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Kingdom Hearts: Worlds Reunion Force - Die Golden Sun Saga
#11
So, liebe Freunde, das nächste Kapitel wartet mit einigen Überraschungen auf.
Was geschah mit Ryan nach seinem Sturz vom Leuchtturm?
Unter anderem erfahren wir einiges über Alex' Hintergründe und über seine seltsame Kraft, die ein Adept eigentlich garnicht haben dürfte: Den freien Teleport.

~~Treffen in Contigo~~
-Part 1-

Ryans Absturz, das Entzünden des Leuchtfeuers, die beiden Krieger aus dem Norden und schließlich Felix' Sinneswandel....
Während Isaac, gestützt von Mia, sich zurück in die Stadt Contigo begab, geisterte ihm allerhand im Kopf herum.
Als er und seine Gruppe Felix und Aaron auf die Spitze des Leuchtturms gefolgt waren, waren Hagartio und Dinaria verschwunden, nur sein alter Freund und seine drei Gefährten waren dort oben, übel zugerichtet und doch siegreich, gegen die bösartige Intrige ihrer einstigen Partner, die Felix auf der Spitze hatten beseitigen wollen.
Doch nach dem harten Kampf gegen die mächtigen Krieger war niemand mehr in der Verfassung gewesen, zu kämpfen und so hatten sich die beiden Gruppen darauf geeinigt, sich in Contigo zur großen Aussprache zu treffen...
Und er, Isaac hatte einige Fragen...


Zwei Stunden zuvor:
Ryan öffnete die Augen, als er merkte, dass er noch welche hatte.....
"Mann....krasser Fall...." murmelte er und stand langsam auf... "Kein Knochen gebrochen..." stellte er, einigermaßen verblüfft fest.
Was allerdings noch erstaunlicher war, war, dass über ihm kein wolkiger Himmel zu sehen war, sondern eine steinerne Decke... War er nicht von der Außenwand des Leuchtturms gestürzt?
"Komisch...." meinte er und sah sich in der dunklen Halle mit niedriger Decke um, in der Unmengen Bücherregale standen, wie er, nun wo er einigermaßen klar war, bemerkte...
In diesen Regalen standen jedoch keine Bücher im herkömmlichen Sinne, sondern flache, blau leuchtende Kristallplatten.
Zur Probe nahm er eine heraus und sah sie sich an..... Als seine Finger das Material berührten, erschienen weiße Zeichen auf der Oberfläche, die sich von unten nach oben bewegten, fast wie ein Internetfenster...
"Unglaublich..."
Aber was noch viel unglaublicher war, war die Tatsache, dass er die Zeichen lesen konnte, da es sich um Schriftzeichen handelte, die er verstehen konnte, was widerum bei den Vorfahren dieser Welt eigentlich nicht der Fall sein dürfte.
Die Schriften stammten von den Alchera! Und das bedeutete, dass Weyard von jenem wundersamen Volk errichtet worden war, das auch das Kingdom Hearts und den Kosmos selbst geschaffen hatte.
Immernoch taub von seiner Entdeckung musste er sich erst einmal hinsetzen, ließ sich zu Boden sinken und hing seinen Gedanken nach.
Die Alchera hatten Weyard erschaffen.... und das schon vor so langer Zeit... in seinem Kopf drehte sich alles.
Endlich gab es einen Weg hinaus aus diesem Dilemma... endlich...

Ein Geräusch ließ ihn herumfahren. Ein kalter Luftzug fuhr durch die Gänge zwischen den Bücherregalen und Schritte kamen in seine Richtung.
Schnell, den Kristall unter den Ärmel geklemmt, versteckte sich Ryan einen Gang weiter, ehe eine Person durch die Kristalle hin sichtbar war, wenn auch verschwommen.
Der Mann hatte langes, blaues Haar und trug eine helle Tunika. Das Gesicht war nicht zu erkennen, aber dafür offenbar das von Ryan, denn der Fremde sah ihn an, als hätte er genau gewusst, wo er sich befand.
"Komm schon raus."
Ryan sah ein, dass es keinen Sinn mehr hatte, sich zu verstecken, also kam er widerwillig aus seinem Versteck hervor.
Der Fremde musterte grinsend seine Erscheinung. "Wie ich sehe, hast du dich bereits etwas umgesehen....gut so, man kann nie genug wissen... du kannst die alten Schriften der Jenei also lesen...."
"Jenei?" fragte Ryan verwirrt. "Du sprichst von den Alchera oder?"
"So nannten sich diese Wesen in dieser Welt." antwortete er nickend. "Es ist wirklich erstaunlich, was sich so alles in solchen Bibliotheken in Erfahrung bringen lässt...."
Ryan dämmerte es. "Du...hast dich bereits sehr belesen oder? Das ist nicht die erste Bibliothek ihrer Art...."
"Exakt." antwortete er. "Es befindet sich eine weitere im Merkur-Leuchtturm, hoch im Norden von Imil."
Dem Jungen fiel es, wie Schuppen von den Augen! "Mia...Mia hat von dir erzählt! Du bist Alex! Du willst die Leuchttürme anzünden!"
Alex grinste überlegen. "Ja, das ist korrekt...und wie du feststellen wirst, gibt es langfristig keine weitere Alternative."
"Was meinst du damit?"
"Lies nur. Den richtigen Kristall trägst du bereits in der Hand. Du wirst feststellen, dass einige Dinge anders sind, als sie scheinen..."
"Woher weißt du von anderen Welten?" fragte Ryan misstrauisch.
"Ebenfalls aus dieser Bibliothek."
"Und woher wusstest du, dass ich davon weiß?"
"Ich habe dich mit diesem speziellen Orb gesehen.....wie hieß er gleich?" fragte Alex, zog einen Kristall aus seiner Tasche und aktivierte ihn. Ryan schimmerte ein holografisches Abbild der Kugel mit dem archaischen Symbol entgegen.
"Der....Der Sagittari-Orb des Lebens..." hauchte er. "Woher...weißt du das alles nur??"
Alex steckte den Kristall wieder weg. "In diesem Orb muss große Macht stecken, wenn er sogar die Gesetzmäßigkeiten des Jupiter-Leuchtturms aushebeln kann, nicht wahr?"
Schnell wich der Wächter zurück. "Wenn du ihn auch nur anrührst, kriegst du es mit mir zu tun!"
"Haha! Du missverstehst mich! Das ist nicht die Macht, die ich begehre! Ich strebe nach einem höheren Sinn."
"Der Zerstörung der Welt?" schlug Ryan sarkastisch vor, doch Alex schüttelte, wieder mit diesem abartig fiesen Grinsen den Kopf.
"Wieso sollte ich das tun? Ich betrachte es vielmehr als meine göttliche Pflicht, diese Welt zu retten!"
"SIe retten? Das glaubst du doch wohl selber nicht...solche Typen wie du kenne ich zur Genüge!"
"Aber Ryan...." sagte Alex, mit gespieltem Bedauern. "Ist es denn nicht unsere Aufgabe, die Welten vor Unheil zu bewahren?"
"Unsere...?" fragte Ryan ratlos und konnte sich auf jene rätselhaften Worte keinen Reim machen...bis...
Alex zog mit einer lässigen Bewegung ein weiteres Objekt aus seiner Brusttasche, eine violett leuchtende Kugel, mit einem Augensymbol auf der Oberfläche eingraviert....
Ryan erkannte das magische Objekt als das, was es war: "Ein Psyonik-Orb.....Mia sagte, du kannst dich teleportieren, eine Macht, die es auf Weyard sonst nicht gibt.....deshalb also....du hast einen Orb der Weltenwächter gefunden...."
"Sind diese Objekte nicht erstaunlich?" fragte er und starrte das Symbol an, als wäre er hypnotisiert. "Diese Macht macht mich allen Adepten überlegen...leider gelingt es mir nicht, die letzte dieser wundersamen Mächte zu beherrschen..."
"Und die wäre?"
"Das Reisen in andere Welten...die alten Schriften sprachen davon..."
Jetzt war Ryan doch verwirrt. "Wieso willst du diese Welt so unbedingt verlassen? Und wieso kümmerst du dich dann um die Leuchttürme, wenn ich fragen darf? Nicht, dass es mich was angeht..." Er verschränkte die Arme und wartete auf eine Antwort, während Alex anmutig mit der Hand über das Regal strich und die Kristalle betrachtete.
"Diese Welt....Weyard....ist nur ein Prototyp...." sagte er verträumt. "Eine Art...Testobjekt, auf dessen Grundlage viele andere Welten...und schließlich auch die Sagittari geschaffen wurden... die elementaren Mächte können nur von einer zentralen Quelle ausgehen, der goldenen Sonne. Doch diese Objekte können ihre Macht auch ohne eine solche alchemistische Macht ausstrahlen und das in vollem Ausmaß! Wie perfekt müssen die anderen Welten aufgebaut sein, während wir uns hier nur auf einem Testgelände befinden....einer..." Er spie das Wort förmlich aus. "Spielwiese...."
"Soso...du bist also mit deiner Rolle nicht zufrieden...."
"Die Jenei haben an uns ihre Kräfte erprobt und ließen uns dann hier sitzen, als es...unangenehm wurde." sagte er gelassen. "Sobald ich die Welt ihrem Schicksal zugeführt habe, werde ich in der Lage sein, andere Welten zu erforschen und mich an ihrer Perfektion zu laben."
Ryan wich nervös vor ihm zurück. So gelassen er sich auch gab, so überlegen, wie er spielte, seine Worte hatten etwas Unerbittliches, Fanatisches...
Die Welt ihrem Schicksal zuführen? Was hatte das nur zu bedeuten??
Plötzlich erbebte der Raum. Kristalle fielen aus den Regalen, einige zerbrachen, als sie auf dem Boden aufkamen und Ryan riss es beinahe von den Füßen!
"W-Was hat das zu bedeuten???" fragte er panisch.
Alex sah zur Decke auf. "Das Leuchtfeuer wurde entzündet. Das ist mein Stichwort, ich muss gehen..."
"Halt!" rief Ryan wütend. "Du gehst nirgendwo hin!"
Doch Alex hörte natürlich nicht auf ihn und setzte seinen Weg zum Ausgang fort. "Du könntest mir ruhig etwas dankbarer sein. Schließlich habe ich dich aus freiem Fall, Richtung Erdboden gerettet und hierher gebracht...."
Ryan stockte verdutzt. SO kam er also hierher....
doch ohne noch ein Wort abzuwarten, verschwand Alex im Durchgang und war außer Sicht....
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#12
Ich find es auch ganz gut, auch wenn ich keinen blassen Dunst von Kingdom Hearts im allgemeinen habe. Besonders nett, das Felix wohl doch reden kann.
Allerdings finde ich, das die letzten Parts nicht so hätten sein müssen. Ich finde zwar, dass du das ganz gut geschrieben hast und auch den Kamppf etwas näher erläutertet hast, aber alle Dialoge komplett zu übernehmen hätte doch nicht sein müssen. Besonders da es eine von dir selbst ausgedachte Geschichte ist, in der es eigentlich um Ryan geht, aber der ist komplett weg und man hört (bisher) nix mehr von ihm. Klar ist es sicher, dass er wiederkommt (ich glaub wohl kaum das er einfach weg vom Fenster ist) aber da ich schon den ganzen Dialog von wegen Mia,Garet -> Falle; Hagartio, Dinaria, Isaac, Ivan -> laber und Kampf, schon kenne, war ich bei den letzten Parts etwas gelangweilt beim lesen. Wenn du mehr eigenes umgeschriebenes verwendet hättest wärs vielleicht noch spannender oder überraschender.

Dennoch waren die vorrigen Parts wirklich gut gelungen (finde ich jedenfalls) und hoffe auch sehr das es weitergeht. Die eigentliche Geschichte kennen wir ja schon, nun will ich wissen wie es in dener Version weitergeht. Trifft Ryan Alex oder kämpft vielelicht sogar mit ihm? Ich denek auf jeden Fall gehört als nächstes ein Part wo entweder Ryan sich rettet und erstmal auf sich gestellt ist, oder das er in den großen Kampf auf der Leuchtturm-Spitze eingreift.
Auch das Endig kann ich kaum erwarten, da ich ja keine Ahnung habe wie/ob Ryan jemals zurück in seine Welt kann.

Ach ja, kann es sein das Ivan von Dinaria von nur einem einzigen Angriff besiegt wurde (welcher ja noch nicht mal richtig traf)? Ich glaube kaum das er so schwach ist Lachen

Dennoch, trotz meiner Kritik: Bitte schreibe weiter, den es ist nicht schlecht, auch wenn ich etwas kritisiert habe. Das mache ich ja nur, damit du weißt was du ,natürlich nur wenn du möchstest, verbessern könntest.
Weiter so! Smile

EDIT.: Musstest du ausgerechnet den nächsten Part dann reinstellen wenn ich gerade an meiner Bewertung schreibe??? Crazy
Aber, du hast das gemacht, was ich mir erhofft hatte, saubere Arbeit! Lachen
"Man hat mir vor langer Zeit beigebracht, dass jemand, der das Wörtchen aber benutzt, nicht mehr zuhört."
- Mara Jade Skywalker

"Das ist die wertvollste Lektion, die man einem Fanatiker beibringen kann: dass Fanatismus sich selbst besiegt."
- Vergere
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#13
hehe^^
Hast eine Sekunde nach mir gepostet! xD
Aber danke für die Kritik...
Wenn sich meine Story mit den Originalgeschichten überschneidet, greife ich meist auf Originaldialoge zurück, um so nah wie möglich an der Story zu bleiben.
Aber hast natürlich Recht, für jemanden, der das Spiel gut kennt, isses langweilig...

Und der Kampf...ja, meine große Schwäche, ich hasse es, Kämpfe zu schreiben^^ Ich muss das irgendwie in den Griff kriegen xD
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#14
So, der nächste Part kommt online.
Für jemanden, der das Spiel kennt, wird sich hier kaum Neues ergeben, aber verzeiht mir, dass ich ihn trotzdem reinstelle, er gehört einfach dazu.
Was weiß Ryan über Weyard?
Was ist das mysteriöse "Zerbrechen?"
Es existiert noch ein großes Geheimnis, das aufgedeckt werden muss, bevor die Welt gerettet werden kann.

~~Treffen in Contigo~~
-Part 2-

Isaac wartete bereits seit einer Stunde vergeblich.
Das kleine Versammlungshaus in Contigo war frei und so hatte man es sich hier bequem gemacht.
"Glaubst du, sie kommen noch?" fragte Garet gelangweilt, lag auf dem Rücken in der, mit Teppichen ausgelegten Ecke des Zimmers und starrte an die Decke, die ebenso mit bunten Tüchern und Teppichen behangen war.
"Sie haben gesagt, sie kommen." sagte Isaac, konnte seine Unruhe aber nicht verbergen. Auch Mias und Ivans Blicke huschten oft zum Eingang, als ob sich dort jeden Moment jemand zeigen würde...
Schließlich zeigte sich dieser Jemand oder vielmehr diese Jemande auch: Die fünfköpfige Gruppe um Felix, dem sie über drei Kontinente und zwei Ozeane hinterher gejagt waren, stand endlich vor ihnen, bereit für die finale Aussprache.
Isaacs Freunde erhoben sich von ihren Positionen und stellten sich ihren Gegenstücken gegenüber, Garet gegenüber Jenna, Ivan gegenüber Cosma, Mia gegenüber Aaron und Isaac Felix gegenüber. Kraden nahm am Ende der beiden Reihen Stellung, beinahe wie ein Schiedrichter, der ein kollektives Ringen zu beaufsichtigen hatte.
"Ihr seid da." stellte Isaac fest und musterte Felix mit kühlem Blick.
"Ich hab dir gesagt, dass ich kommen würde." antwortete dieser mit ruhiger Stimme. "Also lasst uns reden."
"Also gut, dann lass mal hören. Ich bin auch schon ziemlich gespannt." Garet verschränkte erwartungsvoll die Arme. "Und wehe, der Grund ist nicht gut, dann kannst du was erleben!"
"Was haben wir euch denn jemals getan??" fuhr ihn Jenna wütend an. "Haben wir euch angegriffen? Wir sind keine Proxianer! Saturos und Menardi hatten uns als Geiseln genommen!"
"Ach, dann frage ich mich, wieso ihr diese wahnwitzige Mission immernoch ausführt!" rief Garet weiter.
"Beruhigt euch!" rief Cosma und trat zwischen die beiden. "Wir hatten nie die Absicht, gegen euch zu kämpfen, wirklich!" Dabei bohrte sie ihren Blick in den Garets, der einen verlegenen Eindruck machte. "Isaac, das mein ich ernst!"
"Und sie haben uns immerhin vor Hagartio und Dinaria gerettet..." murmelte Mia nachdenklich.
"Ohne sie hätten wir alt ausgesehen..."
Ivan trat hervor und fuhr Felix vorwurfsvoll an: "Isaac hat sich ununterbrochen Sorgen um Jenna und Kraden gemacht! Und um Cosma auch, nachdem ihr vom Turm gefallen seid! Seit wir uns getroffen haben, hat er von nichts anderem erzählt! Hättet ihr uns nicht bescheid geben können??"
"Und dann?" fragte Aaron. "Was wäre dann passiert?" Seine Stimme klang nicht vorwurfsvoll oder mahnend, sondern ruhig und beherrscht.
"Wir wollten nicht gegen euch kämpfen, deshalb sind wir vor ech abgehauen. Denn dazu wäre es doch zwangsläufig gekommen."
"Unsere Mission und eure Mission hätten uns zum finalen Aufeinandertreffen gezwungen." sagte Felix, mit leisem Bedauern in der Stimme.
"Wieso zum Henker machst du das überhaupt???" fragte Isaac nun wütend. "Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn!"
"Lasst mich das erklären." antwortete Kraden und trat vor. "Felix ist in seiner Heimat als Verräter gebrandmarkt, weil er dieser Mission nachgeht. Er wollte mich und Jenna niemals in die Sache hinein ziehen, deshalb behandelte er uns bis zum Schluss wie die entführten Opfer, sodass wir nicht als Komplizen galten."
"Vale verraten?" fragte Garet. "Weil er die Elementarsterne mit Saturos und Menardi zusammen gestohlen hat?"
"Felix war von Anfang an Teil dieses Komplotts. Er machte es sich zur Aufgabe, mit ihnen zusammen die vier Leuchttürme der Elemente zu entzünden und somit die Alchemie wieder nach Weyard zurückzubringen."
"Warum habt ihr ihnen geholfen?" fragte Ivan Kraden und Jenna, die verlegene Blicke tauschten.
"Die Alchemie wird Weyard doch vernichten!" rief Mia.
"Saturos und Menardi haben uns erpresst." antwortete Jenna, mit einem Zittern in der Stimme. "Isaac, sie haben unsere Eltern!"
"Aber...." setzte Garet verwirrt an. "Eure Eltern und Isaacs Vater sind doch vor drei Jahren während des Sturms auf dem Aleph-Berg gestorben!"
"Der Sturm in dieser Nacht war durchaus kein Zufall, Garet." antwortete Kraden ihm. "Saturos und Menardi, zusammen mit einer kleinen Streitmacht aus Prox haben in jener Nacht versucht, das Heiligtum von Sol zu erkunden, obwohl die Ältesten von Vale es verboten hatten. Dabei lösten sie eine Falle aus, die alle, außer jenen beiden tötete und den Sturm heraufbeschwor."
"Ihr beide habt in dieser Nacht zwei Fremde gesehen oder?" fragte Jenna. "Das waren Saturos und Menardi!"
"Wie könnten wir das vergessen?" fragte Isaac und sah Garet an, der gespielt über den Hinterkopf strich. "Die haben uns beiden ganz schön auf den Deckel gegeben..."
"Da waren sie bereits auf der Flucht." sagte Kraden. "Vor dem Sturm, den sie selbst heraufbeschworen hatten."
"Damals dachten wir alle, Felix sei im Fluss ums Leben gekommen, zusammen mit unseren Eltern." sagte Jenna.
Felix sah auf und Isaac zum ersten Mal in die Augen. "Doch die beiden haben mich im Fluss treiben sehen und gerettet. Sie haben mich mitgenommen und trainiert."
"Klingt...nett..."
"Tatsächlich wurde in dieser Nacht keiner der Einwohner von Vale vom Sturm getötet." sagte Kraden, woraufhin die vier erst recht stutzte.
"Das heißt also...?" fragte Isaac erregt, während Felix nickte.
"Sie haben uns alle gefunden und nach Prox geschafft. Während ich im Umgang mit der Psynergie trainiert wurde, hat man sie von mir fern gehalten, weil ihre Kräfte nach dem Sturm und all den Verletzungen nie mehr so stark waren, wie früher und sie für die Pläne von Saturos nutzlos waren. Aber keine Sorge, man hat uns gut behandelt."
"Warum habt ihr uns das denn nicht schon früher gesagt?" fragte Mia aufgeregt. "Glaubt ihr, wir hätten das nicht verstanden? Wir hätten euch ganz sicher geholfen, schon um Isaacs Vater zu retten, geschweige denn Jenna und eure Eltern!"
"Es....ist doch etwas komplizierter..." murmelte Felix, der unter Mias Ansprache doch etwas zusammengezuckt war...
"Vielleicht waren wir ihnen auch nur hinderlich?" überlegte Ivan. "Zu dem Zeitpunkt, mal ganz ehrlich, konnte niemand von uns mit seiner Psynergie im Kampf viel anfangen..."
"Nein." unterbrach ihn Kraden. "Darum ging es nicht. Die Leuchtfeuer zu entfachen hatte noch einen anderen und, wenn ich das mal so sagen darf, viel wichtigeren Grund."
Den fragenden Gesichtern der vier entgegen blickend, sagte er, mit dem Brustton der Überzeugung und zu ihrem Entsetzen: "Wenn die Leuchtfeuer nicht alle entfacht werden, so wird Weyard den Weg der Vernichtung gehen."
Stille.... die vier konnten sich überhaupt nicht vorstellen, wie das sein konnte. Die Siegel schützten die Welt doch vor der Alchemie!?
"Ver...Vernichtung??"
"Wir wissen aus sicherer Quelle..." sagte Aaron, "dass unsere Welt immer weiter schrumpft. Große Brocken brechen aus Weyard ab und verschwinden im Weltraum, sodass sie immer kleiner wird."
"Elementare Energie treibt das Wachstum der Zivilisation voran." sagte Cosma. "Und nicht zuletzt das Leben der Welt selbst. Ohne sie werden wir auf lange Sicht alle aussterben."
"Und das nur, weil die Leuchttürme erloschen sind?" fragte Mia verwirrt.
"Es....geht weniger um die Leuchttürme, als vielmehr um die goldene Sonne." sagte eine Stimme am Eingang und als die neun herumfuhren, erkannte Isaacs Gruppe zu ihrer Freude den tot geglaubten Ryan, der sich am Türrahmen festhielt und aussah, als wäre er Meilen gelaufen.
"Ryan!!" riefen sie ausgelassen und Mia fiel ihm um den Hals. "Wir...wir haben gedacht, du wärst gestorben!!"
Ryan zögerte, ehe er die Umarmung erwiderte, weniger herzlich, als beabsichtigt. "Es war auch knapp, aber dieser Alex hat mich gerettet..."
SIe ließ ihn schlagartig los. "Alex?? Dieser Kerl??"
"Das ist nicht alles..." sprach er weiter. "Er hat mich in eine Bibliothek im Turm gebracht, wo ziemlich viele Bücher über die Zeit vor dem Zerbrechen stehen..."
"Zerbrechen??" fragten die neun verwirrt. "Was ist das Zerbrechen??"
"Das...ist kompliziert...ich hab was gestöbert und einiges gefunden...." antwortete er. "Leute, ich hab euch 'ne Menge zu erzählen...."
Er setzte sich erst einmal, um wieder zu Atem zu kommen und musterte die Gruppe um Felix neugierig. "Nett, euch kennenzulernen..."
"Ähm....ebenso..." antwortete Felix, doch noch etwas überrascht...
"Dann erzähl uns bitte, was du weißt." drängte Kraden.
Ryan nickte nachdenklich und versuchte, die Geschehnisse nachzuerzählen.
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
Antworten
#15
Der nächste (und für heute letzte) Part des dritten Kapitels.
Es wird geklärt, was während des "Zerbrechens" geschehen ist, die beiden Gruppen finden zusammen und es werden Entdeckungen gemacht, die selbst Kraden verblüffen.

~~Treffen in Contigo~~
-Part 3-

"Vor langer Zeit, vor dem sogenannten Zerbrechen, nutzte ein Volk namens "Alchera" diese Welt als Testgelände für die Kräfte der Elementaristik, auf denen auch die Sagittari basieren und viele andere Welten im Multiversum.
Im Prinzip und es ist in der Tat eine grausame Vorstellung, waren die Adepten, wie ihr sie nennt, Versuchsobjekte, um die Elementarkräfte genauer zu erforschen.
Die Alchera waren einerseits ein technisch hochversiertes Volk, genannt die Exathi, andererseits auch der magischen Künste kundig. Diese Gruppe nannte sich widerum die Jenei.
Diese beiden Völker kreierten gemeinsam das System der Elemente und ein Gleichgewicht, damit nicht eines der Elemente die Überhand gewinnen konnte und damit keine Kriege entstanden.
Da diese frühen Völker der Alchera jedoch allesamt sehr...experimentierfreudig waren, kam es hin und wieder zu Zwischenfällen. Unerlaubterweise wurden hie und da bestimmten Adepten besondere Fähigkeiten verliehen, so kamen unter anderem die Proxianer zu ihrem drachenartigen Äußeren. Auch begannen die Völker, die Wesenszüge ihrer Elemente anzunehmen, so wurden Merkus-Adepten beispielsweise sehr ruhig und weise, während Mars-Adepten sehr aufbrausend, tapfer und kriegerisch wurden.
Und weil die Adepten mit der Zeit immer verschiedener wurden, zogen sie sich mit ihren Artgenossen zusammen, trennten sich von jenen, mit denen sie nicht zusammenpassten und gründeten so eigene Kulturen.
Die Zeit verging und mit der Zeit vergaßen die Kulturen, auf ihrer Trennung begründet, wie wichtig das Gleichgewicht ihrer Elemente war. Alle, allen voran die Proxianer, schmiedeten eigene Pläne, um ihre Kultur auszuweiten, welche durch die Macht der Alchemie riesige Fortschritte erzielten... und so kam es zum ersten, großen Krieg, angezettelt durch den Mars-Clan, der die Welt erschütterte und dem noch viele weitere folgen sollten.
Die Alchera, deren Forscherdrang ihnen verboten hatte, sich einzumischen, da sie nach wie vor die Geschehnisse der Welt observierten, beobachteten entsetzt, wie die Welt, die sie erschaffen und studiert hatten, durch die Hände machthungriger Eroberer zerstört zu werden drohte und beschlossen, die Quelle des Unheils, die Alchemie, zu versiegeln.
Als Konsequenz wurde der Fluss der freigesetzten Psynergie ungleich schwächer, die Adepten verloren einen Großteil ihrer Kräfte und konnten nicht mehr gegeneinander kämpfen.
Was die Alchera jedoch nicht vorausgesehen hatten, war, dass durch den plötzlichen Kraftverlust ihrer einzigen Energiequelle, die Welt als solche nicht mehr existieren konnte. Als auf einen Schlag sämtliche Alchemie verschwand, zerbrach der Planet, auf dem sich die Kontinente Weyards befunden hatten, in viele Stücke.
Auf einem dieser Bruchstücke entstand das Weyard, das wir heute kennen, der Kontinent wurde gespalten und wurde zu den kleineren Kontinenten und Inseln, die es heute gibt.
Seither treiben die Bruchstücke, zu denen Weyard gehört, führerlos im All herum und zerfallen allmählich noch weiter, bis sie völlig verschwinden.
Als die Alchera erkannten, was sie angerichtet hatten, versuchten sie sich an der Kreation eines Sicherungsmechanismus, der die Bruchstücke wieder zusammenfügen sollte, wobei unter anderem die vier Leuchttürme und das Heiligtum von Sol entstanden, in dem die Elementarsterne aufbewahrt wurden. Doch bevor das System hochgefahren werden konnte und die Sterne ihren Platz einnehmen konnten, ging etwas fürchterlich schief. Das System versagte und es gab eine große Katastrophe, bei der die Alchemie teilweise wieder freigesetzt werden konnte. Dadurch ist es heute immernoch möglich, Psynergie zu wirken. Aber als die Alchera verstanden hatten, dass es für Weyard keine Rettung mehr gab, verließen sie die Welt, um sich anderswo ihrer Forschung widmen zu können....seitdem ist das Volk von Weyard auf sich allein gestellt."


Als Ryan geendet hatte, pfiff Garet anerkennend. "Das....is' starker Tobak...."
Die anderen starrten ihn immernoch entgeistert an. "Moment!" rief Cosma und stellte sich in die Mitte der Anwesenden. "Heißt das...wir sind alles nur...weggeworfenes Spielzeug irgendwelcher...uralten Forscher oder so??"
"Ihr seid die Vorläufer sämtlicher Elementarkonzepte im Kosmos." antwortete Ryan, mit einigem Bedauern. "Aber...seht es mal so: Ihr habt euch vor langer Zeit von der Herrschaft der Alchera losgesagt. Im Endeffekt ist auch meine Welt nichts anderes, als das. Wir müssen eben akzeptieren, dass wir alle von diesem Volke abstammen."
"Wieso versagte der Mechanismus nur?" fragte Aaron nachdenklich. "Was war der Grund?"
"Keine Ahnung, das stand nicht in den Aufzeichnungen." antwortete Ryan und zuckte mit den Schultern. "Offenbar hat der Career versagt, der die Sterne zu den Türmen bringen sollte. Aber wenn wir diesen Teil umgehen, sollte das System wieder arbeiten und den Planeten wieder zusammensetzen können."
"Du...hast gesagt, deine Welt sei rund oder?" fragte Mia. "Heißt das, Weyard war auch....?"
"Rund? Ja. Ihr seid hier nur auf einem sehr großen Bruchstück gelandet."
"Aber der alte Weise hat doch behauptet, dass das Freisetzen der goldenen Sonne den Untergang der Welt verursachen würde!" rief Garet. "Ich verstehe das nicht, was stimmt denn nun?"
"Tatsächlich kann das schlagartige Wiederfreisetzen dieser gewaltigen Menge an Energie durchaus... schreckliche Folgen haben..." sagte Kraden. "Wie eine gewaltige Explosion."
"Das Ende der Welt mit Sicherheit abwarten oder es versehentlich selbst herbei führen..." murmelte Isaac. "Tolle Auswahl..."
"Obgleich uns die Fakten, die Ryan und hier dargelegt hat," sagte Kraden "nicht bekannt waren, verfolgte Felix von Beginn an dieses Ziel, um die Welt zu retten."
"Das hättest du uns doch sagen können!" rief Isaac wütend. "Dann wäre all das hier nie passiert!"
"Ich weiß." antwortete Felix. "Jetzt, im Nachhinein weiß ich es..... es tut mir Leid....Saturos und Menardi könnten immernoch bei uns sein..."
"Im Endeffekt wollten sie nur das Beste für ihren Clan..." murmelte Ivan.
"Ich glaube aber nicht, dass ihre Interessen viel weiter gereicht haben." widersprach ihm Cosma. "Wenn sie ihren Clan hätten retten können, ohne die Walt gleich mit, hätten sie es auch gemacht."
"Wie auch immer, wir hätten ihre Hilfe gut gebrauchen können..." meinte Aaron.
"Wieso das denn?" fragte Garet.
"Nun, Hagartio meinte auf der Spitze des Jupiter-Turmes, dass der letzte Turm in Prox steht...und wir haben ihn und Dinaria bekämpft...wir werden nicht sehr willkommen sein..."
"Versuchen wir es trotzdem." schlug Jenna vor. "Wir können den beiden doch nicht die Rettung unserer Welt überlassen!"
"Stimmt..."
"Keine gute Idee!"

"Da wir nun alles wissen, möchte ich auch ein paar Worte sagen!" rief eine weitere Stimme vom Eingang her und eine junge Dame mit lilanen Haaren betrat den Raum.
"Hama!" riefen Mia und Garet überrascht.
"Hama?" wollte Ryan wissen.
"Hama?" fragte auch Kraden. "Du kennst Isaac und seine Freunde?"
"Wir trafen uns in einem Tempel, am Rande der Wüste in Angara." antwortete Isaac, nicht minder perplex, die Frau hier zu treffen, so weit weg von ihrem Tempel, in dem sie als Priesterin agierte.
Ohne auf die Vorstellungen einzugehen, sagte die Frau: "Mein Name ist Hama und ich bin eine Nachfahrin der Anemos von Contigo."
"Contigo??" fragte Isaac überrascht.
"Wir haben doch bei unserem letzten Besuch hier herausgefunden, dass Ivan auch von hier kommt?" fragte Mia ihre Freunde.
"Haben wir?" fragte Ryan überrascht.
"Wüsstest du, hättest du nicht verpennt." grinste Garet verschmitzt. "Außerdem hatte er doch eine Schwester oder?"
"Ja." sprach Hama. "Das bin ich."
Als Ivan langsam näher kam, mit Augen, groß wie Teller, so viele Fragen auf der Seele brennend und gerührt, da wies sie ihn ab.
"Nein, Ivan. Dazu ist später noch Zeit, jetzt muss ich euch etwas sagen!" rief sie hastig.
Die zehn Gefährten eingehend musternd, sagte sie: "Drei von vier Leuchttürmen brennen lichterloh und die Elemente sind aus dem Gleichgewicht geraten. Merkur und Venus ergeben die Kälte, Merkur und Jupiter ergeben die Feuchtigkeit. Ohne das ausgleichende Element des Mars wird es auf der Welt immer kälter, der Norden wird unter einer Eisschicht begraben."
"Das stimmt." bestätigte Kraden. "Wenn wir den Mars-Leuchtturm nicht entzünden, wird der Weltuntergang noch viel früher eintreffen, als wenn wir garnichts täten!"
"Was wir einmal anfangen, müssen wir jetzt auch zu Ende bringen."
"Also müssen wir nach Prox." stellte Felix fest. "Und zwar schnell...."
"Apropos." fuhr Ryan dazwischen. "Ich hab mir eine Simulation angesehen, die den Verfall der Welt Weyard zeigt! Wartet, ich hab sie dabei...."
Er zog hastig die Kristallplatte hervor und zeigte sie ihnen. Darauf zu sehen war eine holografische Darstellung der Welt aus der Vogelperspektive, sowie der Kreis des Verfalls, der sich immer enger zog.
"Seht ihr? Der Leuchtturm befindet sich nahe der Kante..." sagte er und deutete auf einen kleinen roten Punkt, der sich am nördlichen Rand der Welt befand. "Der Kreis zieht sich immer enger, bis..."
Der Kreis zog sich über den Turm, der plötzlich erlosch. "...der Turm in den Weltraum hinausfällt..."
"Wann ist es soweit?" fragte Cosma beunruhigt.
"Laut der Zeitberechnung, die hier eingegeben wurde, in einem Monat. Wir haben nicht viel Zeit, bevor der Turm für uns unerreichbar wird..."
"Aber Hagartio hat doch den Mars-Stern von Felix gestohlen!" rief Jenna. "Wir kommen nicht ran! Die beiden werden den Turm doch wohl entzünden können! Sie sind doch Mars-Adepten!"
"Die beiden werden scheitern." unterbrach sie Hama. "Ich habe es gesehen...vor dem geistigen Auge sah ich, wie sie versagen würden, denn eine große Macht versucht, das Entfachen zu verhindern."
"Große Macht...?"
"Aber wer...."
"Auch ihr werdet versagen!" rief sie. "Ausgenommen....ja, ausgenommen, ihr bündelt eure Kräfte und kämpft gemeinsam! Hand in Hand für das Überleben unserer Welt."
Entschlossen streiften sich die Blicke der verschiedenen Mitglieder der beiden Gruppen. Hie und da wurde genickt, ein zuversichtliches Grinsen gezeigt....
"Wir machen das! Zu acht haben die gegen uns keine Chance!" rief Garet laut und erntete Zustimmung von den anderen.
Hama nickte zufrieden. "Das hoffte ich. Also gut, ich werde euch nun wieder verlassen, Kinder! Aber ich habe noch ein Geschenk für euch! Trefft mich am Meeresarm, nahe der Stadt, da werdet ihr es erhalten!"
Mit diesen Worten verschwand sie, ohne noch weiter auf Ivan zu achten, der so dringend mit ihr sprechen wollte....
"Meeresarm?" fragte Aaron. "Haben wir da nicht unser Schiff gelassen?"
"Ihr habt ein Schiff???" fragten Mia und Ivan begierig. "Im Ernst???"
"Öh, ja!" antwortete der Blauhaarige. "Es ist meines! Wir reisen damit schon die ganze Zeit!"
"Und wir dachten schon, wir säßen fest....wir haben unseres geschrottet...." brummte Garet, wobei sein Blick auf den Ryan fiel, der rot anlief....
"Wie...auch immer..." sagte dieser, um abzulenken, dass es seine Schuld war. "Gehen wir??"
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#16
So, letzter Part des dritten Kapitels.
AUch hier wieder ein einigermaßen bekannter Teil fü GS-Liebhaber, aber neu aufgerollt. Ich hab beschlossen, die Originaldialoge doch etwas abzuändern, danke für den Tipp.
hier nun also:

~~Treffen in Contigo~~
-Part 4-


Der Atteka-Flussarm war ein Seitenarm des Flusses, den sie bei ihrer ersten Reise nach Contigo heraufgekommen waren, gesäumt von malerischen Stränden vor der Kulisse hoher Canyonwände, von der Sonne in ein leuchtendes Orange getaucht.
Als die zehnköpfige Gruppe am Ankerplatz von Aarons Schiff eintrafen, mit dem er Felix und Konsorten durch die halbe Welt kutschiert hatte, staunte Garet nicht schlecht: "Das ist ja genau Dasselbe, wie unser Schiff!!!"
"Ihr hattet auch so eines?" fragte Aaron verwirrt. "Aber....woher? Wart ihr in meiner Heimat?"
"Ähm...lange Geschichte..." antwortete Ivan ausweichend.
Nein, die Heimat Aarons, die verschollene, hochzivilisierte Stadt Lemuria hatten sie niemals gesehen, dafür jedoch der, der dieses Schiff aus eben jener Stadt gestohlen hatte und es ihnen überlassen hatte.
Da dieser Jemand jedoch in Aaron wahrscheinlich keine guten Erinnerungen wachrufen würde, hatte man einstimmig beschlossen, es ihm gegenüber nicht zu erwähnen.
"Ryan hat unseres jedenfalls geschrottet." antwortete Garet, mit einem sadistischen Grinsen und beobachtete genüsslich, wie sein Mitreisender rot anlief, wie eine Tomate.
"Ich hab dich immerhin wieder aus dem Wasser gefischt, du Riesentrampeltier!" fauchte er und setzte seinen Weg wortlos fort.
"Was machen die eigentlich mit dem Schiff?" fragte Felix und deutete auf eine beträchtliche Anzahl Arbeiter, die gerade damit beschäftigt waren, große Metallgerüste an beide Seiten des Rumpfes anzubringen, dirigiert von Hama, die an Deck stand und die Männer herumscheuchte, wie die Königin ihre Ameisen.
"Heeey!" rief Aaron, doch ein wenig empört, dass diese Leute unerlaubt an seinem geliebten Schiff herumbastelten. "Darf man fragen, was das wird???"
"Darf man!" kam die Antwort, jedoch nichts weiter, denn Hama dirigierte einfach weiter...
"Ganz schön dreist..." wurde das von Cosma kommentiert, während Ivan, Garet und Ryan in kollektives Gelächter ausbrachen.
"Das ist nicht witzig!!" keifte Aaron und sah wieder hoch. "Und WAS wird das???"
"Siehst du doch! Wir montieren Flügel an deinen Kahn!"
Flügel?
Neugierig und gefolgt von Jenna und Ivan, begutachtete er eines der Gerüste. Tatsächlich erinnerte es ihn entfernt an einen eingeklappten Drachenflügel, so wirklich überzeugt war er aber nicht...
"Und...wozu brauchen wir Flügel?" fragte er skeptisch und strich über das Material, das grün im Sonnenlicht schimmerte... "Wow, ganz hart...aber auch irgendwie leicht....."
Hama kam zügig den Bootssteck herunter gelaufen und positionierte sich, wie der Chef einer Bande Bauarbeiter vor Felix und Isaac. "Unser Abschiedsgeschenk: Die Flügel der Anemos, deren Schiffe die Lüfte durchflogen, wie die Vögel!"
"Fliegendes Schiff?" fragte Mia, während Aaron nur entsetzt schaute. "Mein....Mein Schiff!?"
"Einer alten Prophezeihung nach" sprach sie weiter, "sollen wir die Flügel dem Schiff schenken, das einen Drachenkopf besitzt und dessen Crew die Leuchttürme wieder entzünden wird."
"Verstehe..." murmelte Felix nachdenklich. "Deshalb waren alle so aus dem Häuschen, als wir angekommen sind..."
Sie lachte erheitert. "Ja, das wird es gewesen sein! Jetzt haben wir unsere Aufgabe erst einmal erfüllt! Und ihr müsst jetzt weiterreisen, zum Mars-Leuchtturm."
"Oh, ich freue mich...." brummte Ryan sarkastisch und rieb sich gespielt die Oberarme mit den Händen. "Wir haben doch Pelzmäntel an Bord oder?"

Alle waren über die Reling gelehnt und winkten den Contigoern zum Abschied zu, allen voran Ivan, der noch so viele Fragen hatte.
Aaron umklammerte das Steuerrad als stolzer Kapitän und hielt auf den Hafen zu.
Die erste Bewährungsprobe für die neuen Flügel nahte: Die großen Riffe vor der Bucht, die ein Ein- und Ausfahren unmöglich machten.
"Wenn die nicht funktionieren, dann haben wir überhaupt kein Schiff mehr...." gab Garet nervös zu bedenken und beobachtete, wie die scharfkantigen Felsen immer näher rückten.
"Keine Sorge, mein Großer." sagte Cosma und warf Ivan einen verschmitzten Blick zu. "Die Flügel funktionieren mit Psynergie! Ich und Ivan werden das schon schaukeln."
"Kein Witz?"
"Lehn dich zurück und genieß das Schauspiel!"
Die Flügel breiteten sich aus, zwei große, majestätische Drachenschwingen, die das Wasser aufwirbelten, das wie regenartiger Guss auf die Mannschaft herabfiel.
Ein großer Schwinger der beiden Anhänge erzeugte kräftige Windstöße und Wellen und sie spürten, wie ein Ruck durch den Rumpf des Schiffes ging, der sie alle fast von den Füßen riss.
Die Felsen kamen näher und näher, verschwanden unter dem Schiff, ohne dass etwas zu Bruch ging und langsam, ganz langsam erhob sich Aarons geliebtes Gefährt hinein, in die Lüfte....

"Unglaublich!" rief Garet begeistert und rannte die Reling entlang. "Das ist einfach unglaublich!!"
"Ein fliegendes Schiff...." hauchte Kraden, nicht minder glücklich über diese bahnbrechende Entdeckung. "So etwas habe ich wirklich noch niemals gesehen...."
"Kenn ich schon..." Ryan gähnte, beinahe gelangweilt, warf seinen Kollegen jedoch ein Grinsen zu, als diese empört dreinblickten. "Aber noch nie war's so schön, zugegeben."
"Eins irritiert mich aber doch noch." gab Mia plötzlich zu bedenken und als alle Blicke auf sie gerichtet waren, sagte sie: "Damals im Tempel des Lama hat Hama uns doch gesagt, wir müssten die Entzündung der Leuchtfeuer verhindern oder? Und in Contigo hat sie uns das Gegenteil aufgetragen....wieso denn das?"
"Nun, sie kann doch in die Zukunft sehen oder?" fragte Felix. "Wahrscheinlich hat sie vorausgesehen, dass ihr es ohnehin herausfindet."
"Wäre vielleicht eine Idee..." gab sie zu.
Ivan dachte nach. "Ich glaube....Hama ist ein Mensch, der seine Beweggründe nie ganz offenlegt...."
"Passt zu einem Jupiter-Adepten...." murmelte Ryan. "Also, finde ich jetzt...muss ja nichts heißen...."
"Auf jeden Fall passt es zu ihr..."


Ende von Akt 3
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#17
So, Freunde!
Nachdem im letzten Kapitel einige entscheidende Entdeckungen gemacht wurden, hier mal ein Einschub, damit wir so sehen, was während all der Geschehnisse eigentlich so mit Ryans Heimatwelt geschehen ist.
Dieses Kapitel kam eigentlich vor der Golden Sun-Saga, aber da es dazugehört und den Grund für Ryans Ankunft erklärt, stelle ich es doch mal rein. Viel Spaß, auch wenn es mit GS nichts zu tun hat.
Ach ja, nochwas! Da es sich um ein Multicrossover handelt, wundert euch nicht, wenn euch viele Namen bekannt vorkommen werden (oder auch nicht).

~~Herrschaft der Schatten~~
-Part 1-

"Hast du je darüber nachgedacht, dass wir verlieren könnten?"
"Wo denkst du hin? Die Guten gewinnen doch immer!"




Eine einsame Gestalt wanderte durch die zerstörten Gassen der ausgestorbenen Stadt...
Die Kristallsäulen ragten über ihm in den Himmel auf und Nox fühlte sich von den beiden fahlen Lichtern, die durch die dunkle Wolkendecke schienen beobachtet....
Er zog sich den dunklen Mantel enger, um sich vor der eisigen Kälte Tibets zu schützen.
Endlich erreichte er den Treffpunkt....
Hier, unweit vom Arc-Gelände hatte sich eine kleine Gruppe versammelt...
Der Wächter des Lichts hielt auf Ienzo, Syuu, einen Vertreter des Ordens, der zufällig auf der Erde stationiert gewesen war und einige Kryptojäger, darunter Cains alte Freundin Mell.
"Ist dir auch kein Greifer gefolgt?" fragte Syuu feindseelig und sah sich in den Ruinen um.
"Nein, ich war vorsichtig...." bibberte der Junge und rieb sich über die steifgefrorenen Oberarme.

"Pff...." machte Syuu nur abfällig und wandte sich wieder den anderen zu. "Wie sieht es mit unsere Truppen in London aus?"
"Kein Kontakt mehr." sagte der ältere Herr vom Orden, dessen halbes Gesicht hinter Metallplatten steckte. "Wahrscheinlich hat der selbsternannte Herr der Erde die Stadt angreifen lassen...."
"Würd mich nicht wundern....." murmelte Ienzo. "Er hat sämtliche Großstädte der Welt unter Belagerung durch seine Greifer gestellt....niemand kommt da rein oder raus."
"Dann frag ich mich, wie wir unsere Leute kontaktieren können! Dieser Mistkerl kontrolliert den ganzen Planeten!" fluchte einer der Jäger.
"Das schon, allerdings kann er seine Aufmerksamkeit offenbar nur auf einen Punkt konzentrieren. Wenn er einen Angriff startet, stehen seine anderen Streitkräfte still!"
"Und inwiefern hillft uns das? Wir können nicht gegen die ganze Welt antreten!"
"Bis auf weiteres müssen wir uns seiner Aufmerksamkeit entziehen. Bevor es losging, hab ich unsere Leute in NYC angewiesen, so viele Menschen wie möglich in die Katakomben unter der Kanalisation zu schaffen."
"Und....da passen alle Einwohner New Yorks rein oder was?" fragte Syuu abfällig.
"Die meisten, ja."
"Hatten wir Erfolg mit dem Stargate?"
"Weder Star- noch Eternalgates funktionieren. Wir sind völlig von außen abgeschnitten."
"Herrlich....also, irgendwelche konstruktiven Ideen?"
~~Ich hätte da eine......~~
Für einen Moment stand die Gruppe entsetzt still, ehe sie bemerkten, was vor sich ging...
"Lauft! Er hat uns gefunden!!"
~~Es gibt kein Entkommen...~~ grollte die tiefe Stimme, die aus dem Herzen der Erde selbst zu kommen schien....
~~Ich verfüge über sämtliche magische Energien dieser Welt! Lasst es mich euch demonstrieren!~~
Schwarze, spitze Kristalle schossen aus dem Boden, ein nadelspitzes Feld, fast wie ein tödlicher Rasen in Übergröße.
Ein dumpfes Flatschen und ein spitzer Aufschrei verriet Nox, dass einer der Männer getroffen worden war, doch er hatte keine Zeit, sich umzudrehen...
Er lief nur noch, lief um sein Leben und hoffte, es hatte nicht Ienzo erwischt... er musste einen sicheren Ort erreichen! Irgendwo!
Er wusste doch eigentlich, dass es keinen sicheren Ort mehr gab....

Angst...



"Gib's du mir bitte noch'n Stück?" fragte Sora und nahm von Link ein Stück Fleisch in Empfang.....
"Nicht zu viel, wir müssen einteilen...." murmelte der Hylianer und sah aus dem Wrack des Raumschiffes hinaus....
Sakura kam aus dem hinteren Teil des Schiffes, strich sich durch das schweißnasse Haar und seufzte tief.
"Wie geht es Katara?" fragten die beiden simultan. Sie schüttelte resigniert den Kopf. "Nicht wach zu kriegen...ich hab nicht genug Kraft und ohne Antibiotika kann ich nicht versprechen, dass sie sich durch die Wunde keine Infektion holt....Aang ist noch bei ihr...."
"Verdammt......wo kriegen wir nur Medikamente her?" fragte ein junger Arzt, mit ihnen aus dem Arc geflohen, wie noch ein dutzend anderer, die sich um sie herum befanden.
Jeder aß etwas von seiner kärglichen Ration, auf sie sie sich nun schon seit zwei Wochen beschränken mussten.... so lange waren sie schon auf der Flucht...und so lange lag Katara bereits flach...
"Wie sehen die weiteren Pläne aus?"
"Die anderen wollten sich in London treffen.....aber wir kommen da nicht mehr hin...."
"Wo sind wir denn?" fragte Sora zwischen dem Kauen.
"Irgendwo in der Bretagne abgestürzt.....verdammter Blitz...."
"Das hilft uns nicht weiter...." murmelte Sakura ungehalten. "Wie geht es den anderen Verletzten?"
"Viel besser! Die können bereits wieder laufen und herumtollen, wie die jungen Götter!"
"Das ist immerhin ein Anfang.....Simmeon, haben Sie nach Sayra gesehen?"
"Es geht ihr besser, aber sie muss noch liegen bleiben." antwortete der Arzt sachlich. "Wir haben wirklich nur noch Pech......"
Link stand abrupt auf. "Also, Bretagne! Irgendwelche Vorschläge??"
"Über das Meer wäre Selbstmord...." antwortete einer der Wissenschaftler. "Das spielt total verrückt! Mal ist es so fest, dass man drüber laufen könnte und mal tobt es, wie im schlimmsten Sturm!"
"Stimmt, das ist viel zu gefährlich..." pflichtete ihm eine weitere Ärztin bei.
"Aber irgendwie müssen wir doch weiterkommen oder?"
"Tze, es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis er uns findet....dieser Kerl ist einfach überall....."
"Ich frage mich, wo Cain ist....." murmelte Sora leise und die Diskussion verebbte...
Die Leute sahen betreten zu Boden, niemand sprach mehr.....

Hoffnungslosigkeit....



Die weite Ebene, die einmal der pazifische Ozean gewesen war, erstreckte sich vor Broly, dessen Haare im WInd umherflatterten. Der Sayajin bekam einfach nichts anderes mehr zu sehen als zu Glas erstarrte Wellen und gigantische Kristallsäulen.....
"Beeil dich." wies er Naruto an. "Geht das nicht schneller?"
"Wir sind seit Stunden unterwegs, Mann!" protestierte der Junge wütend. "Seit Tagen, ohne Pause!"
"Stell dich nicht so an!" fauchte der schwarzhaarige Hüne ungehalten. "Wir haben gerade erst Japan passiert! Es ist noch ein ganzes Stück bis New York!"
"Das dauert doch Wochen!"
"Dann solltest du dich besser beeilen oder ich lasse dich hier zurück......"
Das zu Fuß gehen nervte, beschloss der Sayajin für sich. Aber fliegen war zu gefährlich.... In der Luft war er wie auf dem Präsentierteller und dieser räudige Hund konnte ihn schnell ausfindig machen.
"Haben wir noch Trinkwasser?"
"Nicht viel...." murmelte Naruto. "Alles, was noch nicht zu Kristall erstarrt ist, haben wir mitgenommen."
"Ich frage mich, ob er will, dass alle Menschen auf der Welt verdursten.....das Ziel scheint er jedenfalls zu erreichen..."
"Ich frage mich wirklich, was wir gegen jemanden ausrichten wollen, der die Welt selber ist....." jammerte der Ninja und ließ sich, ungeachtet Brolys Warnung gegen einen Wellenkamm sinken. "Wie bekämpft man eine Welt?"
"Das gilt es jetzt herauszufinden." antwortete Broly und setzte sich neben Naruto. "Aaaah...du hattest Recht, hinsetzen tut gut......"
"Hehe.....zeigt der große, geheimnissvolle Broly etwa Ermüdungserscheinungen?"
"Nein, aber wenn du lieber weiter laufen willst, lässt sich das einrichten, du Zwerg!" grinste der Sayajin sadistisch.
"Äääh, nein!!!" rief Naruto mit einem verkrampft anmutenden Grinsen und hob abwehrend die Hände, bis Broly von ihm abließ...
"Ich wollte damit auch nur sagen, dass wir unterwegs sind, seit wir von den anderen getrennt wurden....."
"Wir hatten keine Wahl, sonst hätte er uns alle auf einmal vernichtet....hoffentlich sind die anderen davongekommen...." brummte Broly und widerstand dem Drang, einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen.... der Weg war noch so weit....
"Hast....du das gehört?" fragte Naruto plötzlich und fuhr hoch....
"Was denn?"
"Ich....weiß nicht....klang wie ein...Platschen oder so? Hör doch!"
Er hatte recht..... plitsch platsch plitsch platsch...... immer näher und schneller....
"Greifer!" rief Broly und stand schnell auf. Das Innere des Wellenkamms, der sie, wie sie geglaubt hatten, vor Blicken geschützt hatte, wimmelte von Leben!
Ein amphibisch aussehendes Geschöpf schwamm darin, die Flossen schlugen platschend an die Oberfläche, ehe es den abscheulichen Kopf herausstreckte und das Kristallgebilde verließ.
Die Rückenflosse des, auf allen Vieren laufenden Geschöpfes bestand vollständig aus dünnem, schwarzen Kristall, während die Haut in einem düsteren Violett lag, auf der weiße Edelsteine lagen.
Der kahle Schädel verfügte über drei Reihen Edelsteinaugen und ein breites, zahnbewehrtes Maul, das bis hin zum Hals reichte und den Kopf in zwei Hälften teilte...
"Das ist aber mal ein abscheuliches Exemplar!" rief Broly angeekelt und überlegte sich einen guten Weg zur Flucht.
Diese Wesen waren ihnen überlegen, denn sobald eines von ihnen fiel, bemerkte Cains Schatten das.... und schickte gleich noch ein paar tausend....
"Ääääh, was machen wir???"
"Woher soll ich das wissen??" brüllte Broly und machte unsicher einige Schritte von dem Biest weg.
"Am besten laufen?" schlug Naruto daraufhin vor und der Sayajin nickte.
"Am besten laufen." stimmte er zu, lief hinter Naruto her, weiter in die Wellenebene hinein, verfolgt von dem Untier, das sich einfach nicht abschütteln ließ und nicht über die Wellen springen musste, sondern geradewegs hindurch rannte.
Mit einem Mal war es, mit einem gewaltigen Satz vor ihnen und fauchte sie an, offenbarte mörderische Krallen und Zähne.
"Verdammt, was nützt es uns, unbemerkt zu bleiben, wenn uns eines von diesen Viechern doch erwischt?" rief Naruto wütend und bereitete sich zum Angriff auf den Greifer vor. Eine rotierende Lichtkugel erschien auf seiner Handfläche und er sprang mit voller Kraft in die Luft, um auf dem Angreifer zu landen und ihm das Rasengan in den Rücken zu bohren!
Doch die Sache kam anders, denn die Attacke kratzte den kristallenen Panzer gerade mal an, ein kleiner Riss und....das war's.....
"Das darf doch wohl nicht wahr sein!" rief er und sprang schnell von dem Rücken, ehe die, voll bewegliche Rückenflosse ihm das Bein hatte absägen können.
"Das Ding ist unkaputtbar!"
"Geh mir aus dem Weg und sieh zu, wie das ein richtiger Mann macht!" sagte Broly und trat nun seinerseits auf das Geschöpf zu. "Hier, für dich!" rief er wütend und jagte eine Salve grüner Blitze in das Innere des Monstrums hinein....
Einige dicke Risse zogen sich über den Körper des Greifers, doch er stand immernoch!
"Was zum....."
"Hast du mir nicht gesagt, dass du mir zeigst, wie man das macht?" höhnte Naruto.
"Sei still und mach weiter! Ewig kann nichtmal so ein Greifer standhalten!"
"Pah, wenn du wüsstest!" rief Naruto, machte einen Vorwärtssalto in der Luft und schlug mit voller Wucht seine Ferse in die zertrümmerte Stelle auf dem Rücken des Greifers, woraufhin dieser lauthals zerbarst und einen durchdringenden Schrei ausstieß.
Keuchend kam der Junge zum Stehen und spürte Brolys Hand auf seiner Schulter. "Gut gemacht." sagte der Sayajin zufrieden. "Aber.....jetzt müsste eigentlich die Apokalypse ausbrechen oder so...."
"Vielleicht hat er ja gerade was anderes zu tun, als sich um uns beide zu kümmern?" fragte Naruto. "Kann ja sein!"
Ein Platschen hinter ihnen ließ sie zusammenzucken....und noch eins...und noch eins....
Platsch, Platsch, Platsch, Platschplatschplatsch....
"Irgendwie.....bezweifle ich das....." flüsterte Broly entsetzt und drehte sich ganz langsam um.....
Dort, zwischen den Wellen krochen zischend mindestens ein dutzend weitere Exemplare dieser, besonders abscheulichen Greiferart.... und noch mehr brachen aus dem erstarrten Wasser hervor, immer mehr, immer schneller!
"Broly....?"
"Was ist??" keifte der Sayajin unruhig. "Hummeln im Hintern oder was??"
"N-nein......sieh.....sieh mal nach unten...."
Langsam, gaaanz langsam lenkte Broly den Blick auf den Boden zu seinen Füßen.....der sich auf irgendeine abscheuliche Art und Weise bewegte...oder eher das, was darunter war....
Ein riesiges, schwarzes, warziges Etwas schlängelte seinen Leib unter der Oberfläche umher und nahm einfach kein Ende...
"Weg hier.....Naruto, weg hier!!!!"
Schlagartig liefen sie weg, nur weg von diesen Ungeheuern, die sich sofort daran machten, die beiden zu verfolgen.
Naruto und Broly legten einen regelrechten Hürdenlauf hin, über jeden Wellenkamm sprangen die beiden hinweg, wie Leistungssportler, während die geifernden Bestien ihnen hüpfend folgten, den Vorsprung Sekunde um Sekunde verringerten.....
Und das Monstrum unter Wasser folgte ihnen ebenso......
"Lauf!!"

Erschöpfung...
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
Antworten
#18
So, der zweite und letzte Teil von "Herrschaft der Schatten", der weitere Geschehnisse auf der Erde darlegt und sich unter anderem mit Leon/Squall aus Kingdom Hearts/FF8 beschäftigt.


~~Herrschaft der Schatten~~
-Part 2-

"Sekunde, Sekunde! Ruheeee!!" brüllte Leon laut und stieß einige der Streithähne beiseite.
"Es reicht!"
Die gigantische, unterirdische Halle war ziemlich überfüllt, allerhand Menschen waren hier unten, tief unter der Stadt New York.
Sie alle hier unten in Sicherheit zu bringen war ein meisterlicher Kraftakt gewesen und mit einigen Verlusten verbunden gewesen. Selbst jetzt streiften Greifer durch die Kanalisation, um einen Eingang in die, von den Kryptojägern angelegten Katakomben zu finden.
Doch die Bedrohung dort draußen war nicht die einzige ihrer Art....
Die Apokalypse, wie die Übernahme der Welt durch den Schatten unter der Bevölkerung mittlerweile genannt wurde, war laut der Meinung einiger der Wille Gottes gewesen.
Natürlich, dachte Leon im Stillen. So musste es aussehen, wenn die gesamte Welt sich gegen jemanden verschwor und dahinter augenscheinlich eine Intelligenz steckte.
Da half auch die beste Aufklärung nichts, die fanatischsten unter den Menschen ließen sich nicht überzeugen und ihre Überzeugung verbreitete sich unter den Flüchtlingen wie ein Lauffeuer...
"Was ist hier los?" wollte nun auch Terra wissen. Einige Arc-Mitarbeiter und Kryptojäger bahnten sich den Weg durch die Menge, um den Radau zu beenden.
"Du schon wieder, Rogan!" rief ein Jäger mit Rastalocken, nahmens Radge. "Hab ich dir nicht gestern gesagt, du sollst keinen Ärger machen?"
"Du kennst ihn?" fragte Leon, was Radge bejahte.
Tatsächlich hatte Mr. Rogan, ein Familienvater aus Queens, der bis vor kurzem noch recht normal gewirkt hatte, angefangen Unruhe zu stiften und Leute um sich geschart, die verzweifelt genug waren, seinen Worten Glauben zu schenken...
"Alles, was dort draußen vor sich geht, geschieht, weil die Menschen sich versündigt haben!" rief der junge Mann mit einem irren Glanz in den Augen.
"Bitte?" fragte Drake, der mit dem Arc-Personal angekommen war. "Das ist ja lächerlich!"
"Ach, ist es das?" fragte ein anderer in der Menge. "Manche würden sagen, dass Kristalllebewesen, die die Menschheit abschlachten und eine bedrohliche Stimme aus dem Äther ebenso lächerlich wären!"
Zustimmung in der Menge.
"Wenn wir jetzt dort raus gehen und uns ihm unterwerfen, wird Gott uns verzeihen!"
"Wenn ihr da jetzt raus geht, werdet ihr höchstens alle abgeschlachtet!" rief Drake wütend.
"Die, die sich dem göttlichen Urteil widersetzen, dürfen nicht auf Vergebung hoffen." sagte Rogan.
"Wenn wir jetzt nicht zu uns finden und dem Einen unterwerfen, wird das unser Untergang sein! Wir landen im ewigen Höllenfeuer!"
"Ihr werdet da nicht rausgehen!" befahl Radge und baute sich vor Rogan auf, der nur hämisch lachte.
"Dann haltet uns doch auf! Wir sind 500 Menschen! Ihr könnt uns nicht zwingen, hier unten zu bleiben! Wer mir folgen will, der soll es tun! Er wird verschont, ganz sicher!"
"Achtung!" rief Drake seinen Leuten zu, doch die Menge an Menschen, an Männern, Frauen und Kindern war zu groß für die Truppen, um sie aufzuhalten.
Rogan, völlig fanatisch zog seine kleine Tochter, die eine Heidenangst vor ihrem Vater bekam, hinter sich her, ohne Rücksicht....
"Schnell....zum Ausgang...." keuchte Drake. "Wenn sie da rausgehen, sind sie tot...und wenn wir Pech haben, zeigen sie den Greifern noch den Eingang in die Katakomben....."
"So eine Masse an Leuten? Wir können froh sein, dass es nicht noch mehr sind!"

"Gleich sind wir da!" rief Rogan mit einem Zittern in der Stimme. "Gleich da! Dann wird uns die Erlösung zuteil! Komm, Hannah! Komm, mein Kind, bald wirst du vom Leiden erlöst!"
"Sei dir da mal nicht so sicher!" rief Drake. Er war bereits beim Ausgang angekommen, zusammen mit Leon und Radge, alle drei ihre Waffen herhoben und grimmig dreinschauend.
"Sie wollen ihre unschuldige Tochter dort mit hinaus nehmen? Kapieren Sie es endlich, Sie Spinner! Was auch immer unsere Welt zerstört ist ganz sicher kein Gott!"
Rogan, zuerst etwas aus dem Konzept gebracht, wandte sich zu seinen Mitstreitern um. "Sie....Sie müssen Gesandte des Teufels sein! Sie wollen uns von unserer Erlösung abhalten! Wer sonst als Gott könnte solche Mächte heraufbeschwören???"
"Oh, glaubt mir, Leute! Da kenn ich einige." antwortete Drake. Nur zur Demonstration und um die Leute von seiner Meinung zu überzeugen, ließ er eine Flamme in seiner Handfläche flackern.....
Doch so ganz hatte es nicht die erhoffte Wirkung.......
"Ein Dämon!!! Ich wusste es!" schrie Rogan irre.
Schlagartig verwandelte die Menge sich in einen Hexenkessel....
"Aus dem Weg!!!" schrien sie. Die drei wurden niedergetrampelt. Keiner konnte seine Waffen gegen die Zivilisten erheben, die nun allesamt in die Kanalisation strömten und auf die Oberfläche zu.....
"Wir....müssen.....hinterher...." keuchte Radge.
"Um was zu tun?" fragte Drake. "Sie haben sich doch entschieden....wenn man mit einem religiösen Fanatiker vernünftig reden könnte, gäbe es doch gar keine....."
"Wir können sie doch da nicht einfach rauslassen!" rief Leon entsetzt. "Die haben Kinder dabei!"
"Ich...weiß...." murmelte Drake resigniert. "Aber.....wir haben schließlich noch ein paar tausend Menschen hier unten, um die wir uns kümmern müssen...."
"Also.....tun wir nichts......"
"Es gibt nichts, was wir noch tun könnten....."

Es strömten ganze Massen an Leuten auf den Time-Square, 500 Menschen, die sich aus der Kanalisation hervor gearbeitet haben, in der festen Überzeugung, von ihrem Herrn Gnade zu erfahren......
"Herr unser Gott!" schrie Rogan in den Himmel, breitete seine Arme aus.
"Bitte! Wir, deine Kinder und demütigen Diener sind den Fängen der Dämonen entkommen, um zurückzukehren in deine Arme! Wir flehen dich an, verschone unsere Gemeinschaft mit deinem Zorn und nimm uns auf in dein Reich! Lasse uns deine Gnade zuteil werden!"
Offenbar war er erhört worden, denn die beiden blassen Lichter, die wie Sonnen aussahen, schienen heller zu leuchten und jedermann spürte den Blick einer höheren Wesenheit auf sich ruhen....
Das Licht durchdrang die Wolkendecke.
Rogans Gesichtszüge wurden weicher, als das Licht direkt auf ihn, den Sprecher schien.... Er weinte vor Glück.
"H-Herr....ich bin unwürdig....."
Niemand bemerkte, wie sich die abscheulichen Greifer, vierbeinige, kristallene Wesen mit breiten Mäulern und augenlosen, kahlen Schädeln um den Platz zusammenrotteten, Gebäude erklommen und die Menschen beobachteten....
Plötzlich war ein Schrei zu hören. Die Tochter Rogans ließ die Hand ihres Vaters kreischend los, als sein Körper anfing, zu dampfen.
Das Licht brannte ihm die Haut weg! Rogan merkte zuerst garnicht, dass er bei lebendigem Leib verbrannte.
Er lachte heiter, so irre heiter. Als er die Schmerzen spürte, hörte er nicht auf, zu lachen.... Nein, er lachte noch lauter, noch schlimmer, von allen entsetzt beobachtet.
Als das Lachen zu einem Schreien wurde, war es bereits zu spät. Die Haut wurde spröde, rot und fing Feuer!
"HAHAHA!"
Immer dieses Lachen, erfüllt von unendlicher Pein und Schmerzen, dem irren Ton, das sich in das Gehör eines jeden brannte......
Nur noch Asche blieb von Jeremy Rogan übrig....nur ein Haufen verbrannter Asche, der sich im aufkommenden Wind zerstreute....
~~Erlösung wollt ihr?~~ fragte eine ätherische Stimme aus dem Himmel, von der Erde...... von überall....
~~Gnade wollt ihr? Ich werde euch meine Gnade zeigen, ihr Menschen......~~
Weitere Schreie folgten, diesmal vom Rande der Masse.
Die Kreaturen des grausamen, neuen Gottes sprangen von ihren Verstecken in die Menschenmenge hinein und veranstalteten ein Schlachtfest...

Leon, Drake und Radge saßen an einem Konferenztisch in einem kleinen Raum. Drake hielt sich den Kopf und weinte vor Verzweiflung......
Das grollende Lachen von Cains Schatten war selbst hier unten zu hören... und Bilder stahlen sich in seinen Kopf, von Menschen, die verzweifelt versuchten, zu fliehen, von Kreaturen zerrissen wurden.....
Männer, die ihre Familien beschützten, völlig umsonst....
Blut, Tod....
Er wusste, dass diese Bilder die Realität waren...eine grausame Laune des Mannes, der ihre Welt ins Chaos gestürzt hatte....

Wahnsinn...



~~Sie gehört mir......meine Welt......~~
Die Stimme geisterte durch den Weltraum, ausgesandt von einer gewaltigen, dunklen, von Nebel umhüllten Lebensform, vielleicht ein paar tausend Kilometer groß....
Diese Lebensform war das, was aus dem Planeten Erde geworden war.... der titanische Abklatsch einer menschlichen Gestalt, mit zwei runden, gelb leuchtenden Augen.
All die langen Monate der Vorbereitung....
Er hatte so Vieles überlebt, war seinem Körper so oft so nahe gewesen...und dennoch hatte er ihn niemals erreicht... war als Verkörperung alles Bösen auf die Welt gekommen, erfüllt von der absorbierten Wut Brolys und der bösen Kraft Soul Caliburs....
Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass er einmal die gesamte Macht einer Welt in sich aufnehmen würde?
Niemand, nicht einmal sein Erschaffer, Moria oder Cain, dieser schwache Schatten.....jaa, nun war Cain der Schatten und niemals wieder würde er ihn stören!
Niemals.....

oder doch?
Der Kopf des Titanen, in dem gerade zwei kleine Insekten auf dem Ozean um ihr Überleben kämpften, wandte sich in die Richtung, aus der er ein schwaches Lebenszeichen vernahm......
Eines unter tausenden...und doch stach es heraus.....
Ohne weiter auf die Geschehnisse in seinem Inneren zu achten, flog der Titan los, durch die dunkle Zwischenwelt, einem unbekannten Ziel entgegen.......
Es war nur eine Ahnung, ein flüchtiger Gedanke....
aber das war Grund genug, um noch eine weitere Welt zu vernichten.....

Hoffnungslos...


Ende von Akt 4
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#19
Das nächste Kapitel beginnt und diesmal beginnt ein langweiliger, aber im Game leider recht nötiger Abschnitt auf dem Weg zum Mars-Leuchtturm.
Genießt den Ausflug zum wunderschönen Magma-Felsen! xD

~~Was tut man nicht alles....~~
-Part 1-

Das Zerbrechen....
Ein kataklysmisches Ereignis aus ferner Vergangenheit Weyards...
Als die Kriege die Welt erschütterten, die von den Alchera so lange ihrem Schicksal überlassen worden war, drohte der Planet durch die, außer Kontrolle geratenen Elemente vernichtet zu werden...
Um ihre Fehler wieder gut zu machen, versiegelten die Alchera die Quelle des Unheils: Die Alchemie, wodurch sämtlicher Kampf sofort zum Erliegen kam.
Doch die Alchera bemerkten zu spät, dass sie mit der Alchemie dem Planeten seine Lebenskraft raubten.
Weyard zerbrach in tausend Teile, die nun voneinander unabhängig im All umher drifteten.
Auf dem größten Bruchstück des Planeten kreierten die Alchera gemeinsam die vier elementaren Leuchttürme, einen Sicherungsmechanismus, der den Planeten wiederherstellen sollte, indem er die Alchemie erneuert.
Der Mechanismus jedoch versagte beim Transport der Energiequellen, der Elementarsterne zu den Leuchttürmen auf unbekannte Weise. So kam diese letzte Maßnahme zum Erliegen.
Enttäuscht vom Versagen ihrer Schöpfungen zogen sich die ALchera in andere Welten zurück und überließen ihre Heimat, Weyard, ihrem Schicksal....

-Cains Geschichten, Teil 1-

Bergketten zogen links und rechts an ihnen vorüber, während das Drachenschiff Aarons seinen Weg durch die Lüfte Gondowans flog.
Ryan patroullierte nervös an Deck, wie er es bereits seit Tagen tat, ohne Unterbrechung.
Sie hatten bereits vor zwei Wochen den nördlichen Frost erreichen wollen, sich jedoch nicht weiter in die gefrorenen Gewässer vorwagen können, die einfach zu gefährlich für das Schiff waren.
Dort oben war es so kalt, dass die Segel und das Trinkwasser in der Luft gefroren waren und Ivan und Cosma das Schiff durch die Gewichtszunahme nicht mehr hatten in der Luft halten können.
Wenn er so darüber nachdachte, war es ein Wunder, dass sie den Sturz in die Fluten aus zwanzig Metern Höhe unbeschadet überstanden hatten...
Nun waren sie wieder auf dem Weg nach Süden, in die Tropen Weyards, auf der Suche nach einem Hilfsmittel, um das Eis zu durchbrechen...und hatten dabei wertvolle Zeit eingebüßt...

"Seit Tagen kein Zeichen von diesem verdammten Magma-Felsen!" knurrte Ryan wütend. Jenna stand in der Nähe und seufzte leise.
"Jetzt hör schon auf damit, du machst uns alle nervös!"
"Nervös??" Er lachte hysterisch. "Nervös??? Ich BIN nervös! Wir haben noch zwei Wochen, bevor der Mars-Leuchtturm in den Weltraum hineingezogen wird UND, wenn ich dich erinnern darf, damit unser beider Welten für immer vernichtet werden! Ist das nicht toll??? Ach ja, den Rückweg haben wir ja noch garnicht begonnen! Ist das nicht herrlich????"
Sie fasste ihn an seinen Schultern und bohrte ihren Blick in den seinen. "RYAN!" brüllte sie laut, sodass sich alle Blicke an Deck auf sie richteten.
Dadurch kam der Junge allerdings wieder einigermaßen zur Vernunft. Also sagte sie, nun etwas ruhiger: "Du kannst aufgeben und dich selber bemitleiden ODER du hilfst uns, so gut du kannst und wir schaffen es vielleicht noch rechtzeitig! Also???"
"Ich helf euch, so gut ich kann und wir schaffen es vielleicht noch rechtzeitig!!" antwortete er hastig und zeigte, dass er vor ihr wohl noch mehr Bammel hatte, als vor dem Weltuntergang...zumindest, wenn sie sauer war...
Sobald sie ihn losließ, machte er sich auch schon aus dem Staub, vorbei an Cosma und Garet, die sich unterhielten, hinauf zu Felix, der am Heck stand und den Blick auf die, immer kleiner werdende Küstenlinie geheftet hielt....
"Glaubst du, dass die Zwerge die Kanone mit der Magmakugel zum Laufen kriegen?" fragte Felix, ohne ihn anzusehen.
"Keine Ahnung..." murmelte er. "Die haben die Kanone in den Ruinen von Loho gefunden oder? Da muss es nicht wirklich sein, dass sie auch wissen, wie man sie bedient..."
"Also kann es sein, dass wir den ganzen Weg nach Gondowan umsonst auf uns nehmen?"
"Gut möglich...." sagte Ryan mit düsterem Blick. "Aber...was uns ihr Anführer so erklärt hat, hat sich eigentlich ganz vernünftig angehört...ich bin zuversichtlich...denk ich...."
Felix nickte. "Jetzt müssen wir nur noch den Magma-Felsen finden..."
"Ein Kinderspiel..." meinte Ryan sarkastisch... "Aber mal davon abgesehen, ich hab von Aaron gehört, dass ihr noch drei andere Felsen wie diesen in der östlichen See gefunden habt?"
"Stimmt, der Bora-, der Aquafelsen und der Mikage-Berg. In allen dreien gab es mächtige Psynergie...."
"Ein Felsen für jede Psynergie...klingt irgendwie...beabsichtigt oder?"
"Sie sind voller alter Ruinen." bestätigte Felix. "Sie waren bestimmt einmal heilige Kultstätten oder so... ich weiß nicht genau..."
"Ich überzeug mich selbst davon." grinste Ryan und sah wieder herunter... Jenna hatte sich offenbar wieder anderen DIngen zugewandt.... "Puuh...."

Und so war das gekommen:
Auf der Suche nach einem nahem Dorf, in dem sie hatten erfahren können, wie sie durch das Eismeer kommen könnten, kamen sie in einer Ruinenstadt namens Loho an, die erst kürzlich von einem Volk von Zwergen in Besitz genommen war.
Diese technisch versierten Kerlchen hatten der Crew die Benutzung einer antiken Kanone in Aussicht gestellt, wenn sie für eben jene Kanone geeignete Munition finden konnten: Eine Magmakugel aus dem Elementarfelsen, die die Eiswand hätte durchschlagen können.

"Hey, Leute!!" rief Ivan, der weit hinten, am Bug stand.
Schnell kamen Felix, Ryan und die anderen zusammen und sahen hinaus, auf den Kontinent, dorthin, wo Ivan hin deutete.
Ein riesiger Berg erhob sich vor ihnen, rot leuchtend, wie reines Feuer.
"Der Magma-Felsen...." hauchte Garet ehrfürchtig.... Er starrte die Felsformation an, wie eine Gottheit, ebenso wie Jenna, wie Ryan bemerkte.
Der Felsen musste auf die beiden Feueradepten besondere Anziehungskraft ausüben...
Und da mussten sie rein...toll....
Von außen sah der Felsen, nach seiner Meinung aus, wie Ayers Rock, in Australien.... ebenso, wie die anderen drei Felsen auch, wie er von Felix wusste....
Falls er je wieder nach Hause kommen würde, so müsste er sich den Ayers mal genauer ansehen, beschloss er.
Während er nachdachte, hielt das Schiff auf einen Fluss zu, der sich durch ein Tal in der Nähe schlängelte, um zu landen.
"Das wird ein Spaß..." sagte Isaac, überhaupt nicht motiviert, ganz und garnicht motiviert....
"Halb so wild." antwortete Aaron grinsend. "Wird auch nicht wilder, als der Aqua-Felsen."
"Oh ja..." brummte Cosma. "Es besteht überhaupt kein Unterschied darin, ins Wasser zu fallen...oder in Lava....hurra...."
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#20
Zweiter Part, Zweiter Part!! OO
Viel Spaß, viel Spaß!

Ryan half Aaron, den, am Ufer Wartenden ihre Rucksäcke herunter zu werfen, ehe sich die beiden ebenso herunter begaben.
Cosma und Kraden würden beim Schiff bleiben, da man sich einstimmig dafür ausgesprochen hatte, dass der Ausflug für den alten Mann zu gefährlich werden würde, was dieser widerum ihnen immernoch übel nahm.
Cosma ihrerseits nahm es ihnen übel, dass sie hier auf ihn aufpassen musste.
Der Rest, die acht, die noch übrig waren, versammelten sich am Rand des Felsens, der steil in den Himmel empor ragte.
Es war eine karge Gegend, in der kaum etwas wuchs, mal abgesehen von ein paar Gewächsen.
"Und wie kommen wir rein?" fragte Ivan, vom Marsch jetzt schon erschöpft und stöhnte ungläubig, als Felix wortlos nach oben deutete, den Abhang hinauf.
"Nicht dein Ernst oder?" fragte Garet empört, während sich Mia mit Wasser aus ihrer Trinkflasche abkühlte, das sie über ihre Haut fahren ließ.
Ryan fühlte sich dadurch an Katara erinnert...
"Es ist jetzt schon so heiß, das halten wir doch niemals durch...." keuchte sie mit schwacher Stimme.
Tatsächlich flimmerte die Luft ganz extrem und es war noch heißer, als sie es von diesen Breiten ohnehin bereits gewöhnt waren.
"Es müsste eigentlich einen Weg hinauf geben." antwortete Aaron und sah sich aufmerksam um. "Gibt normalerweise immer einen, der auf den Felsen führt und danach ins Innere..."
"Gut, gehen wir eben einmal drum herum, das ist doch perfekt!" rief Isaac, voller sarkastischem Elan und sah nach links und rechts. "Vielleicht teilen wir uns besser auf?"
"Gute Idee." antwortete Ryan und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Aufteilen klingt gut, dann müssen wir nur die Hälfte hinter uns bringen, ehe.....wir....mehrere hundert Meter senkrecht hochklettern...."
"Der, der den Aufgang zuerst erreicht, lässt aber bitte ein Zeichen zurück, damit die anderen Bescheid wissen." sagte Mia und gesellte sich zu Ivan.
Zu ihnen gesellten sich Ryan und Jenna, während das zweite Team aus Felix, Isaac, Garet und Aaron bestand.


Sie waren bereits seit einer Stunde unterwegs und beeilten sich immernoch, da es schließlich keine Zeit zu verlieren galt.
Die, rot schimmernde Wand des Felsens zeigte einfach keinen Aufgang, ragte steil neben ihnen auf, wie eh und je...
Völlig entnervt kickte Ryan nach einem Stein, der meterweit voraus und zwischen die Felsen segelte, wo er liegen blieb.
"Verdammt, wo ist das Ding??" fragte er mürrisch und bückte sich zwischen die Felsen.
Als er den Stein gefunden hatte und aufstehen wollte, wehte ihm plötzlich ein gelbes Stück Stoff über die Nase.
"Oh? Ist das Isaacs Schal?" fragte er und zog das geliebte Stück vom Felsen, auf dem es festgebunden worden war.
"Schaut mal!" rief Jenna aufgeregt und deutete auf schmale und steil in den Fels gehauene Stufen, die nach oben führten.
"Wir haben den Aufgang gefunden!" freute sich Mia, während Ivan und Ryan probehalter einige Schritte hinauf machten.
"Das wird kein Zuckerschlecken..." meinte Ivan, mit Blick auf die hohen Stufen. "Die gehen einem wirklich in die Waden..."
"Stell dich nicht so an, Ivan!" schalt ihn Mia lachend. "Wir haben das ja schnell hinter uns gebracht!"
"Definiere "schnell"." stöhnte Jenna, äußerst demoralisiert und setzte sich nach den Jungs in Bewegung. "Bitte, lass es schnell vorbei gehen!"
"Du bist die Felsenkletterei doch schon gewöhnt!" lachte Ryan, doch Jenna hielt inne und hob die Hand, um an ihren Fingern abzuzählen:
"Wirbelstürme auf dem Bora-Felsen, Wasserfontänen auf dem Aqua-Felsen und im Gaia-Felsen war der Eingang ganz unten!"
"Oh...na dann...viel Spaß!" grinste der Junge, klopfte ihr schelmisch auf die Schulter und erklomm als erster die Treppen nach oben.

Die Kletterei erwies sich als genauso anstrengend, wie auch langwierig und gefährlich. Die "Treppe" hatte sich nach den ersten 200 Metern eher in eine Art Leiter verwandelt und bald schon mussten sie in Armen und Beinen große Kraft ausüben, damit sie nicht den Dienst versagten.
Glücklicherweise gab es immer mal wieder große Plattformen, auf denen sie verschnaufen konnten, was besonders von Ivan und Mia ausgenutzt wurde, die beide nicht den Eindruck machten, als könnten sie dieser Belastung lange standhalten.
Hinzu kam noch die Hitze, die hier oben herrschte, während die Sonne erbarmungslos auf ihre Schädel brannte.
Ivans und Ryans Oberkörper, beide von der Last der nass geschwitzten Klamotten entledigt, waren hochrot und schweißgebadet. Sie würden sich wahrscheinlich einen kräftigen Sonnenbrand einfangen, aber immernoch besser, als bei lebendigem Leibe zu verdampfen.
"Wir...haben es ja...bald geschafft...." keuchte Ryan, mit Blick nach oben. "Noch...ein paar hundert Meter vielleicht..."
"Viel mehr schaffe ich auch nicht mehr...." gab Mia zurück und gab die Versuche des Kühlens mit ihrem Wasser auf, denn in der Sonnenglut hatte es sich zu sehr erhitzt.
"Dann kommt....nur noch ein bisschen..."
"Wartet!" rief Jenna mit krächzender Stimme und hielt erleichtert den Kopf gen Himmel, da gerade eine Wolke über sie hinwegflog und sie mit kühler Luft segnete.
"Nur noch ein bisschen....haaah..."
"Äh, Jenna?" Ivan hielt sich die Hand vor die Augen, um besser sehen zu können, denn die Wolke war in der flirrenden Luft schwer zu erkennen.
"Ich glaube, das ist keine Wolke...."
"Ach nein?" fragte sie überrascht und strengte sich an, um etwas zu erkennen, während Mia und Ryan dasselbe taten....
Tatsächlich kam das Ding näher, wurde größer, während zeitgleich die Windstöße immer stärker wurden...
"Oh nein...." Ryan klang flehend, als würde er eine unsichtbare Macht anbetteln, ihnen nicht noch mehr Steine in den Weg zu legen.
"Klettert!" rief Jenna schnell und sprang auf. "Um Himmels Willen, bloß weg hier!!"
Gekreische erfüllte die Luft, die Schreie eines gewaltigen Vogels, dessen Schwingen alles mit sich hinfort reißen konnten und dessen Krallen sicherlich die gesamte Plattform einreißen konnten.
"Ein Bergroc?? Hier?" rief Ivan ungläubig, als das Biest sich zum Angriff bereit machte.
"WAS uns umbringt, können wir später klären, Kleiner!!"
Nacheinander erklommen sie die Stufen, nachdem Mia den Rest ihres kostbaren Wassers nach dem Roc geschleudert hatte, was ihr genug Zeit verschaffte, den Aufgang überhaupt zu erreichen, doch dadurch hatte er ihr seine Aufmerksamkeit zugewandt.
"Miaaa!!" schrie Jenna, als sie bemerkte, wie der Vogel beidrehte und seine Krallen ausfuhr.
"Mia!" riefen auch die beiden Jungs, doch da war es bereits zu spät.
Die Klauen, so groß wie ein Mensch, schlossen sich um den Körper ihrer Freundin, die sich in ihrer Panik an der Treppe festklammern wollte, doch mit brutaler Gewalt zurückgezerrt wurde.
"Nein!!! Ryan!! Ivan!!" schrie sie, wollte sich losmachen, zog an den Krallen...
Doch unerbittlich trug der Monster sie fort vom Fels, nach oben....hinauf, auf die Spitze...
"Nein....Mia...." keuchte Ryan entsetzt.
"Beeilung!" befahl Jenna entschlossen. "Wir müssen sie schnell einholen! Vielleicht sind die anderen auch in Gefahr!"
"Darauf möcht ich wetten... schnell, vielleicht haben wir noch Zeit....."
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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