre Freunde. "Isaac, bitte! Du musst Garet retten!!"
Dieser konnte sich augenscheinlich einfach keinen Rat herbeischaffen... Er beobachtete, wie der Vorsprung, auf dem die beiden feststeckten, langsam bröckelte... "Das sieht nicht gut aus...wir müssen Garet retten...und zwar schnell!"
Ivan nickte entschlossen und wollte zur Tat schreiten, als eine unbekannte, tiefe Stimme ihn aufhielt. "Oh nein, ich fürchte, das kann ich nicht zulassen!"
Aus dem Turmausgang, aus dem die fünf eben gekommen waren, kamen zwei weitere Personen, ein Mann und eine Frau, beide hochgewachsen und augenscheinlich Krieger.
Der Mann war breit gebaut und äußerst muskulös. Das Markanteste an ihm waren seine blassgrüne Haut und seine rot leuchtenden Augen, sowie die dunkelvioletten, nach vorn gewellten Haare.
Er trug nur einen Brustpanzer ohne Ärmel, der aus schwerem Hornmaterial geschaffen war, sowie massive Arm- und Beinfesseln aus Metall.
Außerdem wehte ein roter Umhang um seine Schultern und, was eines der erstaunlicheren Fakten an ihm war: Seine Oberarme verfügten über ein hartes Schuppenkleid, wie man sie bei Panzerechsen antraf, wie beispielsweise dem Tyrannosaurus Rex oder....Drachen....
Die junge Frau neben ihm, im Gegensatz dazu war von schlanker Natur und hatte feuerrotes Haar. Sie besaß ebensolche gespaltenen Ohren, wie ihr Begleiter und ebensolche Schuppen auf den Armen.
Sie trug Handschuhe, die bis zum Ellbogen reichten, ein bauchfreies Top und einen gepanzerten Rock, ebenso wie eine Halskrause, an der gleich zwei rote Umhänge, wie Flügel, befestigt waren.
Und Isaac kamen diese Leute höchst bekannt vor...
"Wer bist du??" fragte Ivan wütend und trat heroisch einen Schritt vor.
"Ich?" fragte die Frau, gehässig lachend und trat unaufhörlich näher. "Mein Name ist Dinaria."
Der Hüne neben ihr machte jedoch eher einen grimmigen Eindruck, als er hinzufügte: "Und mein Name lautet Hagartio."
Isaac trat seinem Freund zur Seite und zog schon einmal vorsorglich seine Gaia-Klinge. "Wenn ihr nicht hier seid, um meinen Freunden zu helfen, dann geht mir aus dem Weg! Ich werde es selbst tun!"
Lachend schüttelte die Kriegerin namens Dinaria den Kopf. "Deine Freunde werden sich um sich selbst kümmern müssen. DU, mein Lieber, musst zwischenzeitlich eine kleine Schuld begleichen!"
"Schuld??? Was redet ihr denn da? Wir sind uns noch nie zuvor begegnet!" rief Ivan bestimmt, als er von dem Mann namens Hagartio unterbrochen wurde. "Und dennoch hast du Dinaria hier großes Leid beschert! Außerdem wirst du, langsam aber sicher, zu einem Hindernis für uns..."
Isaac und Ivan hatten keine Ahnung, wovon der Fremde sprach, doch dann dämmerte es dem Venus-Adepten langsam...
"Sekunde mal... irgendwie kommt ihr beiden mir bekannt vor...Kennt ihr Saturos und Menardi?"
Saturos und Menardi, zwei mächtige Krieger aus den eisigen Landen im Norden und fürchterliche Mars-Adepten waren die Anführer jener Gruppe gewesen, die die Leuchttürme entzünden wollten. Auf der Spitze des Venus-Turms hatten sie Isaacs Gruppe bekämpft und dabei nach einer großen Schlacht ihr Ende im Feuer des Venussterns gefunden.
Seitdem wurde die Gruppe von Felix angeführt, der weiterhin die Entzündung der Leuchtfeuer beabsichtigte...
Nickend antwortete Dinaria: "Also bist du doch nicht so ein Narr, wie wir dachten, Isaac. Du hast Recht. Wir sind vom selben Clan. Dem Clan des Feuers aus dem eisigen Lande Prox, weit im Norden."
"Prox?" fragte Ivan unsicher. Doch er musste zugeben: "Nie davon gehört..."
Hagartio drehte sich um und gönnte sich ein verschmitztes Grinsen. "Das überrascht mich nicht...unser Clan steht am Rande der Auslöschung. Und das Siegel, das auf der Alchemie liegt, ist dafür der Grund!"
Isaac schreckte unsicher zurück. "Was redest du da?" Bewahrte denn das Siegel nicht ihre Welt vor dem Untergang?
"Was du sagst, ergibt doch überhaupt keinen Sinn!"
"Das hat dich nicht zu kümmern!" Die Kriegerin schnitt ihm das Wort ab. "Schon bald wird Prox seine alte Macht wiedererlangen!"
"Wir werden Prox wieder zu seiner vergangenen Glorie verhelfen! Dann werden alle Völker von Weyard vor uns auf die Knie fallen!"
"Und ihr glaubt, dass wir das zulassen werden, nach all dem Unsinn, den ihr uns erzählt habt?" rief Ivan empört, machte seinen Windstab bereit, um die Angreifer in die Flucht zu schlagen.
Dinaria grinste. "Seht ihr? Ihr SEID ein Hindernis..."
"Und Felix hat versucht, euch zu helfen?" wollte Isaac wissen, doch auch die beiden schienen keine Ahnung zu haben, denn Hagartio entgegnete ihm schulterzuckend: "Eigentlich...wissen wir nicht, was Felix' Ziele sind...."
"Und es ist uns auch egal, solange er nur das Feuer des Jupiter-Leuchtturms entfacht!" keifte seine Partnerin feindseelig.
"Dann geht uns aus dem Weg!" brüllte Ivan. "Wir sind hier, um Felix aufzuhalten!"
Als sie sich nicht von der Stelle rührten, drohte er weiter: "Bewegt euch oder wir müssen euch in Bewegung setzen!"
Hagartio ließ ein grollendes Lachen vernehmen und rief: "Hast du gehört, Dinaria? Sie wollen tatsächlich kämpfen!"
Sie machte mit Absicht ein weinerliches Gesicht und setzte eine fürchterliche Kleine-Mädchen-Stimme auf. "Willst du etwa sagen, du würdest deinen Freund...hängen lassen?" Sie kicherte boshaft, während Isaac besorgt über die Schulter hinabblickte, zu seinen Freunden, die sich immernoch damit abmühten, dass Garet nicht Ryan in den tiefen Schlund folgte.
"Dann war der Fall also euer Plan!"
"Feiglinge!" schrie Ivan, außer sich vor Zorn. "Lasst die schmutzigen Tricks und kämpft gefälligst fair!"
Nach einigem Zögern antwortete Hagartio nur: "Wenn ihr wirklich die Gören seid, die Saturos und Menardi besiegt haben, so habt ihr uns zu euren Feinden gemacht."
"Doch beantworte mir zuerst eine Frage. Würdet ihr immernoch von Fairness sprechen, wenn es fünf gegen zwei hieße?" fragte sie nun zuckersüß.
"Ihr habt die Falle errichtet, damit Mia, Ryan und Garet abstürzen?"
"Wir wollten sie eigentlich nicht alle drei in die Falle locken." gab der Hüne zu. "Doch er war durchaus eine angenehme Überraschung."
"SO ist das also! Ihr seid gekommen, um gegen uns zu kämpfen!" rief Isaac wütend.
Dinaria kicherte erneut, wie ein verlegenes Schulmädchen. "Oh, hast du das ganz alleine herausgefunden? Beeindruckend! Ich mag intelligente Jungen!"
"Ich hoffe, dass ihr nicht dem Irrglauben erliegt, wir würden einen fairen Kampf, zwei gegen zwei scheuen." stagte Ivan, nur um das klar zu stellen.
"Ein fairer Kampf?"
"Es tut mir Leid, du scheinst dich zu täuschen." sagte Dinaria, mit gespieltem Bedauern. "Wir haben noch einen Dritten im Bunde. Einen Wasser-Adepten namens Alex."
Um zu sehen, wo ihr Kamerad blieb, ging sie zurück zur Treppe und rief nach ihm. "Alex? ....Wo steckt der??"
"Was ist los, Dinaria?"
"Es...ist Alex! Er ist fort!"
"Was??" grollte der Krieger wütend, als es den beiden Adepten, wie Schuppen vond den Augen fiel.
"Alex!?"
Jener Alex hatte Saturos und Menardi einst begleitet und stammte aus demselben Clan, dem auch Mia angehörte. Eigentlich dazu da, die Entfachung des Merkur-Leuchtturm zu verhindern, war er seiner Machtgier erlegen und trachtete nun nach der Kraft der Alchemie...
"Vergiss ihn!" rief Hagartio nun. "Offen gestanden, hatte ich vor, mit ihm das Gleiche zu tun, was ich nun mit diesen hier tun werde!"
Als er sich wieder zu den beiden umwandte, sagte er noch: "Ich bedaure es nur, dass ich nicht mehr in der Lage sein werde, ihm sein schmieriges Grinsen aus dem Gesicht zu schlagen..."
"Nun, dann lass all deine Wut an diesen Gören aus. Danach wirst du dich viel besser fühlen."
Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Er erhob seine monströse Faust, die zu Isaacs Entsetzen plötzlich in Flammen aufging und stürmte auf den Adepten zu, während Dinaria aus den Tiefen ihres Umhangs eine kurze, geschwungene Sense hervor zog und auf Ivan eindrosch, der seinerseits einen starken Wind herbei zog, der sie heulend gegen die Wand des Leuchtturms schleuderte.
Um zu verhindern, dass sie von selbiger wieder loskam, zog er in fließenden Bewegungen immer neue Windstöße herbei, die sie am violetten Stein festnagelten.
Doch der Vorgang wurde unterbrochen, denn der Junge konnte gerade noch einem, von Hagartio geschleuderten Feuerball ausweichen.
Diese kleine Feuerpause nutzte Isaac, der hier, im Einzugsbereich von Jupiter kaum über seine Venuskräfte verfügen konnte, um die Klinge in Hagartios Herz zu treiben. Dieser schlug das Schwert jedoch in einer blitzschnellen und kraftvollen Reaktion, mit seinem Panzerhandschuh zur Seite und konterte mit einem erneuten Feuerstoß aus den Knöcheln der rechten Hand.
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
Antworten
#8
So, es ist endlich geschafft, das zweite Kapitel ist vollendet, wenn ich das mal so sagen darf und verfügt nun über einen beeindruckenden Cliffhanger (*hust*).
Naja, wie auch immer...

~~Der Jupiter-Leuchtturm~~
-Part 5-

Doch Isaac nutzte geistesgegenwärtig den Schwung und riss das Schwert in einem perfekten Kreis einmal um sich herum, der Feuerball raste nur knapp an seinem Ohr vorbei und hieb nun, mit doppelter Wucht, mit der Breitseite der Klinge gegen den Schädel des Proxianers.
Dieser, völlig überrascht von der Attacke, fiel vornüber und konnte sich gerade noch davon abhalten, über die Kante zu stolpern.
Isaac, Fair-Player, der er nunmal war, wartete, bis sich der Hüne wieder gefangen hatte, ehe er zum erneuten Angriff ansetzte.
Währenddessen gewährte Dinaria seinem Mitstreiter keine gnädige Angriffspause mehr, ihre Sense zerteilte rasend schnell die Luft und Ivan blieb nur noch die Flucht an den Rand der Kante, wo aber auch schon Endstation war.
"Isaac....tut mir Leid, aber ich kann nicht mehr..." keuchte er erschöpft und hielt sich den Arm an der Stelle, wo die Klinge der Sense ihn gestreift hatte.
"Halte durch, Ivan!"
Hagartio stellte sich dem Jungen in den Weg, als Ivan zusammenbrach. "Du bist ein Narr! Lass dich niemals durch Besorgnis vom Kampf ablenken!"
Mit diesen Worten hob der die Hand, zu einer Kralle verbogen in die Höhe und unter Isaacs Füßen brach ein grell leuchtendes Flammenmonster aus dem Boden, das ihn in die Höhe riss und von dort mit voller Wucht gegen den Boden schmetterte.
Geschwächt und verletzt lagen die beiden zu Füßen der Mars-Adepten, die triumphierend lachten und zum Gnadenstoß ansetzten.
"Wir haben es geschafft, Hagartio!" rief Dinaria, überglücklich, während ihr Gefährte erschöpft in die Knie ging. "Es....war knapp, aber wir haben es tatsächtlich geschafft..."
"Ha! Er ist kein Krieger! Seine Sorge um seinen Freund hat uns den Vorteil verschafft, der uns den Sieg gebracht hat!"
Als Isaac sich rührte, fuhr Hagartio ungläubig wieder hoch. "Was?? Er ist noch am Leben? Selbst nach diesem schweren Schlag??"
"Es wäre eine Schande, wenn du und ich uns der Reue hingeben müssten, ihn am Leben gelassen zu haben."
Er nickte, als Dinaria die Spitze ihrer Sense genüsslich auf Isaacs Brust ansetzte. "Nimm das, für meine geliebte Schwester..."

Eine krächzende Stimme riss Isaac aus seiner Ohnmacht, die ihm zurief: "Isaac, Vorsicht!!"
Er riss die Augen auf, sah in das mörderische Gesicht Dinarias, die sich soeben zu der Stimme umdrehte und sah nach vorn.
"Felix, was geht hier vor?" fragte Hagartio wütend und jetzt erkannte Isaac seinen alten Freund in den schemenhaften Umrissen seiner Sicht.
Der braunhaarige, junge Mann im grünen Umhang war begleitet von den Personen aus der Vision des Lebensorbs:
Dem rothaarigen Mädchen Jenna, Isaacs bester Freundin, dem blauhaarigen Mann mit Stienband, den er nicht kannte, der blonden Cosma, die Ivan so ähnlich sah und dem alten Mann Kraden, seinem einstigen Lehrmeister.
"Sei dankbar!" fauchte Dinaria bösartig. "Wir haben dir gerade einen Gefallen erwiesen!"
Nachdenklich ließ Hagartio den Blick zur Leuchtturmspitze schweifen. "Als Venus entflammte, war die Erschütterung so stark, dass die Erde selbst entzwei brach....wieso ist das hier nicht geschehen?"
Eine gefährliche Pause folgte, bis Dinaria in ruhigem Ton verlauten ließ: "Du hast das Feuer noch nicht entzündet...."
Der junge Mann nickte. "Exakt."
"Und das nach all dem, was wir getan haben, um dir zu helfen???"
"Keine Sorge!" rief der Alte. "Wir werden das Feuer schon noch entzünden!"
"Wenn das wahr ist, solltet ihr besser langsam zur Tat schreiten!" entgegnete Hagartio und drohte ihnen mit der Faust.
"Aber wir lassen Isaac nicht zurück!" rief Cosma bestimmt, während Felix hinzufügte: "Und die anderen drei auch nicht. Helft den beiden da hoch!"
"Oh großartig..." knurrte Dinaria. "Willst du uns jetzt verraten?"
"Ich werde die Leuchttürme entfachen," antwortete Felix ruhig. "Aber meinen Freunden wird dabei kein Haar gekrümmt, sonst ist der Deal geplatzt!"
"Typisch, das ist so typisch für dich, Felix!" sagte sie und schüttelte grinsend den Kopf.
"Wenn ihr nur hier seid, um uns den Weg zur Spitze zu ebnen, so ist eure Arbeit getan!" meldete sich nun auch das Blauhaar zu Wort und ließ, als Antwort auf Hagartios Posieren auch mal seine Muskeln spielen, ein Schwächling war er jedenfalls auch nicht.
Dieser ließ sich jedoch nicht einschüchtern und sagte: "Isaac hat sich als stärkerer Gegner erwiesen, als wir erwartet hatten. Wir können ihn nicht am Leben lassen."
"Ich sagte, lasst sie gehen!" rief Felix trotzig und zog sein Schwert von der Scheide auf seinem Rücken. "Sofort!"
Doch Dinaria versuchte es weiter. "Bedenke doch, wie stark diese beiden, selbst ohne die Hilfe eines Wasser-Adepten waren! Wir müssen sie unschädlich machen!"
Nun schaltete sich Felix' Schwester ein. Jenna, die Rothaarige drängelte sich vor ihren Bruder und fauchte die Hexe an: "Wenn ihr sie wollt, müsst ihr euch zuerst uns stellen!"
"Ihr seid beide schwer verletzt, bedenkt das." fügte Kraden, der Alte hinzu. "Ihr seid nicht länger in der Verfassung, gegen alle Vier anzutreten. Ich denke, es wäre besser, wenn ihr jetzt einfach geht."
Dinaria dachte nach. Nach einer kurzen Pause sagte sie: "Uns....bleibt keine Wahl...." Hass funkelte in ihren Augen. Hass auf Isaac, Hass auf Felix, der sie davon abhielt, Isaac für seine Sünden zu strafen!
"Dinaria, nein!" rief ihr Begleiter aufgebracht, aber sie hielt ihn nichts desto trotz zurück, sagte in ruhigem Tonfall: "Hagartio, wenn wir jetzt gegen Felix kämpfen, wäre das unser Ende."
"Isaac hat deine Schwester auf dem Gewissen!" rief er wütend. "Wo ist dein Zorn geblieben??"
"Oh, ich bin von Zorn erfüllt, doch nicht so sehr, dass er mich blenden würde." entgegnete sie ruhig.
"Was denn? Geben wir auf?"
Sie nickte nur, gönnte Felix diesen Augenblick des Sieges.
"Gut..." brummte er. "Aber dies ist nicht das Ende!"
Dinaria machte mit ihrer Hand eine wegwerfende Bewegung, ehe sie sich an Felix und seinen Gefährten vorbei wand. "Macht mit Isaac, was ihr wollt..."
"Doch leistet uns diesen Schwur:" Hagartio baute sich bedrohlich vor den fünfen auf. "Wenn wir jetzt gehen, werdet ihr das Leuchtfeuer entzünden!"
Felix hielt dem bösen Blick stand und erwiderte gelassen: "Deswegen sind wir hergekommen, Hagartio. Wir kennen die Mission."
Der Hüne nickte. "Und......ob ihr Garet helfen wollt oder nicht, ist mir gleich, aber der Leuchtturm geht vor!"
Felix und die anderen wollten schon aufbegehren, doch Kraden legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter und nickte das ab. "Ich werde mich um Garet kümmern, geht ihr schon voraus."
Die Skepsis, ob Kraden, ein alter Mann, einen Riesen wie Garet hoch hieven konnte, stand ihm ins Gesicht geschrieben, aber eine Chance zur Antwort bekam er nicht, denn Dinaria fuhr fort: "Und vergesst bloß nicht den Mars-Stern, den Isaac bei sich hat!"
Beide Gruppen horchten erschrocken auf.
"Woher wisst ihr davon?" wollte Kraden wissen. Kichernd antwortete Dinaria: "Habt ihr allen Ernstes geglaubt, wir wären euch durch die ganze östliche See nur aus Rache gefolgt? Alex hat uns bereits alles berichtet!"
"Nehmt den Mars-Stern oder WIR werden es tun!"
Sie drehte um und hielt auf Isaac zu, die Sense erneut erhoben, als der Blauhaarige sie grob am Arm packte und wütend anfunkelte. Doch Hagartio übernahm seinerseits die Initiative und gebot mit einer brennenden Faust zur Ruhe.
"Zwingt uns nicht zum Handeln..."

Felix sah sich in einer Zwickmühle.... er wollte seinen Freund nicht um den begehrten Mars-Stern betrügen...
Doch Isaac nahm ihm die Entscheidung ab. "Felix....nimm....nimm ihn...." keuchte er, immernoch durch Hagartios Attacke an den Boden gefesselt.
"Isaac...." seufzte Felix ungläubig, als der Blonde seine Hand in seinen Beutel steckte und eine rote Kugel hervorzog.
"Ich...weiß nicht...wieso du das tust, aber...ich vertraue dir...nach der Aktion...muss ich das wohl..."
Gerührt trat Felix zu ihm und kniete sich nieder, um das kostbare Kleinod in Empfang zu nehmen.
"Schon besser, Felix." ließ Dinaria verlauten. "Wir warten dann an der Spitze auf dich."
"Ich komme..." antwortete er und sah zu, wie seine Freunde die beiden durchließen, damit sie sich an den weiteren Aufstieg machen konnten.
Mit letztem Blick auf seinen verletzten Freund sagte er: "Ich komme bald wieder....dann reden wir..."
"Will ich...hoffen...."
Ohne ein weiteres Wort folgte Felix den beiden Proxianern, ehe der Blauhaarige ihn zurückhielt.
"Felix, warte!" Schnell hatte er zu ihm aufgeschlossen. "Wir dürfen denen nicht trauen, ich komme besser mit dir."
"Guter Gedanke!" plichtete Cosma ihm bei. "Wenn dort oben etwas geschieht, ist es besser, wenn Aaron bei dir ist, Felix!"
"Wir kommen schon zurecht." sagte auch Jenna. "Aaron soll mit dir gehen."
"Leute, das ist meine Sache." sagte Felix unwillig. "Ich werd da alleine hoch gehen."
"Hör auf die anderen!" mahnte ihn Kraden bestimmt. "Gemeinsam seid ihr sicherer!"
".....Also gut...." Noch immer nicht begeistert ließ er zu, dass der Blauhaarige namens Aaron ihn ins Innere begleitete, während die anderen sich um die Verletzten kümmerten...


Ende von Akt 2



"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#9
Ich find deine Geschichte echt schön und hoffe das du schön weiterschreibst^^
http://merkuradept-amiti.deviantart.com/
Mein PoKéMoN Weiß Freundescode: 3826-5764-1654
Plan für die nahe Zukunft: ein Let's Paint mit Freunden machen =D
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#10
Oh, danke^^
Ich bemüh mich! xD
Endlich 'ne Rezension! Weinen Ich bin so gerührt, ich könnt heulen! xD
Wie sehr hab ich darauf gewartet! ^^
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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