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Der Schöpfungsmythos von Weyard
#1
Hallihallo!
Mich kennt ihr ja noch...

Also, ich hab mir für mein RPG-Forum ein wenig was dazu erfinden müssen, so storywise... unter anderem nämlich die Schöpfungsgeschichte Weyards, die ich hier mal zum Besten geben möchte. Vielleicht gefällt sie euch ja?


Die Schöpfung

Viel ist über den Schöpfungsmythos nicht bekannt. Wie die Welt Weyard entstanden ist, verlor sich im Strudel der Geschichte und die mythologischen Berichte wurden aus allen Teilen der Welt zusammen getragen.
So existierten in diesem großen Nichts am Anfang aller Zeit bloß zwei Entitäten: Sol, der Gott des Lichts und Luna, seine Schwester. Die beiden schwebten gemeinsam durch den unendlichen Raum des Universums, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie ihre Welt kreieren konnten.
Weyard wurde aus Trümmern, aus Bruchstücken einzelner, im Raum schwebender Partikel geschaffen, eine Chimäre aus magischen Energien der beiden Götter und leeren Körpern, die dem Nichts entsprungen waren.

Sogleich begann Sol, der Schöpfergeist seinen Atem in die Welt zu hauchen, der die dunklen Höhlen des Felsens durchdrang und fortan als „Alchemie“ Leben und Wärme spenden sollte.
Gleichzeitig erschuf Sol vier Trabanten um die Welt herum, die er „Merkur“, „Venus“, Mars“ und „Jupiter“ taufte und ließ sie um seine Kreation kreisen. Sie dienten seiner Magie als Katalysatoren und mit ihrer Hilfe, gestaltete der Gott Regeln und Richtlinien, Gesetze für die Alchemie. Er teilte diese Magie in mehrere Teile.
So entstanden die Elemente.

Mithilfe der Gesetze wurden Berge, Flüsse und Pflanzen erschaffen.
Dann jedoch galt es, diese Welt mit Leben zu füllen. Sols neidische Schwester Luna, die als dessen Gefährtin nicht mit reichhaltigen Mächten ausgestattet war, wie der Schöpfergeist, versuchte, Einfluss auf ihren Bruder zu nehmen, denn auch sie hegte Pläne und Wünsche für diese neue Welt. Sie wollte nur wenig Einfluss auf diese neue Welt nehmen und gemahnte daher Sol, ihre Kreationen auf der Welt in Frieden zu lassen.
Sol jedoch, der Unfrieden fürchtete, erschuf eine Armee geflügelter Wesen, als Schutzherren. Er nannte diese Wesen „Engel“ und erteilte ihnen umfassende Machtbefugnisse. Im Falle einer Entwicklung der Welt, die in eine unerwünschte Richtung gehen sollte, war es ihre Bestimmung, die Seelen der Lebewesen wieder einzusammeln und dem Licht zuzuführen, um an anderer Stelle eine neue Welt zu errichten. Dieser Prozess wurde im Vorfeld „Apokalypse“ genannt.
Was folgte, war die Erschaffung zahlreicher Lebewesen. Unzählige kleine Rassen, Tiere und Gezücht sollten die Welt bevölkern, behütet von den höheren Lebewesen, denen Sol besonders mächtige Kräfte verlieh. Diese „Götter“ wurden in zahllosen Kombinationen geschaffen und der Schöpfergeist experimentierte äußerst gern mit ihrem Aussehen und ihrer Macht. Sie alle jedoch waren riesig und eindrucksvoll in ihrer Gestalt.


Der Krieg der Gewalten

Ohne sich dessen bewusst zu sein, brachte Sol die Welt dadurch jedoch in große Gefahr. Die Reste der magischen Kraft, die unverbraucht blieb oder verstoßen wurde, sammelte sich an der Unterseite der Welt und verdichtete sich zu unheilvollen Dämonen, die sich im Inneren der Welt verkrochen und zur Oberfläche kriechen wollten. Diese Kreaturen verneinten alles, was Sol erschaffen hatte und standen im krassen Gegensatz zu seiner Macht. Seine Kraft konnte nichts gegen sie ausrichten. Lediglich einsperren konnte er die Dämonen im Inneren Weyards.
Eine gewaltige Schlacht mit den Engeln Sols wurde am Eingang in die Unterwelt geführt, bei dem die Hüter des Lichts und der Apokalypse beinahe restlos ausgelöscht wurden. Schlimmer noch: Eines dieser Wesen wurde von den Mächten der Dunkelheit verschleppt. Die finsteren Energien, denen das unschuldige Wesen von da an ausgesetzt war, verwandelten es in etwas Böses, Groteskes. Seine weißen Schwingen wurden schwarz und es trachtete von da an nur noch danach, die Welt Sols zu vernichten und die Seelen der Lebewesen in die Verdammnis zu stürzen, wo sie als Nahrung für die Dämonen dienen sollten. Dieses bedauernswerte Geschöpf wurde von da an „Desaster“ geheißen.

Luna erkannte die Zusammenhänge des Schaffens von Sol und dem Auftauchen der Dämonenhorden. Sie, als Sols Gefährten besaß kein eigenes Licht. Sie erstrahlte nur, wenn sie von Sols Licht beschienen wurde. Doch die Reste des Lichts, das sie von ihm gesammelt hatte, nutzte sie, um eine einzige eigene Schöpfung zu kreieren. Es handelte sich um eine wunderschöne Frau, die in unzähligen Farben leuchtete und durch das reinste Licht, das Luna zur Verfügung gestanden hatte, verschönert wurde. Und sie nannte ihre Schöpfung „Iris“, die Göttin der Regenbögen und des Lichts.
Sol war sehr zornig, dass Luna ohne sein Wissen diese Göttin erschaffen hatte. Sie sahen zu, wie Iris ihrer Bestimmung nach kam und die Führung über die göttlichen Streitkräfte übernahm.
Sol wollte es sich kaum eingestehen, doch diese eine Göttin schaffte es, die ungewünschten Reste in die Pforte zu verbannen, die ihnen eigentlich als Gefängnis dienen sollte: Eine Tür in die Unterwelt, tief unter den Ruinen einer alten Insel.
Als letztes Aufbäumen jedoch entsendeten die dunklen Mächte eine Ansammlung der finstersten Energien, derer sie habhaft werden konnten. Sie schmolzen die Seelen der unglücklichen Bewohner dieser Insel ein und kreierten daraus ein Rachegeschöpf der übelsten Sorte: Einen übermächtigen Ritter mit einer blauen Flamme als Kopf. Er trug einen Schild, auf dessen Oberfläche die klagenden und schreienden Gesichter jener unglücklichen Seelen abgebildet waren. Dieses Geschöpf wurde „Dullahan“ genannt. Dies bedeutete bloß „Schrecken“ in jener alten Sprache.
Iris, voller Willen, ihren Auftrag zu Ende zu führen und die Welt vor den finsteren Mächten zu retten, vollbrachte das ultimative Opfer. Sie erkannte, dass sie diese Welt auch ins Licht führen konnte, ohne selbst dabei zu sein. Also wagte sie sich in die finsteren Gänge unter der Insel und bestach Charon, den Fährmann, der den Fluss der Dunkelheit dort unten auf seinem Boot befuhr. Am anderen Ende angekommen, schritt sie durch die Tür und verschloss die Pforte von innen, ehe sie Dullahan zum Kampfe forderte.
Dadurch rettete sie die Welt vor den Dämonenhorden, doch der Kampf dauert noch heute an, mit ungewissem Ausgang.


Die Neuordnung der Welt


Die Welt lag in Trümmern. Die kleinen Rassen waren durch den Krieg der Gewalten dezimiert worden und das Land hatte unvorstellbare Wunden davongetragen. Sol war erschüttert über den Ausgang der Schlacht, jedoch unfähig, sich seine Schuld an alledem einzugestehen. Luna jedoch konfrontierte ihn mit seinen Fehlern.
Voller Zorn und verletztem Stolz machte Sol sich bereit, die Welt ihrer Vernichtung zuzuführen. Das Experiment war ein Fehlschlag gewesen.
Doch Luna, die sich von Anfang an für die Nichteinmischung eingesetzt hatte, hielt dagegen. Sie nutzte ihre Chance, da Sol durch den Krieg geschwächt war und beschwor die vier Planeten der Elemente, um ein Gefängnis für ihren Gefährten zu kreieren. Merkur diente als erste Barriere und schwebte in einer Kreisbahn um den Schöpfer herum. Der Planet des Wassers kühlte den Zorn des Meisters ab. Venus war der nächste Planet, der mit der Magie der Erde die Fesseln festigte, die Sol hinderten. Der Schöpfergeist blieb so gefangen und konnte nur zusehen, wie Luna die Wunden der Welt mithilfe der elementaren Magie heilte und die Menschen und die anderen Rassen neu erschuf.
Etwas Unvorhergesehenes geschah jedoch. Reste der großen Magie verblieben auf Weyard, Überbleibsel des Krieges und der Neuerschaffung der Welt durch Luna. Die Menschen atmeten die Magie ein und entwickelten selbst die Fähigkeit, sie zu benutzen. Es überstieg jedoch ihre Kraft, die gesamte Magie Sols in sich aufzunehmen. Jedes Individuum konnte lediglich eines der Elemente aufnehmen, aus denen die Welt bestand.
Luna, zuerst schockiert von dieser Entwicklung, da die kleinen Rassen in ihren Augen nicht mit solch großer Macht umzugehen wussten, musste erstaunt feststellen, dass die Völker Weyards Hand in Hand arbeiteten, um ihre Welt noch einmal aufzubauen.
Also verließ Luna ihre Schützlinge, nicht jedoch ohne vorher einen letzten göttlichen Wächter zu erschaffen, der die Geschicke der Alchemie lenken sollte. Dieses Wesen sollte als omnipotente Kraft dienen und für den Fall der Fälle einschreiten, sobald die Alchemie aus dem Ruder laufen würde. Dieses Wesen ist uns heute als der alte Weise bekannt und geht seiner Aufgabe auch heute noch nach.


"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#2
Das goldene Zeitalter

Wie viele Äonen zwischen der Schöpfung jener zweiten Version Weyards und dem Auftauchen der Jenei vergangen waren, ist nicht mehr zu ermessen.
Die Menschen, die eine natürliche Begabung für die Anwendung der Magie des Schöpfers besaßen, gründeten schließlich eine große Zivilisation, die sich über die gesamte Welt ausbreitete. Angehörige vieler Rassen erhielten diese Gabe und im Lichte der Alchemie wuchs die Welt und Wohlstand prägte ein jedes Reich, jede Stadt, jedes Haus.

Und dennoch gab es Unterschiede zwischen den Trägern der unterschiedlichen Elemente.
Die Feuer-Adepten, deren Psynergie sich in großen, göttlichen Echsen manifestierte, den Drachen, nahmen nach und nach die Gestalt jener mythischen Kreaturen an. Ihnen wuchsen Hörner und sie bekamen eine schuppige Haut. Ihre natürliche Verbindung zu Mars schützte sie vor großer Kälte, weshalb sie sich zum Schutze des Mars-Leuchtturms im hohen Norden ansiedelten.
Der Leuchtturm der Elemente wurde aus dem Grunde so weit im frostigen Norden erbaut, damit seine extreme Abstrahlung von Hitze in wärmeren Gegenden nicht zu einer Verschiebung des Gleichgewichts der Kräfte führen würde.

Die Merkur-Adepten, deren Leuchtturm ebenfalls im hohen Norden errichtet worden war, nahmen nach und nach die Farbe des Meeres an. Sie rivalisierten stark mit den Mars-Adepten, entwickelten jedoch eine überdurchschnittliche Schläue und ein Verständnis für Logik, das sich von dem anderer Völker abhob.

Die Venus-Adepten verbreiteten sich von allen am weitesten in der Welt. Ihr Element war am flexibelsten und nahm keinen Einfluss auf das Wetter und die Temperaturen, weshalb sie in jeder Umgebung bestens gediehen. Ihr Venus-Leuchtturm wurde deshalb in der Mitte der Welt errichtet, denn das Element Venus durchdrang die Struktur Weyards am meisten.

Die Jupiter-Adepten siedelten sich im Südwesten der Welt an, von wo sie Erkundungen über ganz Weyard unternahmen und selbst die Bereiche hinter der Kante erforschten. Ihr Jupiter-Leuchtturm wurde zwischen hohen Bergen errichtet und reichte weit in den Himmel. Seine Kraft hielt die Atmosphäre der Welt stabil und entsendete die Winde in alle vier Richtungen.

Zwischen den vier Völkern fand ein reger Austausch statt. Es herrschte so viel Gemeinsamkeit zwischen diesen vier, dass sie gemeinschaftlich als „Jenei“ bezeichnet wurden. Die Stätten, die ihrer Versammlung dienten, sind heute noch überall in der Welt zu sehen, wie etwa die Ruinen von Konpa.

Auch viele der normalen Bürger der Welt profitierten von den Künsten der Jenei. Die meisten Menschen, die nicht der magischen Künste fähig waren, wurden von Luna mit einer anderen Art Kraft gesegnet. Ihr Einfallsreichtum und ihre Geschicklichkeit mit den Händen übertraf die der Jenei noch und so war es ihnen möglich, großartige Bauten und Kunstwerke zu entwickeln. Mithilfe der Alchemie der Jenei erschufen sie unglaubliche Maschinen, wie die Alchemieschmiede und existierten als die „Exathi“ auf gleicher Stufe mit den Jenei.

Es war eine Zeit der Wunder. Lunas strikte Politik der Nichteinmischung schien zu funktionieren. Mit der Zeit schien selbst ihr Bruder Sol einzusehen, dass die neue Version der Welt um Einiges besser funktionierte, als die alte. Der Schöpfergeist verblieb als Sonne im Mittelpunkt seines kleinen Universums und ließ Luna die Aufsicht über die Welt führen. Ihr Körper umkreist Weyard seitdem und erstrahlt dann, wenn er von Sols Licht berührt wird, wie es ihre Beziehung von Beginn an darstellte.
Doch wie alle Zeiten, sollte diese goldene Zeit irgendwann zu Ende gehen. Denn die Völker Weyards wurden sich irgendwann ihrer Unterschiedlichkeit bewusst…


Die Kriege des Nordens

Die Zeit der Wunder endete, als sich die Völker Weyards voneinander absonderten. Was der Auslöser für diesen Sinneswandel war, der sehr plötzlich die Herzen der Menschen ergriffen hatte, ist nicht bekannt. Die Völker des Merkur und des Mars zogen sich zurück und auch das Volk des Jupiter verbarg sich in seinen Landen vor der übrigen Welt.
Zu dieser Zeit entstanden auch die sogenannten Grundpfeiler der Alchemie: Venus und Mars, sowie Jupiter und Merkur als symbiotische Elemente, Venus und Merkur, sowie Mars und Jupiter als neutrale Elemente.
Währenddessen herrschte zwischen Venus und Jupiter, als auch zwischen Merkur und Mars eine starke Rivalität, was auf die Abstoßung ihrer Elemente zurückzuführen war, eine unvorhersehbare Reaktion, die Luna und Sol nicht mehr kontrollieren konnten, da sich beide zudem noch stark an ihre Nichteinmischung hielten.

Eines Tages geschah es, dass ein Mars-Adept der nördlichen Stämme die Herrschaft ihrer Zivilisation an sich riss. Dieser Mars-Adept nannte sich fortan „König des Nordens“ und führte gegen die Stämme des Merkur erbarmungslos Krieg. Es ging so weit, dass sich die Adepten aus dem Norden zurückziehen mussten, verfolgt von den Armeen des Mars, die über die Jahre den gesamten Norden Angaras erobert hatten.
Zu dieser Zeit wurde von den Exathi im Osten Angaras, den heutigen Sanan, unter Anweisung der Jenei von Ai-Jei eine große Schutzmauer errichtet, die den König des Nordens von einem Einfall in den südlichen Kontinent abhalten sollte. Die Mächte des Mars prallten an den großen Mauern, die das Gebirge umschlossen, regelrecht ab und so blieb der Süden eine ganze Weile lang sicher.


Die erste große Finsternis

Ein regelrechter Wettstreit entbrannte zwischen den Jenei des Nordens und denen des Südens. Ein Wettrüsten, wenn man so will, denn jeder suchte nach dem effizientesten Weg, den jeweils anderen schnellstmöglich auszuschalten.
So kam der König des Nordens eines Tages auf die Idee, sich einer Waffe zu bedienen, über die die anderen Jenei nicht verfügten: Er wollte Elemente beherrschen, die nicht per Alchemie beherrscht werden konnten: Licht und Dunkelheit.
Mithilfe der Exathi, die im Norden verblieben waren, kreierte der König einen Turm, der den Leuchttürmen der Elemente ähneln sollte. Er nannte ihn „Luna-Turm“ und aktivierte ihn im Namen der Göttin. Dieses Gerät sollte Sols Licht absorbieren und speichern, um so die pure Magie des Gottes selbst nutzen zu können. Eine Waffe, die ihn gegenüber den Jenei allmächtig machen würde.

Luna konnte nichts gegen den Griff des Turms ausrichten, der ihren Körper vor das Licht der Sonne zog und Sols Energie absorbierte. Da die Macht ihres Meisters selbst gegen sie gerichtet wurde, war sie nicht in der Lage, das Treiben von sich aus zu beenden.
Jedoch funktionierte der Turm nicht, wie geplant. Er absorbierte die Kraft der Götter in solch einem Maße, dass kein Licht mehr übrig blieb, welches die Welt bescheinen konnte. Schon bald war ganz Weyard in eisige Finsternis getaucht.
Es wurde jedoch noch schrecklicher. Der Turm machte die Energie Sols nicht als Waffe nutzbar. Vielmehr verschloss er sie, um sie mit einem Schlag freizusetzen, wenn genug Energie angesammelt worden wäre. Da jedoch die Energiekapazität des Luna-Turms beinahe unendlich groß war, würde diese Finsternis sich bis in alle Ewigkeit hin ziehen. Zusätzlich war Sol nun nicht mehr in der Lage, mit seiner Energie die Dämonen der Finsternis gefangen zu halten, die unter Weyard lauerten. Als die Sonne die Welt nicht mehr erhellte, krochen die bösen Geister an die Oberfläche und begannen, sich über die Menschen der Welt herzumachen. Dieses Mal jedoch waren keine göttlichen Heere mehr da, um sie in Schach zu halten. Die Adepten konnten sich ihrer Haut zwar durch ihre elementare Kraft erwehren, doch die gewöhnlichen Menschen wurden beinahe völlig ausgerottet, während Sol und Luna nicht eingreifen konnten.

Die Tiefe Finsternis währte bereits ein Jahr, als eine Gruppe von Jenei aller Elemente ihre Forschung zur Nutzung der Energie Sols abschlossen und damit begannen, auf dem Lux-Felsen, nördlich der großen Mauer eine einzigartige Alchemiemaschine zu errichten, das Auge des Apollo, nach dem Bringer des Lichts und Sohn von Sol benannt.
In der Theorie sollte diese Waffe die Energie aus dem Lux-Felsen absorbieren, welcher natürliche Licht-Psynergie ausstrahlte und das letzte Licht der Welt darstellte. Aufgrund dieser tödlichen Menge an Strahlung erschufen die Jenei für die Baumeister der Exathi eine Rüstung aus tiefer Finsternis, um vor dem Licht geschützt zu sein.
Als das Auge des Apollo fertiggestellt war, benutzten die Jenei es, um damit den Luna-Turm unter Beschuss zu nehmen.
Der plötzliche, abrupte Lichteinfall in die Energiekammern des Turmes überlastete das System so stark, dass die Maschinen automatisch herunterfahren mussten, um nicht beschädigt zu werden. So endete diese Finsternis und Luna und Sol wurden wieder freigegeben. Die Rückkehr des Lichts vertrieb die Dämonen der Dunkelheit wieder auf die Unterseite der Welt, welche dadurch gerettet wurde. Jedoch war sie durch die Tiefe Finsternis auch völlig entvölkert worden.
Außerdem hatte sich, unerkannt von den meisten Menschen, eine Adeptenrasse gebildet, die mit den Energien der Tiefen Finsternis gespeist war. Diese Wesen versteckten sich vor den anderen, aus Furcht vor einer Verfolgung und nannten sich selbst der „Luna-Clan“, in Andenken an jenen teuflischen Turm, der ihnen ihre Existenz ermöglicht hatte. Aus diesem Grunde wird Luna heute auch als böse Göttin der Finsternis verehrt.

Die übrigen Jenei und Exathi machten sich daran, Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Finsternis in ihren Siedlungen zu installieren, indem sie Systeme mit Sols Kraft speisten und daraus Schutzbarrieren formten, die sie an die Alchemiemaschinen koppelten.


Der Krieg der Elemente und das Versiegeln der Alchemie

Das gegenseitige Vertrauen der vier Völker war unwiederbringlich erschüttert. Die Völker des Nordens wurden nun mit aller Macht bekämpft und ihre Siedlungen am Mars-Leuchtturm wurden geschleift und beinahe allesamt zerstört. Der König des Nordens war währenddessen geflohen, auf einem Schiff und das in Begleitung seines letzten Getreuen, des abtrünnigen Merkur-Adepten, der sich selbst „Magier der Sterne“ nannte. Blind vor Hass und unbelehrbar suchten die beiden die Weiten der Ozeane ab, um nach einem Weg zu suchen, die Welt endgültig zu erobern…
Nach dem Gemetzel unter den Völkern des Nordens waren das Land und viele Städte zerstört worden. Als die Jenei erkannten, in welches Chaos sie ihr gegenseitiger Hass gestürzt hatte, dass alle Wunder und alles Schöne dadurch zerstört worden waren, fassten sie einen folgenschweren Entschluss.
Die vier Völker sammelten sich an ihren Leuchttürmen und sammelten die gesamte Energie daraus, um sie in vier glänzende Kristalle zu sperren.
Als dies vollbracht war, kam der Fluss der Alchemie in der Welt zu einem Ende. Schlagartig verloren die Jenei ihre Macht über die Elemente, ein Prozess war in Gang gesetzt worden, der sich nicht mehr aufhalten ließ.
Die Elementar-Sterne wurden dem alten Weisen anvertraut, in einem Heiligtum im höchsten Berg der Welt, dem Aleph-Berg. Hier wurden sie von dem Weisen versiegelt, auf das die Alchemie niemals mehr zurückkehren möge.
Nun, mit dem Verlust der Wurzel allen Übels, begannen die Jenei und Exathi, ihre Städte wieder aufzubauen. Doch schnell wurde klar, dass die alte Pracht nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. Durch den Verlust der Kraft der Alchemie wurden die Maschinen inaktiv. Den Exathi gelang es ohne die Hilfe der Adepten nicht mehr, ihre großen Künste auszuleben, schlimmer noch: Die Jenei, die voll und ganz von der Alchemie durchdrungen gewesen waren, begannen langsam, auszusterben. Ohne ihre Kraftquelle, den Odem ihres Lebens, war es ihnen nicht mehr möglich, zu überleben. So kehrten ihre Seelen langsam zu Sol, ihrem Vater zurück…
Die große Zeit der Alchemie war vorbei.


Die dunklen Jahre

Die folgenden Millennien verliefen überraschend friedlich. Die Menschheit erholte sich von den Wunden, die der Welt zugefügt worden waren. Länder erhoben sich aus dem Schutt der Jahrtausende und Städte blühten auf. Das Leben der Menschen veränderte sich, wurde kürzer. So erinnerte sich nach Jahrhunderten niemand mehr an die Wunder der Alchemie, außer außerwählten Individuen und Überbleibseln jener Kulturen.
Es geschah jedoch, dass die elementare Macht Sols in Teilen zurück auf die Erde kehrte. Wie schon beim ersten Mal waren Reste jener Kraft auf der Welt verblieben und wurden von den Menschen eingeatmet und wurden Teil ihres Körpers. Die neue Adeptenrasse war geboren, auch wenn ihnen die unglaubliche Macht der alten Jenei stets verwehrt blieb. So schien es fast, als wäre dieser Neuanfang genau das gewesen, was die Welt gebraucht hatte….
Doch dies war falsch.

Luna, von ihrer himmlischen Position merkte es als erste: Weyard begann ohne den Lebensatem ihres Schöpfers langsam, zu altern und zu zerfallen. Stücke brachen über die Jahrhunderte und Jahrtausende von der großen Scheibe ab. Die Welt richtete sich selbst zugrunde, unbemerkt von den Geschöpfen, die auf ihr lebten.
Es kam zu tiefgreifenden Veränderungen über diese lange, finstere Zeit. Die Landmassen verschoben sich langsam und versanken zum Teil im Meer. Große Zivilisationen zerfielen und gerieten völlig in Vergessenheit. Die Wunder der alten Welt waren verschwunden. Nur noch hie und da existierte eine Ausnahme, wie das legendäre Lemuria, eine Merkur-Zivilisation, deren Mitglieder die Langlebigkeit der Jenei bewahrt hatten. Auch die Anemos, im Westen der Welt bewahrten sich ihre Macht auf irgendeine Weise. Doch diese weisen Jupiter-Adepten wussten, dass es bloß eine Frage der Zeit sein würde, ehe auch ihre Macht schwinden und ihre Zivilisation verkümmern würde.
Daher fassten die Anemos einen einzigartigen Plan: Sie nutzten all ihre Macht, um ihre Stadt vom Erdboden zu lösen und sie in den Orbit über der Welt zu verfrachten. Zurück ließen sie nur einen einzigen ihrer Tempel, welcher bis heute auf dem Kontinent Atteka steht.

Des Weiteren handelte es sich bei den dunklen Jahren um eine ereignislose Periode der Zeitgeschichte. Vor 35 Jahren endete die dunkle Zeit, mit dem Entfesseln der Alchemie…

"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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#3
Coole Geschichte/n Smile
Mir persönlich gefällt die Schöpfung Weyards am meisten, die Kriege danach entstande meist daraus.
Gehts noch weiter? (auch in die Zukunft?)

Lg
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#4
nun....was dann folgt sind die Ereignisse von Golden Sun. Ich überleg mir was.

Aber danke^^
"Hier ist der Plan: Wir brechen in die Festung ein, legen alles lahm und kommen wieder raus. Kein Ding."Jaaa.....klar und nebenbei retten wir die Wale, Minnie Maus vor Karlo und, ach bevor ich es vergesse, die Welt auch noch!"
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