Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bücher
#31
Vor kurzem Nation und Faust (erster Teil) beendet, nun bin ich an Brave New World dran. Danach folgen Woyzeck, Hamlet (auf Englisch, versteht sich) und Der Untertan.

Kurz was zu Nation, Faust und Brave New World:

Pratchett hat da mal wieder ein geniales Buch geschrieben, kann es nur empfehlen. Wer seinen Stil mag (also quasi den Disc-World-Romanen nicht abgeneigt ist), kann bedenkenlos zugreifen.
Faust war harter Tobak ... nach Beendigung der Lektüre hatte ich einen extrem wirren Traum. Crazy Faust sollte man definitiv gelesen haben.
So viel habe ich von Brave New World noch nicht gelesen, aber bisher waren die geschilderten Tatsachen erschreckend. Ich möchte nicht zu viel verraten; wer 1984 kennt und auch gelesen hatte, sollte sich Brave New World definitiv nicht entgehen lassen.
Antworten
#32
(11.11.2009, 20:00)Exitus schrieb: Faust war harter Tobak ... nach Beendigung der Lektüre hatte ich einen extrem wirren Traum. Crazy Faust sollte man definitiv gelesen haben.

Ein Freund von mir hat in der 8.Klasse (!) Faust gelesen und meinte, er hätte nur einen Bruchteil des Inhalts verstanden, ist Faust wirklich so anspruchsvoll. (Hier kommt kein ? hin. Crazy )

Zu mir: Ich lese generell keine Bücher, doch wenn ich mal eins lesen muss (Schule),
dann such ich mir meistens Bücher von Isabel Allende raus, das letzte war "Das Geisterhaus", scheint ja ziemlich bekannt zu sein.
Antworten
#33
Faust 1 war sehr gut, Faust 2 war mir ein bisschen zu metaphorisch...aber okay: Ist immerhin schon ein paar Jährchen her wo ichs gelesen hab.

Derzeit les ich den wohl gewaltigsten Fantasy-Epos, den es überhaupt gibt: Das Rad der Zeit.

Im Englischen derzeit 12 (DICKE!) Romane, im deutschen gesplittet auf derzeit 31 (mit einem Prequel). Bin zur Zeit im deutschen Band 7, also original der Anfang vom 4. Buch und bin schwer begeistert. Realer kann man eine Fantasy Welt wohl nicht gestalten und erst jetzt fällt mir auf, wie schwach Eragon im Vergleich dazu eigentlich ist. Alles ist eine einzige große Geschichte, die von Robert Jordan begonnen wurde und nach dessen Tod 2007 nun von Brandon Sanderson fertig geschrieben wird (es fehlen nur noch zwei Bände). Den ersten der drei letzten Bände hat Sanderson vor kurzem veröffentlicht und die Fans sind schwer begeistert von seiner Leistung.

Schaut es euch mal an, aber nicht erschrecken lassen => es ist teilweise sehr episch und langatmig.
Antworten
#34
Dieses Thema kann ich nicht in der Versenkung verschwinden lassen.

Seit meinem letzten Beitrag habe ich nicht sonderlich viel gelesen, aber ich zähle die paar Bücher trotzdem auf:

Brave, New World fertig
Woyzeck
Der Unteran
The Dark Tower: The Gunslinger
Metro 2033
(englischer Titel = auf Englisch gelesen)

Bei Brave, New World bin ich mir nicht sicher, ob es mich mehr oder weniger als 1984 erschüttert hat. Im Gegensatz zu 1984 stellt die regierende Macht in Brave, New World die Kontrolle nicht durch Propaganda sicher, sondern durch intensiv überwachte Aufzucht und Züchtung (anders kann man das gar nicht nennen) der Menschen. Ein künstlich eingeführtes Kastensystem und eine Droge, Soma, sorgen für weitere Stabilität und einem Zustand der ewigen Glückseligkeit. Es regiert also nicht die Angst, sondern Kontrolle, was das Ganze subtiler, unheimlicher macht; allerdings erleiden Andersdenkende nicht das gleiche grausame Schicksal wie in 1984. Natürlich muss man zwischen beiden Büchern differenzieren, die völlig unterschiedliche Realisierungen von zwei Ideologien behandeln, nämlich zum einen den Kommunismus und zum anderen die Schaffung der perfekten Gesellschaft, aber das macht die Vorstellung, in einer von beiden Welten leben zu müssen, nicht angenehmer; doch für mich ist das Szenario, wie es in 1984 beschrieben wird, leider wesentlich realitätsnäher. Überwachung spielt eine zunehmend wichtigere Rolle, nicht nur in unserem Staat, so dass ich das Prädikat "Erschreckendster Utopieroman" klar 1984 geben muss -- "Big Brother is watching you" ist nicht umsonst ein bekannter Ausdruck. Empfehlenswert sind aber beide Bücher.

Woyzeck ... tja, Woyzeck. Ich glaube, ich habe das Buch (eher die Idee, Georg Büchner hat Woyzeck nicht beendet) nicht verstanden, weil angeblich eine Gesellschaftskritik gezeigt wird und ich aber nur eine Beschreibung eines dramatischen Schicksals erkenne. Bin ich nur zu doof? Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen ...

Der Untertan von Heinrich Mann, dem Bruder Thomas' Mann, beschreibt (ich mache es diesmal kurz) die Vorwehen des Nationalsozialismus' in Deutschland, obwohl Mann selbst zu der Zeit gar nicht wusste, in welche Richtung sich Deutschland entwickeln würde. Es ist ein historischer Roman und daher sicherlich nicht für jeden interessant, wer sich aber für die Zeit rund um das Ende der deutschen Kaiserherrschaft und die Anfänge der Grundidee einer sozialen Marktwirtschaft in Deutschland interessiert (Gott, wenn ich das so umschreibe, würde ich es selbst gar nicht lesen wollen Crazy ), liegt mit dem Buch genau richtig.

The Dark Tower ist eine umfangreiche Buchreihe im Genre Dark Fantasy von Stephen King. Ich glaube, The Gunslinger ist nur ein Ableger davon, aber im Klappentext steht, es sei das erste Buch der Reihe ... oder der Anfang? Weiß ich nicht mehr, zu faul nachzugucken. Die Handlung sticht nicht sonderlich heraus, der Ort des Geschehens ist halt düster, doch es gibt keine Elben, Drachen, Orks, Trolle, Feen und alle möglichen Viecher, die typisch für die westliche Fantasy sind, was für mich der größte Pluspunkt war (jetzt werde ich vermutlich gleich von allen Seiten hier gehasst ;>). Das Buch war ordentlich, nicht mehr und nicht weniger.

Metro 2033 von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski, einem russischen Autor, und wahrscheinlich mein erstes Buch aus diesem Kulturraum überhaupt. Vor kurzem ist ein First-Person-Shooter zu diesem Buch erschienen (ob der Nachfolger, Metro 2034, auch umgesetzt wird, weiß ich nicht), der sich aber nicht strikt an die Vorlage hält. Nun, worum geht es in Metro? Zuallererst: Die Metro ist nicht nur die Pariser U-Bahn, in der mir so ein Sack mal meinen Geldbeutel geklaut hat (*hust*), sondern auch die Moskauer (und alle anderen Systeme in russischen Städten, glaube ich). Die Welt im Jahre 2033 ist ein verwüsteter, radioaktiv verseuchter Planet, das Opfer des dritten Weltkrieges, einer reinen Nuklearschlacht. Für Menschen ist die Oberfläche unbewohnbar geworden, stattdessen kreuchen und fleuchen alle möglichen Viecher dort herum, während sich die Menschheit in den Untergrund verzogen hat, in diesem Beispiel in die Moskauer U-Bahn (die tatsächlich ein riesiger Atomschutzbunker ist). Da Elektrizität nur schwer zu beschaffen ist, sind große Teile der Metro in völliger Finsternis gehüllt und nur die Stationen, die zumeist von Menschen besiedelt sind, werden in oft nur spärlichem künstlichen Licht beleuchtet. Die Stationen unterscheiden sich zum Teil stark voneinander. Da gibt es die Ringstationen, die die Hanse bilden und dem mittelalterlichen Handelsbund deutscher Städte nachempfunden und deswegen sehr wohlhabend sind, die Rote Linie, die bis auf eine Station die komplette Mittellinie der Metro umfasst und den Kommunismus als Regierungsform betreibt, die Polis, bestehend aus vier Stationen, das Zentrum menschlicher Kultur und Errungenschaften, die Faschisten, die sich für eine rein russische Metro einsetzen, auf die Eroberung von Stationen abzielen und Hitler als Beispiel folgen, und mehrere kleinere, unabhängige Stationen. Der Mensch ist eine Nachtkreatur geworden, der vom bloßen Sonnenlicht erblindet, degeneriert und täglich dem Tod ins Auge sieht. Die einzigen Nahrungsmittel sind Pilze, Schweine, Hühner, Eier, Moos und Ratten, die Währung Vorkriegsmunition, denn Feuerkraft ist für den Kampf ums Überleben essentiell. Die Handlung folgt dem jungen Antjorm, dem eine wichtige und sehr gefährliche Mission aufgebürdet wird, über die ich jedoch kein Wort verlieren möchte. Recht viel mehr will ich zu dem Buch auch nicht mehr schreiben, sondern empfehle die Lektüre desselbigen. So viel sei noch gesagt: Es gibt sehr schaurige Stellen, die Atmosphäre ist packend und düster, weswegen ich zwei Nächte lang nicht richtig schlafen konnte. Gut, ich bin da auch etwas sensibel, aber es war wirklich heftig für mich.

Als Nächstes lese ich den Steppenwolf von Hermann Hesse, den viele als Pflicht sehen. Nun, ich bin gespannt.
Antworten
#35
(11.04.2010, 00:14)Exitus schrieb: Woyzeck ... tja, Woyzeck. Ich glaube, ich habe das Buch (eher die Idee, Georg Büchner hat Woyzeck nicht beendet) nicht verstanden, weil angeblich eine Gesellschaftskritik gezeigt wird und ich aber nur eine Beschreibung eines dramatischen Schicksals erkenne. Bin ich nur zu doof? Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen ...

Ich verstand den gesellschaftskritischen Aspekt folgendermaßen:
Woyzeck ist ein sehr genügsamer Mensch. Er erwartete nicht viel von seiner Umwelt. Diese versuchte aber in keinster Weise, ihm mit seinen Problemen zu helfen, sondern nutzten seine Schwäche aus. Ebenso funktioniert die ganze Gesellschaft - Freundschaft und Unterstützung schenkt man nur Personen, von denen man glaubt, dafür später etwas zu bekommen. Woyzeck, der bereits an den Grenzen seiner Belastbarkeit ist, gibt der Gesellschaft so viel, wie nur möglich. Somit wissen alle, dass sie auch mit Freundlichkeit ihm gegenüber nicht noch mehr von ihm bekommen könnten. Marie sieht in ihm lediglich einen bescheidenen Geldesel; sie hat zwar kurz Schuldgefühle, doch diese können sich nicht durchsetzen, weil sie weiß, dass Woyzeck nichts tun kann, damit sie ihn (mehr) liebt.
Der Tambourmajor, der Hauptmann und die anderen Soldaten benutzen ihn als Projektionsfläche für ihre Aggressionen, da sie von ihm nichts zu befürchten haben.
All das spielt mMn auf die Scheinheiligkeit und Doppelmoral der Gesellschaft an. Es heißt immer, alle Menschen seien gleichwertig, doch in Wahrheit schert sich niemand um die, aus denen nichts mehr zu holen ist. Moral ist daher in der Gesellschaft immer nur Mittel zu persönlichen Zielen, aber nicht das, was es eigentlich sein sollte - Selbstzweck.

Ich denke, Woyzecks Ausbruch ist auch so zu verstehen, dass er die Ausnutzung endlich begriffen hatte. Natürlich war er gleichzeitig schizophren und wahnsinnig, aber ich glaube nicht, dass Büchner lediglich ein trauriges Schicksal darstellen wollte. Die schlussendliche Sicherheit über Maries Untreue - und damit der Verlust seiner letzten Verbindung zur menschlichen Außenwelt - machte ihm klar, dass die Welt grundsätzlich schlecht ist. Er fügte sich dieser Tatsache, indem er - wie bereits zuvor alle anderen - sich an der rächte, an der er sich rächen konnte.
Antworten
#36
Ich lese gerade Das Schwert der Wahrtheit. Und find es super das es sie als Serie auch gibt.
Meine Lieblingsbücher sind aber Faunblut, Der Spiegel aus Feuer und Eis und natürlich die Biss Reihe!! Lachen
Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.

Antworten
#37
Ich hab gerade erst "Wolfsblut" von Jack London gelesen, und jetzt lese ich "der Seewolf" (ist vom selben Autor) ich find die Bücher richtig gut, aber manche Stellen sind auch ein bissi traurig
Antworten
#38
Perry Rhodan: Ist wieder ein Band durch (für eingeweite: Ich lese die Silberbände nicht die Hefte)..
Bin mittlerweilen bei Buch 37 (Hinweiß: ein "Silberband" hat ca.400, also nicht so die kleine Lektüre aber auch nicht so groß)

Für die welche noch nie einen Perry Rhodan in den Händen gehalten haben:
Perry Rhodan ist eine Heftreihe, aus dem Bereich der Science Ficton, die etwa 1960 begann und noch immer weiter wöchentlich erscheinen. Die Silberbände sind sowas wie Verbindungen mehrer Hefte auf die ich jetzt nicht eingehe. Da es ein sehr, sehr großes Gebiet ist sag ich nur noch das die Story durchgehend ist, also keine wirklich anderen Geschichten, höchstens andere Zyklen erzählt werden...

P.S.:Für mehr Infos googlen, da ich mir sonst die Finger abtippe, da ich allein mit einer bisherigen Storyzusammenfassung das Forum sprengen täte, thx
"Takes me back to old days. Us against the unknown, killing with big guns. Good times." (Wrex, Mass Effect 2)
Antworten
#39
Zuletzt hab ich "Leichenblässe" von Simon Beckett gelesen. Das Buch ist ein Thriller und Beckett versteht es hervorragend, eine spannende Atmosphäre aufzubauen, dann wieder ruhige Phasen dazwischen zu schieben und schließlich zum Schluss die Spannung auf den Höhepunkt zu treiben.
Wie bei einem guten Krimi/Thriller so üblich, rät man natürlich, wer nun eigentlich der Täter ist und genau da überrascht Beckett in all seinen Büchern.
Gerade zum Ende hin dreht sich oft noch die ganze Geschichte, was echt dafür sorgt, dass der Leser dabei bleibt.
Alle Beckett Bücher, die so um die 400 Seiten haben, habe ich in einem Rutsch durchgelesen.
Beckett's Hauptfigur in den Büchern ist Anthropologe - Leute, die sich mit dem Tod, vor allem dem Verwesungsprozess auseinandersetzen - und das Fachwissen, was vermittelt wird ist gigantisch, aber ebenso anschaulich verdeutlicht.
Wer diese Bücher nicht spannend findet, der ... der kann nach Hause gehen Lachen
"Englisch mag die Sprache der Welt sein, aber Deutsch ist die Sprache des Herzens." -- Jawoll.
Antworten
#40
ich lese hauptsächlich fantasy.. letztes jahr hat meine schwester mir durch en zufallskauf meinen derweiligen lieblingsroman gebracht :> falls ihn jemand kennt es ist "Das Lied der Dunkelheit" von Peter V. Brett.. *das erste buch das ich innerhalb weniger tage durch hatte xDDD*
nunja am 8. is nun auch endlich, nach mehreren releaseverschiebungen, die vortsetzung raus die mich auch gleich wieder so in den bann gezogen hat :> ich kann nur sagen, en sehr sehr empfehlenswertes buch ^^
"Das einzige Erleuchtende an Religion ist ein brennender Tempel bei Nacht" - Nehrim (TES:4 Oblivion Total Conversion) Releas Trailer
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste